Fantasy-Schreibforum
 
PortalStartseiteFAQAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Vorbilder und Inspiration

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Chewi



Anzahl der Beiträge : 693
Punkte : 779
Bewertungssystem : 7
Anmeldedatum : 08.02.14
Ort : Berlin

BeitragThema: Vorbilder und Inspiration   03.03.14 22:01

Ohne großes Blabla werde ich schnell zum Punkt kommen:

Habt ihr Vorbilder für eure Welten? Gibt es Geschichten, Bücher, Serien oder Filme, die euch maßgeblich dabei inspiriert haben, eure Welt, eurer Magiesysthem oder die Figuren zu erschaffen?

Oft lese ich Geschichten, wo ich denke: Na das kennste doch irgendwoher ... Und dann überlege ich jedes Mal, ob da die Inspiration eines Autors durchgeblitzt ist, oder ob da zufälligerweise mal das Rad ein zweites Mal erfunden wurde. Bestes Beispiel dafür sind die nicht zu leugnenden Gemeinsamkeiten zwischen Pfotes Gestaltwanderern und meinen Sa'sacai - zumindest sagt Pfote das, denn bisher bin ich mit ihrer Geschichte noch nicht so weit, dass ich den Gestaltwanderen schonmal begegnet wäre. Und dabei haben meine Sa'sacai doch ein komplett anderes Vorbild (von dem sie sich im Laufe der Zeit allerdings auch immer mehr entfernt haben, was ja auch gut und wichtig so ist) ugly

Etwas, das mich mal wirklich aufgeregt hat, war, dass ich eine Idee für eine bestimmte Magie von mir, mal in einem Buch gefunden habe, das ich so grottenschlecht fand, dass ich das nichtmal bis zur Hälfte gelesen habe. Das war hart, die eigenen Ideen so verholzt zu sehen! ugly

Und bei Dennis und seiner Welt ist das Vorbild eigentlich so bekannt und populär, dass ich mir die ganze Zeit denke, irgendjemanden muss das doch mal anspringen!

Klar schleichen sich im Laufe der Zeit immer mehr und mehr Unterschiede ein - Details, die anders sind, Dinge, die sich verändert haben: Was in der einen Geschichte möglich ist, wird in der anderen unmöglich, Namen und Bezeichnungen verändern sich im Laufe des Schreibens, sodass sie jede Ähnlichkeit mit der Vorlage verlieren. Ganze Gesellschaftssystheme wandeln sich zu etwas vollkommen anderem. Und wenn man dann am Ende resümiert, stellt man fest, dass man etwas eigenes geschaffen hat. Zumindest geht es mir so und mich würde mal brennend interessoeren, ob ich die Einzige bin, die bei der Ideenfindung zu einer Geschichte einfach mal schamlos abguckt.
Nach oben Nach unten
Wolfsspur
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 2319
Punkte : 3010
Bewertungssystem : 30
Anmeldedatum : 05.03.13
Alter : 42

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   03.03.14 23:08

Vorbilder ... Ganz klar.
In meinem Gestaltwanderer ist es die katholische Kirche und die Hexenverfolgung. Der Gott heißt "der Allundeinzige", weil ich genau das albern fand am christlichen Glauben und meine Schp'tar sind ziemlich eindeutig nette Hexen.
Dann gibt es eine Taufe, Paten ... Die Schp'tar haben auch ein "Hexentier".
Dann habe ich Drachen, Schwerter und eine feudale Gesellschaft auch nicht selbst erfunden.
Die Gestaltwanderer selbst, da hat mich erst letztens jemand drauf aufmerksam gemacht, dass es da einen Film mit Denzel Washington gibt. Dämon. Den hab ich auch gesehen, ob vor meinem Gestaltwanderer, weiß ich nicht. In jedem Fall ist es von der Besessenheit inspiriert, was wieder mit der katolischen Kirche zu tun hat.


Aber ich setze mich nicht hin und entwickle eine Idee irgendwie weiter. Das passiert beim schreiben einfach und ich hoffe, es sammeln sich genug Eigenheiten an, dass der Leser nicht das Gefühl hat, dass das nur zusammengeklaut oder ausgelutscht ist.

Dann habe ich in dem Gestaltwanderer Dinge drin, die für eine Freundin entstanden sind. Da ist sie mein Vorbild gewesen. Sie liebt zum Beispiel Hühner und hat seeehr langes feines Haar. Liebt die Natur und ist friedfertig bis zur Selbstaufgabe, möchte es aber nicht sein.

Ich mag auch die Nähe zu "unserer Welt", ich beschäftige mich vorallem mit Menschen und wenn die zu exotisch von unserer Welt entfernt sind, habe ich das Gefühl, ich kann gar nicht mehr, das erforschen, was ich möchte.
Auch bin ich da biologisch angehaucht. Ich muss mir gewisse Verhaltensweisen herleiten können aus den biologischen Gegebenheiten.

Direkte bewusste Vorbilder aus Film oder Büchern habe ich aber nicht. Ich habe nur einmal eine FanFiktion mit einer Freundin geschrieben. Würde dann also eher direkt etwas weiterschreiben, als es neu zu unterpretieren. Aber ich bin natürlich sicher, dass alles, was man gesehen und gelesen hat in die Geschichten mit einfließt irgendwie. Geht ja kaum anders.

Die Ähnlichkeit von Sa'sacai und Gestaltwanderern liegt in ihrem eindringen in einen anderen Körper, also das dämonische Prinzip der Besessenheit. Aber ansonsten sind diese beiden Völker ziemlich gegensätzlich in allen wirklich wichtigen Punkten. Aber witzig ist es schon, wenn so elemente in anderen Geschichten auftauchen, die sich zufällig überschneiden, aber dann eben auch gleichzeitig beweisen, wie unterschiedlich ein Element in einer Geschichte verbaut werden kann. Mir macht das eher Spaß, soetwas zu entdecken, aber ich würde wohl auch echt ausflippen, würde ich "den Gag", den die Gestaltwanderer noch haben, in einem anderen Buch jetzt finden. Also zu speziell darf die Ähnlichkeit dann auch nicht werden.
Nach oben Nach unten
Xhex
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 3999
Punkte : 5521
Bewertungssystem : 22
Anmeldedatum : 23.02.11
Alter : 46
Ort : Limburg

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   04.03.14 8:20


Auf jeden Fall!

Bei mir sind es zwar weniger andere Buchreihen, Filme oder Serien - obwohl ich mich da ganz sicher auch hier und dort immer wieder gerne mal inspirieren lasse - als die irisch/keltische Mythologie, die mich genauso fasziniert wie die grüne Insel selbst.
Ich nutze bestehende Wesen und Legenden dieser Mythologie bzw deren Grundlage, um mir daraus meine ganz eigene Wesen zu erschaffen. Auf diese Weise entstanden meine Banshee, mein Ankou, die Faeries und Fomoris, Leprechauns usw.
Einige Eigenheiten dieser Wesen habe ich belassen, einige komplett abgeändert, sodass es ein bunter Mix aus Bekannten und Neuem ist.
Ich versuche aber auch typische irische Legenden wie z.B. die des Gladdaghrings mit einzubringen - was jetzt aber gar nicht eine so neue Idee ist, da dieser Ring (der für die Iren wirklich eine sehr große Bedeutung hat) auch schon in Serien wie "Buffy", aber auch Feuerwehrfilmen wie "Im Feuer" eine Rolle spielt. eigentlich kommt man um ihn in Film und Literatur nie dann drum herum, wenn es um Iren und die Liebe geht. Ich habe da die Legende zwar ein wenig abgewandelt, aber die ursprüngliche Legende wird dennoch erwähnt.

Aber ich lasse mich auch durch ganz "alltägliche" Dinge oder Begebenheiten inspirieren. Mein Blutmaler z. B. enstand, als ich Abends beim Essen einen Bericht eben über einen Maler gesehen habe, der seine Bilder ausschließlich mit Blut malt. Hallo! So eine Vorlage MUSS man einfach aufgreifen und darf sie nicht liegenlassen.  Twisted Evil 

Und Chewi, was du über Ideen, die du zur Magie hattest und diese Ideen dann in einem anderen Buch gefunden hast - jaaaaaaaaaa, das kenne ich leider nur zu gut. und ich denke mir dann immer: Toll, jetzt denkt jeder, das habe ich mir dort abgeschaut. Das ist dann wirklich sowas von nervend.



_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
Nach oben Nach unten
http://stefaniefoitzik.jimdo.com/
Chewi



Anzahl der Beiträge : 693
Punkte : 779
Bewertungssystem : 7
Anmeldedatum : 08.02.14
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   04.03.14 21:47

Finde es mal gnaze Interessant, wenn andere zu diesem Thema etwas sagen. Auch wenn ich mir jetzt irgendwie wie Gutenberg 2.0 fühle, weil ich ganz offen zugebe, dass die Vorlagen für meine Geschichten eher selten aus der Realität, sondern eben von anderen Autoren stammen.

Schreibe ich ab?
Tja, die Frage stelle ich mir hin und wieder selbst mal. Bei den Sa'sacai sage ich inziwschen ganz klar: Nein, das tue ich nicht! Die Idee mag mir bei einer fremden Geschichte gekommen sein, allerdings spielen da noch derart viele andere und vor allem eigene Einflüsse mit rein, dass nicht einmal mir ganz klar ist, was ich mir jetzt wo rausgesammelt habe, um am Ende meinen ganz eigenen Kuchen zu backen. Inzwischen habe ich auch so viel verschiedenenes Zeugs gelesen, dass ich bei ganz vielen Dingen nichteinmal mehr sagen könnte, ob das jetzt meine eigene Idee war, oder ob ich die Problemlösung selbst entwickelt habe.
Bei Dennis' Geschichte bin ich mir allerdings nach wie vor nicht ganz sicher, ob ich es da mit den Abschreiben nicht doch irgendwie übertrieben habe. Da das ganze Ding unsprünglich eine Fanfiction war, sind in vielen Details noch sehr viele Dinge und Beschreibungen wie im Vorbild. Auch das Fähigkeitensysthem orientiert sich sehr stark am Ursprung, auch wenn sich inzwischen einige Feinheiten herausgebildet haben, die sich doch klar voneinander unterscheiden. Weswegen Dennis bei mir bisher auch kein Kadidat für eine mögliche Veröffentlichung wäre.

Und wie Xhex und Pfote auch, habe ich meine Vorbilder natürlich auch in der irdischen Mythologie und Geschichte gefunden: Dennis hat sich die Arturssaga geklaut und sie der Gnadenlosigkeit der Zakon angepasst. Und die Welt meiner Sa'sacai orientiert sich an den Herrschaftssysthemen des europäischen Mittelalters - überhaupt war unsprünglich geplant, auch ein paar witzige Vorurteile unserer Länder auf die Länder meiner Geschichte zu übertragen. Bisher sind diese Details nur recht kurz gekommen. Und ja, ich gebe es zu: in meiner High-Fantasy-Welt wird mit dem Euro bezahlt - eine Währung, die zwar in den verschiedenen Ländern verschiedene Prägungen aufweißt, die aber über die Landesgrenzen hinaus handelbar ist. Für jedes Land eine eigene Währung samt Umrechnungssysthemen zu entwerfen, war mir zu anstrengend.
Und meinem Laieninteresse an Dingen wie Astrophysik oder Quantenphysik ist es zu verdanken, dass meine hauptsächlichen Fähigkeitensystheme alle im weitesten Sinne irgendwie auf Grundlage der Quantentheorie theoretisch funktionieren könnten. Bei Dennis noch viel extremer als bei den Sa'sacai - bisher hat ihn von euch nur noch niemand nach der Funktionsweise seiner Talente gefragt Wink
Nach oben Nach unten
Xhex
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 3999
Punkte : 5521
Bewertungssystem : 22
Anmeldedatum : 23.02.11
Alter : 46
Ort : Limburg

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   04.03.14 23:01

Wer sagt denn, dass die Vorlagen immer alle der Realität entspringen müssen? Gerade wenn es um Fantasy geht. Manchmal kann das einem auch ganz schön im Wege stehen, das habe ich bei der Ausarbeitung meienr Hunters ganz zu Beginn gemerkt.
Ich habe so gründlich nach der korrekten Durchführung der Bounty-Hunters bei einem Zugriff recherchiert, dass der Fantasyfaktor dabei völlig auf der Strecke geblieben ist.

Und wie gesagt, inspirieren lasse ich mich für meine Hunters ganz sicher auch. Nur geschieht das bei mir weniger bei durch Literatur als durch Filme oder Serien. Wie glaubst du, sind meine Huntervideos entstanden?  Wink 
Wobei ich da die Situationen nicht einfach so übernehme, sondern ich verschiedene Szenen aus verschiedenen Filmen sehe und daraus dann eine eigene, einheitliche Szene baue. Diese Videos sind dann für mich beim Schreiben auch das, was für anderer Schreiber ihr Plot ist.

Und das ich keine Fanfiktions schreibe, liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich mich da niemals drantrauen würde, weil ich finde, es sehr viel schwieriger, eine fremde Figur so weiterzuschreiben, dass man sie auch wiedererkennt, als eine ganz eigene Figur zu kreiern.

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.


Zuletzt von Xhex am 05.03.14 12:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
http://stefaniefoitzik.jimdo.com/
Krayt



Anzahl der Beiträge : 606
Punkte : 658
Bewertungssystem : 13
Anmeldedatum : 03.11.13

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   05.03.14 11:54


Teils ja, teils nein.

Für mein derzeitiges Mammutprojekt (Hanna/Aenn) habe ich den Roman ursprünglich auf der Grundlage eines anderen aufgebaut. Was davon geblieben ist, werdet ihr sehen - oder auch nicht Very Happy Es ist wirklich nicht viel, mehr gerettete Trümmer, die man versucht in sein eigenes Gebilde einzubauen.
Bezüglich Inspiration aus Büchern, dürfte das aber die einzige Quelle sein und nur für dieses Projekt.
Meine anderen begründen auf ein paar Inspirationen aus Filmen oder Trailern, zusammengeschnittenen Youtube-Videos aus kurzen kleinen Szenen und dann wirklich den eigenen Gedanken. Was dabei "übernommen" wird ist oft nur eine der Ideen dahinter. Jemand läuft eine Straße entlang, sieht sich plötzlich um, hinauf auf ein Dach - da ist wer - Ende. Alles, das bleibt: eine Begegnung, unerwartet, vielleicht eine Verfolgung und dann setzen die eigenen Gedanken ein.
Dadurch, und durch kurze eigene Einfälle, habe ich eine Art Arsenal unfertiger Szenen, eine Sammlung von Bruchstücken. Mir kam z.B. irgendwann einmal der Gedanke, ich will eine Szene in einer Schmiede, drinnen ist es schön warm, draußen regnet es, man ist vermutlich gerade auf einer Durchreise. Dass die Szene tatsächlich später in etwa so eingebaut werden wird, glücklicher Zufall einer Idee, die mich ereilte, die es möglich macht.
Was das ganze Weltensystem angeht, mit den Portalen ... nun, da wurde ich bestimmt durch ein paar Bücher, Filme, was auch immer, inspiriert, kann da nur definitiv grad nicht mehr sagen, wenn ja, was Very Happy Wenn ich ganz tief wühl und grabe, vielleicht stoße ich dann auf Stargate, das hab ich ganz früher mal geguckt. Zwar nie als Vorbild genommen, aber die Grundidee der Portale - wer weiß Very Happy

Magie - da habe ich jahrelang an verschiedenen Konzepten gearbeitet, immer weiter verbessert, geändert, da gab es wirklich kein Vorbild. Sollte da später etwas mit anderen übereinstimmen, schade, aber dann sei dem so.

Figuren - da kann ich nur zwei aufzählen, die hoffentlich so aber nie zutage kommen werden. Hoffentlich findet ihr sie nicht! Very Happy Kopiert sind sie nicht direkt, habe durchaus am Charakter etc. gedreht (was zumeist ja das charakteristischste einer Figur ist), hoffe, das ist was geworden ^^
Nach oben Nach unten
Xhex
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 3999
Punkte : 5521
Bewertungssystem : 22
Anmeldedatum : 23.02.11
Alter : 46
Ort : Limburg

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   05.03.14 12:12


Also gerade was die Figuren angeht, da brauche ich wirklich immer eine visuelle Vorlage - und sei es für den kleinst bedeutesten Nebencharakter.
Also es ist schon so, dass ich, wenn eine neue Figur entsteht, ich genau weiß, wie diese aussehen soll - optisch als auch charakterlich. Dennoch benötige ich dann ein entsprechendes Vorbild und begebe mich dann ganz gezielt auf Castingsuche.  ugly  Ist entsprechendes Vorbild dann gefunden. Verwende ich das zwar für die Videos, übernehme sicher auch die ein oder andere Eigenart dieser Vorlage, aber achte dabei doch ziemlich genau darauf, dass meine Figur kein Abziehbild der Vorlage ist.

Beispiel Duncan:

Ganz klares Vorbild hier ist Robert Downey Jr. Aber dennoch denke ich, kann man nicht behaupten, dass Duncan das Abziehbild von Iron Man oder Sherlock Holmes oder gar Robert Downey Jr selbst ist. Aber Eigenarten aller drei sind bei Duncan ganz sicher zu finden.  ugly 

Und so verhält es sich auch bei allen anderen meiner Figuren.

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
Nach oben Nach unten
http://stefaniefoitzik.jimdo.com/
Cyra
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 681
Punkte : 884
Bewertungssystem : 5
Anmeldedatum : 10.03.11
Alter : 22
Ort : Mülheim an der Ruhr

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   05.03.14 20:43

Also, dass ich abschreibe oder dass jemand denken könnte, ich würde abschreiben, ist immer eine meiner größten Ängste.
Ich denke, ein wenig Abschreiben ist einfach immer dabei. Man wurde ja von bestimmten Sachen überhaupt erst zum Schreiben inspiriert. Natürlich fließen da Dinge ein, die einem die Idee gegebe haben.
Und seien es nur de Wesen, die wir verwenden. Vampire - abgeschrieben. Feen - abgeschrieben.
Ale Wesen die ich habe - Vampire, Feen, Elfen, Hexen, Elementare - gab es so schon mal irgendwo. Okay, meine Elementare hab ich noch nicht so wirklich gesehen, aber ihre Fähigkeiten sind halt auch nichts neues.
Ich habe vesucht, sie etwas abzuändern, ihnen etwas charakteristisch neues zu geben. Aber das Rad kann eben nicht mehr neu erfunden werden.

Was meine eigene Welt angeht... Da hatte ich ganz zu Beginn wirklich Alicante im Kopf, die Welt aus den Chroniken der Unterwelt. Ich habe wirklich die ganze Zeit meine Vorstellung von Alicante vor Augen gehabt, während ich mir überlegt habe, wie ich Dorhayil aufbaue.
Das hat sich mit den Ausarbeitungen gelegt, aber dennoch kann ich nicht bestreiten, dass irgendwo ein Funken davon dadrin zu finden ist.
Ebenso die Portale. Sie haben was eigenes bekommen - unter anderem auch durch die Wettbewerbsgeschichte (dafür nochmal danke, Linda, lach) - aber so etwas gab es bestimmt auch schon.

Ich habe zum Beispiel schon einiges als Idee gehabt, was sich erst später als schon vorhanden entpuppt hat.
Einige Ideen davon sind inzwischen verworfen.
So zum Beipiel meine Idee, Jenna sei adoptiert. Als ich die Idee erfunden habe, hatte ich VD noch nie gesehen. Kaum schau ich mir das an, erfahre ich, dass Elena adoptiert wurde.
Oder alleine schon der Name - Jenna. Elenas Tante. Nie zuvor gesehen die Serie und dann diret zwei Parallelen in derselben Serie.
Klar sind es Kleinigkeiten, ein Name und eine Adoption sind nichts einzigartiges. Aber in dem Moment, in dem man es rausfindet, ist es sehr sehr groß Wink

Ich finde die Vorstellung, dass jemand glauben könnte ich hätte nur abgeschrieben, furchtbar. Und ich denke, wenn man nachher auf das Gesamtergebnis schaut, klingt es gar nicht so durch, wie jetzt bei den eizelnen Erschaffungen.
Nur denke ich, dass es sich nie so ganz vemeiden lässt, Inspirationen von woanders passend bei sich einzubauen Wink

_________________
We stopped checking for monsters under our bed when we realized they were inside us!
Nach oben Nach unten
Chewi



Anzahl der Beiträge : 693
Punkte : 779
Bewertungssystem : 7
Anmeldedatum : 08.02.14
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   05.03.14 20:53

Bei Figuren habe ich es mal mit literarischen Vorlagen probiert - allerdings haben sich meine Figuren immer wenig dafür interessiert, dass sie ja eigentlich eine Vorlage haben. Und wenn sich ein paar Marotten tatsächlich festgesetzt hatten, dann waren das immer Vorlagen von realen Personen - keine Schauspieler, sondern Leute, mit denen ich irgendwann einmal zusammen gearbeitet habe oder mit denen ich befreundet bin/ war.
Ein Offizier von mir hat die krümelscheißerische Akribie eines ehemaligen Vorgesetzten und guten Kollegen bekommen. Ein Magier die Fähigkeit zu geradezu malerischer Wortakrobatik, die aber im geschriebenen Text leider nicht so schön auffallen dürfte, wie, wenn man tatsächlich vor einer Person steht, die solche irrsinnigen Satzkonstruktionen ohne Skipt verbal raushaut. Zwei andere Figuren haben Namen und Gemüt von Freundinen verliehen bekommen, die ich leider irgendwann aus den Augen verloren habe, Dennis hat seine Schlagfertigkeit von Dennis (und offensichtlich nicht nur die Schlagfertigkeit ugly ) und einige Figuren haben doch tatsächlich ein Teil von mir selbst mitbekommen.


Zuletzt von Chewi am 06.03.14 10:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Xhex
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 3999
Punkte : 5521
Bewertungssystem : 22
Anmeldedatum : 23.02.11
Alter : 46
Ort : Limburg

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   06.03.14 7:53


Eigenarten oder Marotten realer Personen fließen bei meinen Figuren weniger mit ein. Erlebnisse oder Erfahrungen die ich gemacht habe, allerdings schon und das gar nicht mal so wenig. Da ist bei ganz vielen meiner Figuren einiges, was ich so oder in ähnlicher Form schon erlebt habe, vorhanden.

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
Nach oben Nach unten
http://stefaniefoitzik.jimdo.com/
turbo



Anzahl der Beiträge : 79
Punkte : 92
Bewertungssystem : 3
Anmeldedatum : 09.04.14

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   10.04.14 21:06

Inspiration findet mich meistens, wenn ich es gar nicht erwarte, z.B. in einer Reportage über Sonnenöfen und die damit verbundenen Experimente. Das war genau die Art Technologie, die ich für meine Welt gebraucht habe.
Oder ein Beitrag über eine Gerichtsverhandlung mit Jugendlichen - das Bild verwandelt sich und ich habe genau die Figur vor Augen, die mir beim Plotten vorschwebte.
Es gibt eine Reihe von alten Frauen, in denen sich - verfremdet natürlich - Züge meiner Großmütter und meiner Urgroßmutter finden lassen.
Inspiration aus Büchern: Ganz klar. Es war im Besonderen mein Lieblingssatz aus Harry Potter ( "Aber natürlich passiert es in deinem Kopf, Harry, doch warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist." ), der mich zu meiner Buchidee inspiriert hat. Ein Manuskript, in das man wahrhaftig eintauchen, mit dessen Helden man interagieren kann, verstaubt und vergessen über viele Jahre - und dann...
So fing die Idee langsam an Gestalt anzunehmen, bevölkerte sich die Welt des Manuskripts mit Figuren, nahm die Bedrohung dieser Welt Gestalt an...
Sicher gab es alles schon irgendwo einmal. Ich bemühe mich, eine Geschichte zu schreiben, die ich selbst gern lesen würde. Vergleiche und Parallelen kann man immer finden, zu jeder Figur sicher eine ganze Menge, je nachdem, wieviel man schon gelesen hat.
Eines vielleicht noch: Ich habe einer meiner Figuren eine sehr traumatische Erfahrung in seiner frühen Jugend geschrieben. Sein Trauma, das ihn sein Leben lang verfolgt, erschien mir zunächst fast ein bisschen zu stark - bis ich über eine Reportage stolperte, die zeigte, dass die Realität ( und das in unserer Gegenwart ) noch viel schlimmer ist.
Beim Lesen geht die Inspiration oft seltsame Wege. Ich lese, wie sich eine junge Frau verliebt und plötzlich schießt mir der Gedanke durch den Kopf, was meine Figur tun wird, um von den Männern nicht bemerkt zu werden. Das hat scheinbar nichts miteinander zu tun, aber wer weiß schon, wie die Neuronen im Gehirn Tango tanzen...
Nach oben Nach unten
Xhex
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 3999
Punkte : 5521
Bewertungssystem : 22
Anmeldedatum : 23.02.11
Alter : 46
Ort : Limburg

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   11.04.14 7:41


Lach ... das mit der Inspiration durch Reportagen kenne ich auch sehr gut.

Auf diese Weise ist, wie schon erwähnt, nicht nur mein Blutmaler entstanden, sondern gerade erst vor kurzem sogar ein Problem gelöst worden.

Und zwar hatte mit Wolfsspur die Frage gestellt, wie sich das mit dem Blut, dass meine Vampire als Drink (sei es als Cocktail oder ähnliches) zu sich nehmen, mit der Blutgerinnung verhalten würde.
Ja, gute Frage, auf die ich nicht wirklich eine Atwort hatte.
BIS ich zufällig eine Reportage über die Herstellung von Blutwurst gesehen habe und da hat der Reporter den Hersteller genau diese Frage gestellt. Natürlich war ich sofort ganz Ohr und habe auch meine Antwort erhalten.  cheers Und sie ist denkbar einfach: das Blut muss gekühlt werden und in Bewegung (durch Zentrifuge) bleiben.

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
Nach oben Nach unten
http://stefaniefoitzik.jimdo.com/
Chewi



Anzahl der Beiträge : 693
Punkte : 779
Bewertungssystem : 7
Anmeldedatum : 08.02.14
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   12.04.14 0:07

Ja, manchmal passt es.
Habe mir da schon angewöhnt, Reportagen über die skurrielsten Dinge anzuschauen - man weiß nie, was man mal brauchen kann.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Vorbilder und Inspiration   

Nach oben Nach unten
 
Vorbilder und Inspiration
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» 18.9-19.9 2010 Inspiration Modellbau in Mainz-Hechtsheim
» Inspiration
» Vorbilder
» Inspiration Modellbau 2013 Mainz
» ANA new 777-300ER to Frankfurt Jun/Jul 2010

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Das Fantasy-Schreibforum :: Handwerksgasse :: Eine eigene Welt erschaffen-
Gehe zu: