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 Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan

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Chewi

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   12.02.14 22:41

Da ich dich ja jetzt immerhin darin bestärkt habe, auch wirklich den anderen Anfang zu nehmen, werde ich jetzt nicht mehr allzu groß auf deine Antwort eingehen. Das wäre dann wirklich verschenkte Lebenszeit.

Zur Grammatik:
Ich kann verstehen, dass das für dich an den meisten Stellen alles Stilfragen sind und du das Kurze da bevorzugst. Trotzdem musst du dabei aufpassen, dass es nich vom Eigenwilligen ins Falsche abdriftet. Gerade die Präpositionsfehler kenne ich als eine Eigenheit bestimmter Dialekte (eine Freundin aus dem Schwarbenländle benutzt auch gerne eine falsche Präposition - aber die schreibt keine Geschichten ^.^)
Es ist zum Teil auch die Gradwanderung zwischen künstlerischer Eigenheit und Schlamperei, die man versucht als künstlerische Eigenheit zu deklarieren. Ich will mir da nicht anmaßen, der Pro zu sein, der das narresicher beurteilen könnte, aber bedenke eines: Du hast an irgendeiner Stelle angerissen, dass du diese Geschichte vielleicht doch irgendwann mal an einen Verlag schicken würdest. Unter diesem Gesichtspunkt denke vor allem an folgendes: Ein Lektor, der dein Text vor sich hat, starrt auf den Schriegs irgendeines unbekannten Schreiberlings. Vermutlich wird der sich nicht denken "cool, eine lustige, künstlerische Eigenheit" sondern: "Pack weg, nimm das nächste Manuskript - der beherrscht ja nicht mal die Grammatik".

Einige Missverständlichkeiten:
Davon hsat du viele drin. Klar, kann man sagen, dass man selbst bestimmte Dinge auch nicht anders sagen würde, aber wenn man selbst so im Alltag lospalabert, legt man eher selten Wert auf sprachliche Eleganz und Schönheit. Das muss man auch nicht, denn der Zuhörer hat in der Regel keine Zeit, deine Worte so genau zu analysieren. Zumindest nicht auf sprachliche Fehler.
Bei einem geschriebenen Text sieht die Sache allerdings anders aus. Ich lese, ich habe Zeit, auf die Melodie eines Textes zu lauschen, gegebenen Falls lese ich eine Stelle ein zweites Mal, stelle dann fest, dass man da durchaus auch etwas anderes hineindeuten kann. Oder stolpere einfach nur über eine Ungereimtheit. Solche Spolperer reißen aus dem Lesefluss heraus und verhindern letztendlich, dass man sich richtig auf den Text einlassen kann.
In schweren Fällen können sogar Tippfehler in der Menge einen Text vollkommen zerlegen, auch wenn die Geschichte an sich fesselnd geschrieben ist. Hier musst du abwägen, was dir wichtig ist: Stil oder Geschichte? An welcher Stelle wird die Geschichte dysfunktional?

Charaktere:
Wie wirken die und waum?
Für mich ist es in einer Geschichte wichtig, dass ich mich mit den Hauptfiguren entweder identifizieren kann oder sie sympathisch finden muss (was der Hauptgrund dafür ist, dass ich nicht mit "Game of Thrones" warm werde: die Figuren, die ich mag, sterben zu früh und zu grausam; die Figuren, die ich partout nicht ab kann, leben zu erfolgreich und zu lange). Das sieht nicht jeder Leser so, also musst du da auch meine Befindlichkeiten nicht ziwngend Rücksicht nehmen. Es ist für mich sehr grenzwertig, wenn Figuren bei einem Massaka in der ersten Reihe sitzen und die das dann anscheinend vollkommen kalt lässt. Ist egal, ob es die Leute einer anderen Abteilung sind und ich sonst nicht viel mit denen zu tun habe! Wenn ich auf Arbeit mit ansehen müsste, wie die Küchenleute niedergemetzelt werden, würde mich das umhauen! In dieser Situation ist es egal, dass ich mit denen nix zu tun habe, oder dass ich mich immer über die ärgere, weil die zweihundert Leute versorgen und trotzdem nicht vernünftig kochen, weil sie zu blöd dazu sind und man bei den Zutaten schlampt und einspart.
Das Problem, was ich hier zusätzlich sehe, ist außerdem der Mangel an Glaubwürdigkeit, den ein solches Verhalten mit sich bringt. Wenn das nicht alle selbst vollkommene Soziopathen oder Autisten mit Asberger-Syndrom (wie Dr. Shelden Cooper) sind, ist das einfach nur befremdlich, unheimlich und schlicht falsch.

Dann belasse ich es mal dabei.
Viel Erfolg bei deinem Studium.

Liebe Grüße, Chewi


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Krayt

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   12.02.14 0:26


Hey Chewi,

Chewi schrieb:
Da gebe ich ganz offen zu, dass ich die Botschaft deiner Antwort jetzt eher unschön finde. Irgendwie komme ich mir schon etwas verarscht vor, dass nach einem Kommentar, der mehrere Stunden Arbeit gekostet hat, die Ansage lautet: "Vielen Dank für deine Mühe, aber du hast deine Lebenszeit an einen unaktuellen, weil nicht mehr relevanten Text verschwendet."
Das tut mir Leid, und es tut mir Leid, dass ich da grad nur "es tut mir Leid" sagen kann :/ Ich habe jetzt einen fetten Kopf drüber gesetzt, das hilft dir jetzt leider nichts mehr, aber anderen, die das nicht wissen sollten. Es stimmt schon, den hätt ich eher drüber setzen sollen/können, habe ich nicht dran gedacht, tut mir Leid.

Chewi schrieb:
(Selbst wenn es so ist, nachdem jemand so viel Arbeit in einen meiner Texte gesteckt hat, würde ich es mich nicht trauen, ihm zu sagen, dass das alles für die Katz war, aber das nur am Rande.)
Ich schon. Hängt damit zusammen, würde ich es demjenigen nicht sagen, er kommentiert alle Kapitel und kriegt danach selber raus, dass alles für die Katz war? Puuuh... das will ich nicht erklären müssen Very Happy (meine Ansicht)

Chewi schrieb:

Hat meiner unmaßgeblichen Meinung nach einfach auch ein Stück weit mit dem Respekt zu tun, den man der armen Sau schuldet, die es gut meint, sich damit auseinandersetzt und da echte Arbeit reinsteckt.
Wenn dir diese Ansage jetzt den Abend/ Morgen/ Tag versaut und du denkst, was die Chewi doch für ein humorloser Krümelkacker ist, dann versetz dich bitte nur für zwei Sekunden in meine Situation und erkläre mir dann glaubhaft, dass du nicht den Drang verspürst, mit einem scharfen Küchenmesser ... kein Gemüse zu zerhacken.
Hey, na, versaut nicht, aber es knickt mich ein bisschen, nicht der Kommi jetzt, vielmehr, dass du (wenn auch verständlich) so sehr darüber aufregst, und kann nur wiederholen, dass es mir wirklich Leid tut.
Und glaube nicht, dass ich keinen Respekt vor ausführlichen Kommis habe, ich denk, ich hab ne gute Vorstellung davon, wie viel Arbeit dahinter steckt/stecken kann Wink Umso mehr .. tut es mir Leid (aber das hatten wir schon mal Very Happy )
Ich glaub, ich würd den Boxsack bevorzugen, wenn schon, Gemüse mag ich dafür zu sehr Very Happy
Dazu, nur als Tipp am Rande, falls du das ohnehin nicht schon so machen solltest: immer in ner Word-Datei o.ä. zwischenspeichern ... mir ist auch schon mal n quasi fertiger Kommi durch ein "einmal verklickt" futsch gegangen... dumm gelaufen :/

Sodann.. mal zur Geschichte

Chewi schrieb:
Als allererstes:
Viele schreiben hier, dass sie auf Rechtschreib- und Kommafehler nicht aufmerksam gemacht werden wollen. Keine Ahnung, ob du dich auch die diese Reihen einordnest. Falls ja - es ist mir schnurz. Ich streiche solche Fehler nämlich an, auch wenn es dem Autor nicht passt. Denn: aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man selbst beim hundertsten Lesen noch Fehler findet und ich bin als Autor immer froh, wenn mir andere Leute helfen, diese Fehler zu finden. Man selbst findet nie alle - dazu kennt man einfach seinen Text zu gut und überliest diese Fehler deswegen. Außerdem belaufen sich gerade Dinge wie Kommata- oder Grammatikfehler oft auch auf Unwissenheit der deutschen Grammatikregeln. Das ist nix schlimmes und ich selbst bin weit davon entfernt jede Regel zu kennen, und genau deswegen bin ich immer froh, wenn mich andere auf diese Art von Fehler aufmerksam machen.
Kann ich nur beipflichten, bin über jeden angestrichenen Fehler froh, gerade über Tippfehler "mir= mit" o.ä. les ich gerne drüber

Chewi schrieb:
Interessant geschrieben, der Stil fängt gut die Stimmung ein und verdeutlicht die Hektik der Situation.
Danke! =)

Chewi schrieb:
Dennoch habe ich den Eindruck, dass die liebe und leider notwendige Grammatik zugunsten deines Stils zurückstecken muss und das ... ist nicht so schön.
Ich persönlich finde den Stil etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings nicht schlecht. Wie gesagt: es passt zur Situation.
Dann sind mir recht viele Formulierungsfehler aufgefallen, die ich so ein bisschen auf irgendeinen Dialekt schiebe. Man weiß als Leser zwar, was gemeint ist, Hochdeutsch ist es leider trotzdem nicht. Das Ganze erweckt dann leider den Eindruck von Schlamperei.
Ich hab mal drübergelesen, über deine Anmerkungen, nun, denke, da werden wir vielleicht einen Kompromiss finden müssen, mal schauen. Auch wenn es dir als Schlamperei vorkommen mag, einige der Formulierungen, wie sie sind, mag ich nun doch. Aber mal schauen Wink

Chewi schrieb:

Der Tod war immer ein böses Omen. Meist trat er einem nie zu nahe, Widerspruch: meist schließt nie definitiv aus. "Nicht" wäre hier besser. blieb Fantasie in Büchern oder kaltlassende Neuigkeiten aus den Nachrichten. Ansonsten schöber Satz - gefällt mir!
Danke  cheers 
Das mit dem "meist - nie" muss ich zugeben, ist mir z.B. nicht aufgefallen. Das "nicht", ist richtig, würde es logischer machen, werds wohl austauschen Wink

Chewi schrieb:
Ich lebte am Existenzminimum, somit musste mir keiner sagen, was der Tod war, dass ich ihm immer schon sehr nahe stand; Ich weiß, was du damit sagen willst, finde es aber unglücklich formuliert und leicht verwirrend. Da fehlt irgendwte etwas: "... , denn es schien so, dass ich ihm immer schon sehr nahe stand", würde den Textholperer ausbügeln. aber wie plötzlich es gehen kann, wie wertvoll jede Sekunde ist, die man lebt, nimmt man erst wahr, wenn man es live vor Augen geführt bekommt.
Muss sagen, hier gefiel mir das ursprüngliche dann doch besser Wink

Chewi schrieb:
Mit einem plötzlichen Tod des Helden endeten Bücher, von denen man dann unbefriedigt war, weil es zu schnell gegangen war, Zwei Mal war, es ist nichts gravierendes, doch in diesem kurzen Abstand ist es mir aufgefallen. Würde sagen, eines der beiden "wars" kann man jedoch einfach gegen eine schönere Formulierung austauschen. weil man einen größeren Abspann erwartet hatte.
vollkommen richtig. Bei den beiden hatt ich auch immer wieder gekämpft, lass ich sie mit Absicht so stehen, gibt's was anderes?
[...], die man dann unbefriedigt zur Seite legte, [...] ist mir grad noch eingefallen, könnte man reinsetzen.

Chewi schrieb:
Meine Augen trafen in der Ferne Lisas. Bei Lisas fehlt etwas. Klar ist, dass du Lisas Augen meinst. "... trafen in der Ferne die von Lisa" würde ich flüssiger lesen.
Hier mag ich das Kurze. Vielleicht liest es sich weniger flüssig, aber kürzer, was das Tempo erhöht, das ich hier aber recht wichtig finde^^

Chewi schrieb:
Um mich herum Geschrei, überall rannten Leute, der Ausgang war mehr als verstopft.
›Hoffentlich sterben nicht noch mehr…‹
Der Direktor schubste mich gegen die Zeltwand, als er an mir vorbeistürmte. Dachte, es ist irre eng und verstopft da, wie kann der Rektor dann an sie vorbei stürmen? Kann er durch Menschen gehen? Vor allem: Es ist ein Zirkuszelt! Warum wollen die alle zum Ausgang? Warum krauchen die Leute nicht unter den Zeltwänden hindurch?
Plötzlich stand Irina vor mir, eine zitternde Lisa an der Hand. Wortlos packte sie mich und manövrierte uns Richtung Artistenausgang. Da ist es etwa nicht verstopft? Kann mir nicht vorstellen, dass es eine panische Meute interessiert, wenn da ein Schild "nur für Personal" dran hängt.
Muss zugeben, ich war zu selten im Zirkus, als dass ich gerade gut beurteilen könnte, ob man unter der Zeltwand wirklich (gut) durchkommt  scratch 
Bei dem unverstopften Artistenausgang.. ich hatte die Vorstellung, wenn da unten in der Manege einer durchdreht, wollen alle von dort weg und nicht über dort unten an den Artistenausgang gelangen. Aber wie gesagt, war zu selten im Zirkus, kann das gerade schlecht beurteilen. Wenn's n großer Zirkus ist bestimmt, bei nem kleineren.. keine Ahnung Very Happy
Ansonsten, mit dem "nur für Personal", schon richtig Wink

Chewi schrieb:
Draußen atmete sie ein paar Mal schnell tief durch, fingerte aus ihrem Dekolleté eine Kippe und zündete sie an. Sie sog so lange, dass ich dachte Komma sie würde sie in einem Zug wegrauchen. Bei "Sie sog so lange, dass ..." Fehlt mir ein Bezug. Klar, dass du die Kippe meinst, aber so klingt es ... unvollkommen, unvollständig. "Sie sog so lange daran, dass ..." käme besser.
Bei sowas spar ich gerne mal Wörter ein, ist richtig.
Würde dir der Bezug mit einem "zog" statt "sog" eher passen?

Chewi schrieb:
Mein Blick glitt hinauf zum hellen Nachthimmel. Also ich weiß, was du meinst. An sich ist der Nachthimmel jedoch nicht hell, ansonsten wäre es ja kein Nachthimmel. Ich würde einen wolkenverhangenen oder wolkenschweren Nachthimmel draus machen.
Schon mal mitten in der Nacht rosarote Schneewolken gesehen? Und überall Schnee? Das ist ganz schön hell Very Happy
Ich kann gucken, dass ich da noch was dreh, aber nur wolkenverhangen oder -schwer würde mir nicht reichen, weil's eben doch recht hell ist^^

Chewi schrieb:
Dicke Schneeflocken tanzten. So leicht und unbeschwert. ›Haben keine Ahnung vom Leben‹. Ich kann mir nicht helfen, aber deine Beschreibung klingt sehr lebendig und Hannas Gedanken sind da wenig glaubhaft. Wie kommt sie bei einem so bewegten und leichten Bild auf das "keine Ahnung vom Leben"?
ok, da fließt die eigene Meinung ein bisschen mit ein, aber andererseits, Hanna muss auch irgendeine haben Very Happy
Schneeflocken sind einfach nur Flocken, die vom Himmel fallen und wieder vergehen, bekommen von der Lebensspanne eines Menschen so gut wie nichts mit, von den Problemen, Höhen, Tiefen, was auch immer.
Es geht hier quasi mehr um den Zusammenhang, dass die Flocken keine Ahnung von der Härte haben, die das Leben bietet. Sie sind so frei, tanzen, haben keine Sorgen (außer irgendwann zu vergehen).

Chewi schrieb:
Aus dem Augenwinkel erhaschte ich einen Blick auf Mitica, der aus dem Zelteingang lugte und dann fröstelnd näher kam. Massen, die den Zelteingang verstopfen und er lugt da raus und sagt "kommt rein"?
Denk.. ein paar, die sehr nah am Manegeneingang sitzen, bzw. generell auf der Seite, joar, die könnten da wohl durch... ich würds dann vielleicht nicht als Massen beim Artistenausgang bezeichnen, aber ne gute Horde, joar. Und dann würde Mitica auch nicht mehr rauslugen, stimmt wohl^^

Chewi schrieb:
»Kommt rein, ihr erfriert sonst noch.« Sein Gesicht war bleich.
»Du würdest da selbst nicht wieder reingehen«, blaffte ich ihn an. Er zuckte zusammen. »Sorry, war nicht so gemeint«, murmelte ich, bückte mich zu Lisa herab, legte ihren Arm über meine Schultern und hievte das zarte Mädchen auf ihre Füße. »Wir können in unseren Wohnwagen.« Was können wie da? Kiffen? Einen Kaffee trinken? Unzucht treiben? Da fehlt irgendetwas.
Hier muss ich fragen, wie hättest du es geschrieben? Es geht quasi einfach nur darum, dass sie raus aus der Kälte kommen. Im Zelt ist es warm, aber da wollen sie halt nicht wieder rein. Nun, Wohnwagen mögen nicht sonderlich warm sein, aber wärmer als draußen allemal Very Happy
Einfach ein "gehen" angehängt?
Kann hier auch leider nicht sagen, ob's an meinem Dialekt liegt und das vielleicht daher rührt, dass ein "gehen" nicht dabei steht.

Chewi schrieb:
Sie ließ sich mehr schleifen, als sie selber lief, ich keuchte. ›Zur Hölle schwere Knochen.‹ zarte Gestalt und dann die schweren Knochen? Klar, auch eine zierliche Person lässt sich nicht gut durch Schnee schleifen, aber die schweren Knochen sind kein gutes Argument.
Ok.. ich versuch das mal zu erklären Very Happy
Ich schreibe aus Hannas Sicht, das ist zugegebenermaßen noch nicht ausgefeilt und ich schieß da auch gern mal wieder ins falsche Tor und werde (zu Recht) zurückgepfiffen, weil dann wieder der Erzähler statt Hanna durchkommt.
Hier würde ich es jetzt allerdings so sehen, das denkt Hanna, das muss nicht unbedingt stimmen, was sie denkt.
Aber ... stimmt schon, wenn ich überleg, ich müsst jetzt wen schweres Schleppen... vermutlich würd ich da eher zu einem, "Meine Fresse, wiegt aber auch!" tendieren^^
Ich werds mir überlegen Wink

Chewi schrieb:

Über den Campingplatz kam Sascha im Schnee strauchelnd auf uns zugeeilt. Würde sagen, er geht nicht im Schnee, sondern durch. Ist hier einfach die falsche Präposition. Seine Wangen waren vor Kälte gerötet.
Wie es da steht, stimmt. Um das zu sagen, was ich eigentlich meinte, müsst ich wohl "im Schneegestöber" schreiben Very Happy

Chewi schrieb:
Saschas Augen weiteten sich, als er ihren blutverschmierten Komma halbnackten Körper sah.
Danke! Smile (... da werden noch einige folgen  Rolling Eyes )

Chewi schrieb:
»David ist durchgedreht«, kam mir Irina zu Hilfe. »Hat ein paar Huren umgelegt und danach wahllos ins Publikum gefeuert« Erstmal ist das ziemlich schnodderig dahergesagt, für jemanden, der dabei war. Das klingt schon extrem distanziert, als würde ihr das kein bisschen nahe gehen. Dann ist "gefeuert" extrem missverständlich. Es geht um Messer, oder? Beim ersten Lesen, dachte ich an eine Pistole.
So sachlich, wie sie das sagte, hätte man meinen können, das wäre ihr Alltag.
Nun, genau deswegen hatt ich den Satz danach hinterher gepackt. Irina ist ein "bisschen" abgebrüht Wink
Mit dem "feuern", das hatte mir auch noch nicht ganz gefallen .. hätte es andererseits selbst so bezeichnet.
Und muss zugeben, ich lass den Leser ganz gerne mal im Halb-/Unwissen oder Irrglauben.

Chewi schrieb:
Sascha starrte sie einen Augenblick sprachlos an und rannte dann mit einem genuschelten »Ich geh mir das mal angucken« Richtung Zelt davon.
›Wenn du dir das antun musst.‹ So gleichgültig? Da sind Leute ermordet worden, die sie womöglich jahrelang kannte und sie empfindet nichts dabei?
Gleichgültigkeit - nicht jeder muss den Kopf bei sowas verlieren. Klar, die Wahrscheinlichkeit ist recht gering, wenn man sowas nicht schon mal erlebt hat... kann/sollt ich nochmal überdenken, auf der anderen Seite werden für die folgende Flucht verhältnismäßig kühle Köpfe gebraucht.
Dass Hanna die Leute nicht unbedingt kennt, müsst ich vielleicht noch mal verdeutlichen vorher. Deshalb ist auch nur von "Huren" o.ä. die Rede, keine Namen. Grund liegt weniger in der Größe vom Zirkus, mehr, dass da .. wie soll ich sagen... Barrieren bestehen, zwei Geschäfte, die zwar unter einem Dach stattfinden, aber nicht jede Nutte ist Artistin und umgekehrt.
Aber... ich wollts eigentlich an den Schluss packen, aber nun her damit Very Happy - denk, vielleicht siehst du ja auch anhand deiner Kommentare, dass das Grundgerüst vielleicht nicht schlecht, aber noch ein bisschen wackelig ist, wackelig genug, dass man bei einer kleine Änderung (z.B. Hanna bleibt nicht ruhig und gleichgültig), alles verworfen und darauf folgende quasi neu geschrieben werden kann. Ich hoffe, dass bei meinem zweiten Ansatz das Grundgerüst ein besseres ist, dann wird es hoffentlich weniger nicht nachvollziehbare Handlungen geben ^.~

Chewi schrieb:
»An deiner Stelle würde ich das nicht machen«, schrie Irina ihm nach. Angeblich waren sie und Sascha russische Geschwister, die in ihrer Heimat gesucht wurden. Aber wie viel man ihnen glauben konnte, war ich mir nie sicher. Finde das "war ich mir nie sicher" irgendwie falsch ausgedrückt. Glaube falsch ist es nicht direkt, aber schon eine sprachlich eher unschöne Formulierung. Wenn du die Satzglieder umdrehst, wird es runder: "Aber ich war mir nie sicher, wie viel man ihnen glauben konnte."
Schwer zu beschreiben, ich finde, es bekommt dadurch eine andere Aussage; das kann jetzt auch totaler Humbug sein Very Happy
Im Vergleich: wie du es schreiben würdest, hätte ich (im Vergleich) den Eindruck, dass sie mehr an den beiden zweifelt. Das hätt ich hier so gelassen, wird vermutlich generell noch häufiger kommen, das dürfte einfach mein Schreibstil sein ;D

Chewi schrieb:
Wir arbeiteten für einen Zirkus der etwas anderen Art. ›Wanderbordell trifft’s besser.‹ Viele junge Frauen, auch Minderjährige, mich eingeschlossen, viel nackte Haut und ein Lohn auf den man scheißen könnte, würde man dann nicht verhungern. Warum bleiben die da? Unten spricht sie an, dass sie ja nun was anderes machen kann, und wenn es nur Putzen ist. Was hielt sie bisher dort? Eine legale Arbeit zu finden, wird ja für sie nicht einfacher, nur weil man ihre Kollegen abgeschlachtet hat.
Ein guter Grund den anderen Anfang zu nehmen Very Happy
Man könnte versuchen was in der Art Sklaverei da reinzuwurschteln, aber so richtig Sinn würde es auch nicht machen, Hannas Tante müsste jederzeit da weg können mit Hanna (hier auch, warum hat sie Hanna in einem Bordell großgezogen? ... mein erster Ansatz ist nicht rund, ist mehr, wie ich es gern hätte, aber es passt halt nicht alles, dumm, ist aber so, und muss deswegen geändert werden, und eventuell eben drastisch Very Happy )

Chewi schrieb:
Irina reichte uns Jacken raus, dankbar schlüpfte ich hinein und warf Lisa ihre über. Hier ist ein Bezugsfehler: "uns Jacken raus" klingt nach irgendwelchen Jacken. Danach redest du von "Lisa ihre". Schreib doch gleich, dass sie "unsere Jacken raus" reicht. Wobei "raus" hier auch eher ein Wort ist, das in die schlampige Umgangssprache gehört. "heraus" wäre sprachlich korrekt und dass deine Protagonisten keine feine Dame ist, musst du nicht durch jeden sprachliche Schlamper verdeutlichen. Das schafft der Text auch ohne sehr gut.
Das stimmt, kann/sollte man machen Wink
Verzeih (mir persönlich, nicht dem Text Very Happy ) den ein oder anderen "Sprachschlampler" .... komm aus dem Pott, da wird sehr gern gekürzt, kommt vermutlich auch das "raus" statt heraus her Wink

Chewi schrieb:
»Thomas.« Sie hauchte es, aber ich hörte sie und erhielt schlagartig das Bild eines nach hinten wegkippenden jungen Mannes mit im Hals steckendem Wurfmesser vor Augen. Blut spritzte, ergoss sich, färbte den roten Manegeboden dunkler. Dunkler impliziert eine Steigerung von irgendwas. Du meinst, dass der Boden da ohnehin nicht allzu hell ist. Hier würde es reichen, wenn du "noch dunkler" schreibst.
Aber dann würd ich ja sogar ein Füllwort zusätzlich einbauen  scratch 
Ich hätts so gelassen^^

Chewi schrieb:
Ihr mit Perlen und Pailletten bestickter BH durchtränkt, der nackte Bauch rot glänzend und zu ihren Füßen eine sich vergrößernde Lache. Sie hatte glasige Augen. Die erste, die starb. Durchtränkt von was? Klar Blut, aber warum schreibst du es nicht? So ist der Satz unvollständig. Dieses "Sie hatte glasige Augen" ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach verschenkte Dramatik. Das hat in etwa die gleiche Wirkung wie: "Rauchen kann tödlich sein" auf Zigarettenschachteln - nämlich gar keine. "Ihre Augen glasig und leer - (erloschen,) die erste, die starb." Selbst wenn man das "erloschen" weglässt, ist das exakt die gleiche Information, nur wesentlich schöner und zum Stil passend rübergebracht.
Das mit der Leere ist eigentlich eine schöne Idee =)
Blut ist eines der dummen Wörter, die sich schlecht "umgangssprachlich" durch andere ersetzen lassen... Lebenssaft, rote Flüssigkeit ... weeeiß ja nicht Very Happy
Ich wollte Blut nicht zu oft in wenigen Sätzen aufeinander folgen lassen Wink

Chewi schrieb:
»Er war sehr tapfer.« Meine Hand legte sich mitfühlend auf ihre Schulter.
Die zweite Hure hatte David ebenfalls im Hals erwischt. Die dritte im Handgelenk. Im Hals? Wie hat er das gemacht? Mund auf und ihr das Messer in den Schlund gerammt? Und wie erst hat er das im Handgelenk angestellt? ugly "Am" wäre hier die korrekte Präposition. Im Übrigen kann ich mir nicht gut vorstellen, wie das mit dem Messer am Handgelenk funktionieren soll. Klar, du willst, dass er ihr die Pulsadern aufschlitzt, aber bevor man daran verblutet, vergeht etwas Zeit. Was könnt man da nicht alles machen, denn das Messer wirkt in der Schlagader erstmal so wie ein Stöpsel. Es blutet, aber da kann man ganz entspannt einen Druckverband anlegen, den Arm hochlagern, sich zum Arzt durchgraben ... Irgendwann mag diese Verletzung tödlich sein, aber nicht sofort.
im/am Hals... eigentlich hast du ja Recht, ich find nur, wenn ich "am" lese, habe ich keine tödliche Verletzung vor Augen, sondern einfach nur nen (kleinen) Schnitt.
Das mit dem Handgelenk, aus dem Kontext, richtig, missverständlich, weil vorher von sterben die Rede ist. Die mit den getroffenen Handgelenk ist erstmal nur Opfer und müsste sich zumindest noch nach draußen retten können, aus dem Kontext missverständlich, richtig Wink
Achja... vielleicht wollt die eine Hure gerade schreien und er ist aber so ein perfekter Messerwerfer, da hat ers Messer ihr in den Rachen gepfeffert Very Happy Very Happy Very Happy
(Ironie, jetzt bitte nicht falsch verstehen Wink )

Chewi schrieb:
Doch ich sah Thomas den Säbel aus der Hand fliegen, Ich weiß, was du damit sagen willst, aber ... meine Deutschlehrerin hätte mir für diese Formulierung getötet. Das "doch" brauchst du übrigens hier nicht. Es erfüllt keinerlei tieferen Sinn. "Ich sah (vor meinem inneren Auge), wie Tomas der Säbel aus der Hand fiel." Fliegen ist hier wieder sehr schnodderig, abgebrüht, emotionslos, umgangssprachlich ... falsch. Ich würde es ersetzen. seinen Körper nach hinten fallen, als würde er gleich zu einem Flipflop ansetzen. Ich kenne dieses Ding als Flickflack. Kann man auch Flipflop sagen? Okay, das ist Leichtathletik - davon hab ich keine Ahnung, sollte nur mal angesprochen haben.
aus der Hand fallen würde vielleicht besser passen, aber das kommt ja direkt drauf schon, ich denk mal drüber nach Wink
das "doch", ich find, es passt gut als Bindeglied, Übergang zwischen Jetzt und War
Uuups...  Embarassed äääh... Flickflack, definitiv... bin mir nicht sicher, ob man das auch Flipflop nennen kann, vielleicht umgangssprachlich, irgendwie muss ich ja drauf gekommen sein? o.ö

Chewi schrieb:
Sah die Szene hundert Mal, spürte die Kälte durch meine Knochen kriechen. Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich tief in ihrem Inneren fühlen musste … Glaube, das "tief in ihrem Innereren" kannst du dir hier sparen. Denke nicht, dass man bei Lisa tief graben muss, um ihren Schock über das Gesehene zu erkennen.
xD mit genau dem Satz hab ich schon mal gekämpft. Find nur, ohne diesen Zusatz, wirkt der Satz sinnlos, weil klar ist, wie Lisa sich fühlt/fühlen muss. Es ist, klar ein Schock für sie, für alle sichtbar, aber wie es so richtig in ihrem tiefsten Inneren aussieht, was da vielleicht für eine "Wunde" o.ä. entstanden sein mag, was für ein Trauma, das dürfte vermutlich weniger ersichtlich sein und zeigt sich erst dann, wenn der "äußere" Schock verflogen ist, aber eben diese tiefen Wunden bleiben

Chewi schrieb:
Einen guten Freund, Fecht- oder Manegepartner, mit dem man so lange Säbeltanz trainiert hatte, dass man sich selbst bei gefährlichen Aktionen auf ihn verlassen konnte, eine andere. ›Und genau das war er für sie. Vielleicht sogar mehr.‹ Scheiß Grammatik, ich weiß: "Säbeltanz trainiert hatte, sodass man sich ..." Dann finde ich die Formulierung für einen Artisten seltsam. Natürlich muss und kann ich mich auf einen Partner in der Show verlassen! Das ist zwingend und nichts, was mal wichtig wäre und mal eben nicht. Und gerade, wenn man mit Waffen arbeitet, ist das gegenseitige Vertrauen IMMER wichtig - nicht nur bei den besonders schweren Stunts.
Übrigens ist hier die Formulierung "irgendein Artist" schon ziemlich abgebrüht. Jeden Artisten zu verlieren, dürfte für das Team hart sein - nicht nur, wenns der Geliebte ist. Das hier klingt eher so, als ob ... "Och, die Woche noch keiner bei den Proben verreckt? Nuja, auch okay." Das sind Menschen! Keine Schachfiguren!
Grammatikalisch mag's richtig sein (bin da nicht so "fest"), aber das so steht direkt im Nebensatz vorher, da hau ich's ungern ein zweites mal rein. Da nehme ich mir ein bisschen künstlerische Freiheit raus Very Happy
Glaubl, ich versteh dich vielleicht nicht ganz (vielleicht werd ich auch langsam zu müde? o.o). Es geht hier um den Unterschied, dass aus der Sicht eines Artisten nicht alle anderen "gleichwertig" sein werden. Es wird einen so oder so treffen, wenn einer verreckt, aber es macht denk ich einen Unterschied, ob's nun der Manegepartner war, mit dem man gefährliche Stunts hinlegt, oder der, den man gar nur von kurzen Plauscherein kennt, der die Elefanten dressiert, oder den man vielleicht gar nicht mal leiden kann,müsen ja nicht immer alle gleich Freund sein Wink
Irgendeinen -> einen? (Vorschlag)?

Chewi schrieb:
Mein Kopf schüttelte sich von selbst, die Gedanken abzuwerfen wie Ballast, der einen langsam und träge macht. Es half nichts. Ich sah Lisas Säbelhieb. Spritzendes Blut, das zum Zeitstillstand in abertausenden Tropfen in der Schwebe erstarrte. Sie sieht den Säbelhieb ja nicht, sondern erinnert sich nur daran. Oder holt Lisa nochmal aus, um jemanden den Schädel zu spalten? Dann das Blut zum Zeitstillstand ... ist grammatisch falsch. Pfui, immer dieser Grammatik! Kann der nicht woanders spielen gehen? Und wenn du die Zeit nicht wirklich anhalten willst, dann würde ich ein "wie im Zeitstillstand" draus machen. (zum ist hier ebenfalls die falsche Präposition)
Ich halt in dem Augenblick die Zeit an, das passt schon Wink
Hab aber bezüglich Grammatik mal eine Frage: stört es dich persönlich beim Lesen, unabhängig davon, ob das nun falsch oder richtig ist?

Chewi schrieb:

Ob Lisa es jemals verkraften würde? ›Sie muss.‹ Auf Klo gehen und sterben muss sie! Wie kommt sie als Außenstehender auf müssen? Wenn Lisa da zusammenbrechen und sterben will, ist das ihre Entscheidung.
Klar wäre es ihre, aber es ist eben aus Hannas Sicht, sie würde das so in dem Augenblick nicht akzeptieren wollen Wink

Chewi schrieb:
Ich wollte ihr noch etwas Tröstendes sagen, aber meine Lippen waren plötzlich taub wie ein Arm, auf dem man nachts zu lange gelegen hatte. Hm, ich find den Vergleich jetzt nicht so wirklich gelungen ... "Taub wie meine schneestarren Hände" oder so, wäre näher an der Situation und außerdem ein schönerer Vergleich.
auch ne Idee Wink

Chewi schrieb:
Lisa stopfte sich Schnee in den Mund und spuckte ihn wieder aus. Mehrmals, bis ihr die Zähne klapperten. Sie griff sich noch eine Hand voll, wischte damit um ihren Mund. Herum. Andernfalls ist der Satz leider unvollständig.
In der Hinsicht hasse ich Grammatik wirklich, ich find, es passt einfach nicht zum Klang :/

Chewi schrieb:
»Glaub, es geht jetzt.« Ihre Stimme klang dünn.
»Gut, lass uns reingehen.«
Ich hielt ihr die Tür offen und half ihr beim Durchgehen.
Würde "durchgehen" durch "eintreten" übersetzen. Klingt sauberer. Und warum dann ist es ja nett, dass sie ihr an der Tür hilft ... und die verdammte, steile Wackeltreppe darf sie wohl allein hochkraxeln, wa! ugly
An die hab ich ehrlich gesagt nicht gedacht Very Happy
Eintreten klingt besser Smile

Chewi schrieb:
Ähm, hm.
Grammatik ist ein Scheißkerl!
Tut mir ehrlich leid, dass ich dir jetzt irgendwie jeden zweiten Satz auseinander genommen habe. Das wirkt jetzt alles so, als ob ich deinen Text total ... naja, nicht besonders gut finden würde.
Das stimmt allerdings nicht.
Ich mag die Idee, ich mag das Setting und wie schon gesagt, dein Stil ist sehr passend hierfür.
Dennoch muss ich sagen, dass du mit dem Hochdeutschen irgendwie so ein bisschen auf Kriegsfuß zu stehen scheinst und das lässt einen in sich durchaus interessanten Geschichtseinstieg leider nach "nur so dahingeschlurt" aussehen - was wirklich echt schade ist. Vor allem brauchst du diese schludrige Sprache nicht, um deine Botschaft und Hannas Charakter rüberzubringen. Das schaffst du auch so sehr gut.
Danke =)
Das mit der Sprache, habs grad nicht im Kopf, müsst gucken, wies im zweiten Anfang aussieht, vielleicht war ich da nicht ganz so radikal.
Du kannst mir gerne auch jeden Satz auseinander nehmen, nur - oh man, bitte versteh das jetzt nicht falsch! - ich sehe einen Kommentar immer als Anregung, sei es ein Gedanke, eine Grammatik-Korrektur, was auch immer, was so viel heißt, es ist meine Freiheit, was ich daraus mache, änder, umbau etc, es ist schließlich mein Text und möchte ihn auch immer so nennen können mögen Smile . Ich bin Kritik aber grundsätzlich offen gegenüber!
Aber (oh nee, schon wieder aber....mir fallen aber auch gleich die Augen zu o.O) ... was du vielleicht auch schon gemerkt hast.. und was ich schon mal zwischendrin hab fallen lassen... es kommen z.T. hier recht viele Fragen, die oft nur recht kompliziert und wackelig erklärt werden können, würd sagen, der Hauptgrund, weshalb ich mit einem zweiten Anfang gestartet habe. Es nimmt Hanna vor allem eben auch ihre Besonderheiten und stellt sie als normal dar, was mir sehr willkommen ist.
Wenn du so ein Meister im Aufspüren von Logikfehlern bist, sei mir herzlich willkommen, es gibt glaub keine Fehler, die ich mehr hasse Very Happy

Chewi schrieb:
Dann noch eine letzte Anmerkung zu deinen Charakteren:
Ich vermute mal, du willst ihnen Härte und Abgebrühtheit verleihen. Ja, das schaffst du, aber du schießt nach meinem Gefühl übers Ziel hinaus. Die wirken auch mich nämlich extrem gefühlskalt, emotional tot. Die Stimmung ist nicht "Oh mein Gott, er hat meine Kollegen getötet!" sondern eher so: "Hm, Kollegen? Macht nix. Im Ostblock gibts noch mehr von denen. Holen wir uns halt neue."
Alles klar; wer fährt?  pirat 

Chewi schrieb:

Das waren Leute, die sie kannten, mit denen sie möglicherweise jeden Tag zusammenarbeiten! Und diese Leute degradierst du zu Schlachtvieh. Das haben die einfach nicht verdient! Und zusätzlich stellt diese Gefühlskälte deinen Hauptfiguren(?) ein desaströses Armmutszeugnis aus.
Dann hab ich wohl übers Ziel hinaus geschossen Wink
Will mich jetzt nicht tausend mal wiederholen, guter Grund, für nen anderen Anfang ^.~

Chewi schrieb:

Trotz allem Genörgel und aller Besserwisserei hoffe ich, dir deinen Text jetzt nicht total versaut zu haben.
Nee, den kann nur ich versauen Very Happy
Aber hat doch prima noch mal Druck auf das wackelige Gerüst gegeben Very Happy
Auch, wenn das jetzt wahrscheinlich nicht deine Absicht war, auf jeden Fall vielen Dank nochmal für deinen langen Kommi!, es hat mich nur bestärkt zum anderen Anfang zu wechseln, einfach, allein schon dieses Grundgerüst nochmal versuchen zu stabilisieren, ohne, dass dabei ne fette Vorgeschichte draus wird o.ä.... neeeee Very Happy
Ich hatte allerdings überlegt z.B. Irina alleine da rauszupicken, evtl. mit Sascha, und die noch mal in ne ganz andere Geschichte zu stecken. Aber bis dahin ... muss einfach Zeit sein, ich kann Monster glaub nicht so gut parallel vernünftig bearbeiten.

Vielen, vielen Dank für deinen Kommi nochmal; es tut mir wirklich Leid, wenn du nun das Gefühl hast, du hättest ihn vergebens geschrieben, nun, ganz so eng würd ichs auch nicht sehen Wink
Und bitte, verzeih mir, wenn ich im Augenblick nicht wirklich viel hier kommentier oder schreib, ich hab gerade leider wirklich noch zu tun für die Uni, glaub mir, ich würde lieber schreiben  Shocked 

Liebe Grüße
Krayt

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   11.02.14 20:02

Hallo ihr Beiden Hallo Chewi!

Ruhig Blut! Chewi!

Bisher war es hier so familiär, dass jeder wirklich alles gelesen hat, deshalb ist es meine Schuld, dass ich da noch nicht Alte Kapitel, Alte Kommis eingerichtet habe, weil das bisher kaum nötig war. Also Axt bitte in meine Richtung!

Und bisher hat Krayt immer ausführlicher geantwortet, wie du am Thread hier siehst und das wäre sicher auch noch gekommen, sie hatte nur gerade keine Zeit, wollte dir aber schonmal die Rückmeldung geben, dass das hier alt ist.

Also Messer wieder einpacken und Gemüse essen, hier ists ein bisschen anders, wie bei Literatopia, wo man dann nie wieder was voneinander hört und es auch kein Gegen-Kommi gibt!



Ich richte das jetzt ein und du freust dich erstmal eine Runde über deinen ersten Kommi!

Liebe Grüße! Wolfi
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   11.02.14 19:33

Edit: Dritter Verusch ...
Die Chewi hat sich wieder eingekrigt.

Nachdem die Pfote den Vermittler und Erklärbär gestellt hat, sind mir zumindest ein, zwei Dinge klar, die ich vorher in den falschen Hals bekommen habe. (Obwohl ich es noch immer nicht schlecht finden würde, wenn bei veralteten Texten auch drüber steht, dass sie veraltet sind.)


Liebe Grüße,
Chewi

P.S.
Wenn du meine unedierte Antwort schon gelesen haben solltest, vergiss sie. Wie gesagt, Pfote hat für mich noch ein paar Dinge klargestellt, die ich einfach nicht wusste.


Zuletzt von Chewi am 11.02.14 21:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   11.02.14 7:17


Hey Chewi,

vielen Dank für deinen Kommi und deine Arbeit!

Jetzt will ich dir nicht auf die Füße treten, ABER ... das ist Anfang 1. Ich arbeite derzeit an einem anderen, der mir im Augenblick auch viel besser passt. Hanna /Aenn fügt sich somit viel besser in ihre Umgebung von Anfang an ein, ihre "Besonderheiten" sind hier normal und stechen nicht mehr raus, hilft, einen "normaleren" Charakter zu haben. Sie hat zwar immer noch eine Besonderheit, aber selbst die sollte hier nicht mehr so stark auffallen.
Somit werde ich den ersten Anfang im Augenblick eventuell nicht/nicht wirklich überarbeiten und mich vor allem auf den zweiten konzentrieren. Was nicht heißt, dass du den ersten nicht "zum Spaß" lesen kannst, oder Kommis schreiben, aber sei dir bewusst, dass sie eventuell in der Hinsicht nicht mehr in Betracht kommen, da ich mit sehr wahrscheinlich mit dem zweiten Anfang beginnen werde.
Hier muss ich aber auch noch kurz - ulala, Zeit wird knapp o.O, muss weg Very Happy - anmerken, dass ich da halt bisher nur einen kleinen Teil habe, und da auch noch ein paar sehr dicke Patzer, die ich im Augenblick am Überarbeiten bin.. braucht aber bisschen Zeit, hab nächste Woche noch Prüfung und Abgabe einer umfangreicheren Arbeit... und muss meine ganzen Notizen aufräumen, find grad so wenig wieder Very Happy (und brauch die für die Überarbeitung was von den Notizen)

Liebe Grüße
Krayt

Aber nicht, dass du das jetzt falsch verstehst, du darfst gerne alles auseinanderfetzen Very Happy
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   10.02.14 23:42

Sodann habe ich beschlossen, dass ich nun anfange, indem ich hier etwas kommentiere, das weder Pfote noch Xhex verbroch..., äh, geschrieben haben.
Dann also mal los:

Als allererstes:
Viele schreiben hier, dass sie auf Rechtschreib- und Kommafehler nicht aufmerksam gemacht werden wollen. Keine Ahnung, ob du dich auch die diese Reihen einordnest. Falls ja - es ist mir schnurz. Ich streiche solche Fehler nämlich an, auch wenn es dem Autor nicht passt. Denn: aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man selbst beim hundertsten Lesen noch Fehler findet und ich bin als Autor immer froh, wenn mir andere Leute helfen, diese Fehler zu finden. Man selbst findet nie alle - dazu kennt man einfach seinen Text zu gut und überliest diese Fehler deswegen. Außerdem belaufen sich gerade Dinge wie Kommata- oder Grammatikfehler oft auch auf Unwissenheit der deutschen Grammatikregeln. Das ist nix schlimmes und ich selbst bin weit davon entfernt jede Regel zu kennen, und genau deswegen bin ich immer froh, wenn mich andere auf diese Art von Fehler aufmerksam machen.

Erster Eindruck:
Interessant geschrieben, der Stil fängt gut die Stimmung ein und verdeutlicht die Hektik der Situation. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die liebe und leider notwendige Grammatik zugunsten deines Stils zurückstecken muss und das ... ist nicht so schön.
Ich persönlich finde den Stil etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings nicht schlecht. Wie gesagt: es passt zur Situation.
Dann sind mir recht viele Formulierungsfehler aufgefallen, die ich so ein bisschen auf irgendeinen Dialekt schiebe. Man weiß als Leser zwar, was gemeint ist, Hochdeutsch ist es leider trotzdem nicht. Das Ganze erweckt dann leider den Eindruck von Schlamperei.
Ich habe jetzt auch nur erstmal die ersten zwei Teile des ersten Kapitels durchgelesen. Zu Logikfehlern (die ich normalerweise mit Vorliebe finde) kann ich nach dem ersten Lesen nicht viel sagen - das heißt, erstmal fallen mir keine schwerwiegenderen Fehler auf. Wäre schön, wenn das beim zweiten Lesen so bleibt Wink

Die Arbeit am Text:


Der Tod war immer ein böses Omen. Meist trat er einem nie zu nahe, Widerspruch: meist schließt nie definitiv aus. "Nicht" wäre hier besser. blieb Fantasie in Büchern oder kaltlassende Neuigkeiten aus den Nachrichten. Ansonsten schöber Satz - gefällt mir! Jeder Familienangehörige konnte nur einmal sterben. Wenn man keine hatte, keinmal.
Ich lebte am Existenzminimum, somit musste mir keiner sagen, was der Tod war, dass ich ihm immer schon sehr nahe stand; Ich weiß, was du damit sagen willst, finde es aber unglücklich formuliert und leicht verwirrend. Da fehlt irgendwte etwas: "... , denn es schien so, dass ich ihm immer schon sehr nahe stand", würde den Textholperer ausbügeln. aber wie plötzlich es gehen kann, wie wertvoll jede Sekunde ist, die man lebt, nimmt man erst wahr, wenn man es live vor Augen geführt bekommt.
Mit einem plötzlichen Tod des Helden endeten Bücher, von denen man dann unbefriedigt war, weil es zu schnell gegangen war, Zwei Mal war, es ist nichts gravierendes, doch in diesem kurzen Abstand ist es mir aufgefallen. Würde sagen, eines der beiden "wars" kann man jedoch einfach gegen eine schönere Formulierung austauschen. weil man einen größeren Abspann erwartet hatte.
Wie umfangreich Thomas‘ Abspann werden würde…
Meine Augen trafen in der Ferne Lisas. Bei Lisas fehlt etwas. Klar ist, dass du Lisas Augen meinst. "... trafen in der Ferne die von Lisa" würde ich flüssiger lesen.  Ein entsetzter Blick. Fassungslosigkeit. Vorwürfe.
Um mich herum Geschrei, überall rannten Leute, der Ausgang war mehr als verstopft.
›Hoffentlich sterben nicht noch mehr…‹
Der Direktor schubste mich gegen die Zeltwand, als er an mir vorbeistürmte. Dachte, es ist irre eng und verstopft da, wie kann der Rektor dann an sie vorbei stürmen? Kann er durch Menschen gehen? Vor allem: Es ist ein Zirkuszelt! Warum wollen die alle zum Ausgang? Warum krauchen die Leute nicht unter den Zeltwänden hindurch?
Plötzlich stand Irina vor mir, eine zitternde Lisa an der Hand. Wortlos packte sie mich und manövrierte uns Richtung Artistenausgang. Da ist es etwa nicht verstopft? Kann mir nicht vorstellen, dass es eine panische Meute interessiert, wenn da ein Schild "nur für Personal" dran hängt.
Draußen atmete sie ein paar Mal schnell tief durch, fingerte aus ihrem Dekolleté eine Kippe und zündete sie an. Sie sog so lange, dass ich dachte Komma sie würde sie in einem Zug wegrauchen. Bei "Sie sog so lange, dass ..." Fehlt mir ein Bezug. Klar, dass du die Kippe meinst, aber so klingt es ... unvollkommen, unvollständig. "Sie sog so lange daran, dass ..." käme besser. Ihre Augen starrten in die Ferne.
Lisa ging zu Boden, heulte, schluchzte, zitterte.
»Scheiße«, murmelte ich.
Mein Blick glitt hinauf zum hellen Nachthimmel. Also ich weiß, was du meinst. An sich ist der Nachthimmel jedoch nicht hell, ansonsten wäre es ja kein Nachthimmel. Ich würde einen wolkenverhangenen oder wolkenschweren Nachthimmel draus machen. Dicke Schneeflocken tanzten. So leicht und unbeschwert. ›Haben keine Ahnung vom Leben‹. Ich kann mir nicht helfen, aber deine Beschreibung klingt sehr lebendig und Hannas Gedanken sind da wenig glaubhaft. Wie kommt sie bei einem so bewegten und leichten Bild auf das "keine Ahnung vom Leben"?
Aus dem Augenwinkel erhaschte ich einen Blick auf Mitica, der aus dem Zelteingang lugte und dann fröstelnd näher kam. Massen, die den Zelteingang verstopfen und er lugt da raus und sagt "kommt rein"?
»Kommt rein, ihr erfriert sonst noch.« Sein Gesicht war bleich.
»Du würdest da selbst nicht wieder reingehen«, blaffte ich ihn an. Er zuckte zusammen. »Sorry, war nicht so gemeint«, murmelte ich, bückte mich zu Lisa herab, legte ihren Arm über meine Schultern und hievte das zarte Mädchen auf ihre Füße. »Wir können in unseren Wohnwagen.« Was können wie da? Kiffen? Einen Kaffee trinken? Unzucht treiben? Da fehlt irgendetwas.
Sie ließ sich mehr schleifen, als sie selber lief, ich keuchte. ›Zur Hölle schwere Knochen.‹ zarte Gestalt und dann die schweren Knochen? Klar, auch eine zierliche Person lässt sich nicht gut durch Schnee schleifen, aber die schweren Knochen sind kein gutes Argument.
Über den Campingplatz kam Sascha im Schnee strauchelnd auf uns zugeeilt. Würde sagen, er geht nicht im Schnee, sondern durch. Ist hier einfach die falsche Präposition. Seine Wangen waren vor Kälte gerötet.
»Wa-Was ist denn passiert? Ich hab‘ nur plötzlich Schreie gehört-«
»Lass uns erstmal reingehen.« Ich zog Lisa weiter.
Saschas Augen weiteten sich, als er ihren blutverschmierten Komma halbnackten Körper sah.
»Ach du meine Scheiße…«
»Sie ist nicht verletzt.«
»David ist durchgedreht«, kam mir Irina zu Hilfe. »Hat ein paar Huren umgelegt und danach wahllos ins Publikum gefeuert« Erstmal ist das ziemlich schnodderig dahergesagt, für jemanden, der dabei war. Das klingt schon extrem distanziert, als würde ihr das kein bisschen nahe gehen. Dann ist "gefeuert" extrem missverständlich. Es geht um Messer, oder? Beim ersten Lesen, dachte ich an eine Pistole.
So sachlich, wie sie das sagte, hätte man meinen können, das wäre ihr Alltag.
Sascha starrte sie einen Augenblick sprachlos an und rannte dann mit einem genuschelten »Ich geh mir das mal angucken« Richtung Zelt davon.
›Wenn du dir das antun musst.‹ So gleichgültig? Da sind Leute ermordet worden, die sie womöglich jahrelang kannte und sie empfindet nichts dabei?
»An deiner Stelle würde ich das nicht machen«, schrie Irina ihm nach. Angeblich waren sie und Sascha russische Geschwister, die in ihrer Heimat gesucht wurden. Aber wie viel man ihnen glauben konnte, war ich mir nie sicher. Finde das "war ich mir nie sicher" irgendwie falsch ausgedrückt. Glaube falsch ist es nicht direkt, aber schon eine sprachlich eher unschöne Formulierung. Wenn du die Satzglieder umdrehst, wird es runder: "Aber ich war mir nie sicher, wie viel man ihnen glauben konnte."
Wir arbeiteten für einen Zirkus der etwas anderen Art. ›Wanderbordell trifft’s besser.‹ Viele junge Frauen, auch Minderjährige, mich eingeschlossen, viel nackte Haut und ein Lohn auf den man scheißen könnte, würde man dann nicht verhungern. Warum bleiben die da? Unten spricht sie an, dass sie ja nun was anderes machen kann, und wenn es nur Putzen ist. Was hielt sie bisher dort? Eine legale Arbeit zu finden, wird ja für sie nicht einfacher, nur weil man ihre Kollegen abgeschlachtet hat. Ob David das viele Gekicher verschworener Nutten zum Austicken gebracht hatte?
Meine Finger zitterten, bekamen den Schlüssel kaum zu fassen. Ich stieß mehrfach neben das Loch, ehe Mitica ihn mir aus der Hand nahm. Seine Hand zitterte nicht weniger, aber wenigstens bekam er das ausgenudelte Schloss geöffnet.
Lisa krümmte sich, ging in die Knie. Hinter mir huschten Irina und Mitica in den warmen Wohnwagen. ›Wenn man denn von warm reden kann.‹
Ich versuchte Lisa wieder auf die Beine zu ziehen, als sie sich in den Schnee erbrach.
Irina reichte uns Jacken raus, dankbar schlüpfte ich hinein und warf Lisa ihre über. Hier ist ein Bezugsfehler: "uns Jacken raus" klingt nach irgendwelchen Jacken. Danach redest du von "Lisa ihre". Schreib doch gleich, dass sie "unsere Jacken raus" reicht. Wobei "raus" hier auch eher ein Wort ist, das in die schlampige Umgangssprache gehört. "heraus" wäre sprachlich korrekt und dass deine Protagonisten keine feine Dame ist, musst du nicht durch jeden sprachliche Schlamper verdeutlichen. Das schafft der Text auch ohne sehr gut. »Thomas.« Sie hauchte es, aber ich hörte sie und erhielt schlagartig das Bild eines nach hinten wegkippenden jungen Mannes mit im Hals steckendem Wurfmesser vor Augen. Blut spritzte, ergoss sich, färbte den roten Manegeboden dunkler. Dunkler impliziert eine Steigerung von irgendwas. Du meinst, dass der Boden da ohnehin nicht allzu hell ist. Hier würde es reichen, wenn du "noch dunkler" schreibst. Eine dünne junge Frau Komma ihm gegenüber an ein senkrechtes Holzbrett genagelt. Ihr mit Perlen und Pailletten bestickter BH durchtränkt, der nackte Bauch rot glänzend und zu ihren Füßen eine sich vergrößernde Lache. Sie hatte glasige Augen. Die erste, die starb. Durchtränkt von was? Klar Blut, aber warum schreibst du es nicht? So ist der Satz unvollständig. Dieses "Sie hatte glasige Augen" ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach verschenkte Dramatik. Das hat in etwa die gleiche Wirkung wie: "Rauchen kann tödlich sein" auf Zigarettenschachteln - nämlich gar keine. "Ihre Augen glasig und leer - (erloschen,) die erste, die starb." Selbst wenn man das "erloschen" weglässt, ist das exakt die gleiche Information, nur wesentlich schöner und zum Stil passend rübergebracht.
»Er war sehr tapfer.« Meine Hand legte sich mitfühlend auf ihre Schulter.
Die zweite Hure hatte David ebenfalls im Hals erwischt. Die dritte im Handgelenk. Im Hals? Wie hat er das gemacht? Mund auf und ihr das Messer in den Schlund gerammt? Und wie erst hat er das im Handgelenk angestellt? ugly
"Am" wäre hier die korrekte Präposition. Im Übrigen kann ich mir nicht gut vorstellen, wie das mit dem Messer am Handgelenk funktionieren soll. Klar, du willst, dass er ihr die Pulsadern aufschlitzt, aber bevor man daran verblutet, vergeht etwas Zeit. Was könnt man da nicht alles machen, denn das Messer wirkt in der Schlagader erstmal so wie ein Stöpsel. Es blutet, aber da kann man ganz entspannt einen Druckverband anlegen, den Arm hochlagern, sich zum Arzt durchgraben ... Irgendwann mag diese Verletzung tödlich sein, aber nicht sofort.
Dann fing er, an seine Messer ins Publikum zu werfen. Thomas rannte, um ihn zu stoppen Leerzeichen … und erhielt den Tod dafür.
Lisa krampfte sich zusammen und heulte bitterlich.
Meine Hand massierte ihren Rücken durch die Jacke hindurch, so gut als möglich. Doch ich sah Thomas den Säbel aus der Hand fliegen, Ich weiß, was du damit sagen willst, aber ... meine Deutschlehrerin hätte mir für diese Formulierung getötet. Das "doch" brauchst du übrigens hier nicht. Es erfüllt keinerlei tieferen Sinn. "Ich sah (vor meinem inneren Auge), wie Tomas der Säbel aus der Hand fiel." Fliegen ist hier wieder sehr schnodderig, abgebrüht, emotionslos, umgangssprachlich ... falsch. Ich würde es ersetzen. seinen Körper nach hinten fallen, als würde er gleich zu einem Flipflop ansetzen. Ich kenne dieses Ding als Flickflack. Kann man auch Flipflop sagen? Okay, das ist Leichtathletik - davon hab ich keine Ahnung, sollte nur mal angesprochen haben. Sah die Szene hundert Mal, spürte die Kälte durch meine Knochen kriechen. Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich tief in ihrem Inneren fühlen musste … Glaube, das "tief in ihrem Innereren" kannst du dir hier sparen. Denke nicht, dass man bei Lisa tief graben muss, um ihren Schock über das Gesehene zu erkennen.
Fast schossen mir die Tränen in die Augen, ich kämpfte sie nieder. Ob es Lisa helfen würde, wenn ich mit ihr weinte? Ich wusste es nicht. Irgendeinen Artisten zu verlieren Komma war eine Sache. Einen guten Freund, Fecht- oder Manegepartner, mit dem man so lange Säbeltanz trainiert hatte, dass man sich selbst bei gefährlichen Aktionen auf ihn verlassen konnte, eine andere. ›Und genau das war er für sie. Vielleicht sogar mehr.‹ Scheiß Grammatik, ich weiß: "Säbeltanz trainiert hatte, sodass man sich ..." Dann finde ich die Formulierung für einen Artisten seltsam. Natürlich muss und kann ich mich auf einen Partner in der Show verlassen! Das ist zwingend und nichts, was mal wichtig wäre und mal eben nicht. Und gerade, wenn man mit Waffen arbeitet, ist das gegenseitige Vertrauen IMMER wichtig - nicht nur bei den besonders schweren Stunts.
Übrigens ist hier die Formulierung "irgendein Artist" schon ziemlich abgebrüht. Jeden Artisten zu verlieren, dürfte für das Team hart sein - nicht nur, wenns der Geliebte ist. Das hier klingt eher so, als ob ... "Och, die Woche noch keiner bei den Proben verreckt? Nuja, auch okay." Das sind Menschen! Keine Schachfiguren!
Mein Kopf schüttelte sich von selbst, die Gedanken abzuwerfen wie Ballast, der einen langsam und träge macht. Es half nichts. Ich sah Lisas Säbelhieb. Spritzendes Blut, das zum Zeitstillstand in abertausenden Tropfen in der Schwebe erstarrte. Sie sieht den Säbelhieb ja nicht, sondern erinnert sich nur daran. Oder holt Lisa nochmal aus, um jemanden den Schädel zu spalten? Dann das Blut zum Zeitstillstand ... ist grammatisch falsch. Pfui, immer dieser Grammatik! Kann der nicht woanders spielen gehen? Und wenn du die Zeit nicht wirklich anhalten willst, dann würde ich ein "wie im Zeitstillstand" draus machen. (zum ist hier ebenfalls die falsche Präposition)
Ob Lisa es jemals verkraften würde? ›Sie muss.‹ Auf Klo gehen und sterben muss sie! Wie kommt sie als Außenstehender auf müssen? Wenn Lisa da zusammenbrechen und sterben will, ist das ihre Entscheidung.
Ich wollte ihr noch etwas Tröstendes sagen, aber meine Lippen waren plötzlich taub wie ein Arm, auf dem man nachts zu lange gelegen hatte. Hm, ich find den Vergleich jetzt nicht so wirklich gelungen ... "Taub wie meine schneestarren Hände" oder so, wäre näher an der Situation und außerdem ein schönerer Vergleich.
Lisa stopfte sich Schnee in den Mund und spuckte ihn wieder aus. Mehrmals, bis ihr die Zähne klapperten. Sie griff sich noch eine Hand voll, wischte damit um ihren Mund. Herum. Andernfalls ist der Satz leider unvollständig.
»Glaub, es geht jetzt.« Ihre Stimme klang dünn.
»Gut, lass uns reingehen.«
Ich hielt ihr die Tür offen und half ihr beim Durchgehen.
Würde "durchgehen" durch "eintreten" übersetzen. Klingt sauberer. Und warum dann ist es ja nett, dass sie ihr an der Tür hilft ... und die verdammte, steile Wackeltreppe darf sie wohl allein hochkraxeln, wa! ugly

Okay, an dieser Stelle mach ich erstmal Pause. Der Kommentar wird mir sonst zu lang und ich muss ja auch irgendwann in meine Furzmolle.

Ähm, hm.
Grammatik ist ein Scheißkerl!
Tut mir ehrlich leid, dass ich dir jetzt irgendwie jeden zweiten Satz auseinander genommen habe. Das wirkt jetzt alles so, als ob ich deinen Text total ... naja, nicht besonders gut finden würde.
Das stimmt allerdings nicht.
Ich mag die Idee, ich mag das Setting und wie schon gesagt, dein Stil ist sehr passend hierfür.
Dennoch muss ich sagen, dass du mit dem Hochdeutschen irgendwie so ein bisschen auf Kriegsfuß zu stehen scheinst und das lässt einen in sich durchaus interessanten Geschichtseinstieg leider nach "nur so dahingeschlurt" aussehen - was wirklich echt schade ist. Vor allem brauchst du diese schludrige Sprache nicht, um deine Botschaft und Hannas Charakter rüberzubringen. Das schaffst du auch so sehr gut.

Dann noch eine letzte Anmerkung zu deinen Charakteren:
Ich vermute mal, du willst ihnen Härte und Abgebrühtheit verleihen. Ja, das schaffst du, aber du schießt nach meinem Gefühl übers Ziel hinaus. Die wirken auch mich nämlich extrem gefühlskalt, emotional tot. Die Stimmung ist nicht "Oh mein Gott, er hat meine Kollegen getötet!" sondern eher so: "Hm, Kollegen? Macht nix. Im Ostblock gibts noch mehr von denen. Holen wir uns halt neue."
Das waren Leute, die sie kannten, mit denen sie möglicherweise jeden Tag zusammenarbeiten! Und diese Leute degradierst du zu Schlachtvieh. Das haben die einfach nicht verdient! Und zusätzlich stellt diese Gefühlskälte deinen Hauptfiguren(?) ein desaströses Armmutszeugnis aus.

Trotz allem Genörgel und aller Besserwisserei hoffe ich, dir deinen Text jetzt nicht total versaut zu haben.

Liebe Grüße,
Chewi
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   24.11.13 13:55


Hey Biene,

Krayt schrieb:
Einziges Problem: ich häng grad an der Überlegung .. hmm, schon fast mehr Ausarbeitung, den Anfang doch in die andere Welt umzuschreiben, dass der Weltenwechsel also nicht stattfindet. Womit das bisher geschriebene .. nunja, hops geht :DWerds vermutlich aber zumindest noch ein wenig ausrauben Very Happy
Lach ... willkommen im Club der Umschreiber. Davon können Jules (also cyra) und ich wirklich ein Lied singen. Da sind wir beide nämlich wirklich Experten drinnen. Twisted Evil 
Was glaubst du, warum es bei meinen Hunters das Archiv mit alten Kapitel und den dazugehörigen Kommentaren gibt?
Der Anfang ist da zwar identisch aber ab Kapitel 2 ist da doch einiges ziemlich stark um- und ausgebaut worden. Und dass es eine 22 Kapitel lange, völlig andere Geschichte zu den Hunters gab, aus denen dann aber eben genau die Hunters entstanden sind, und an der ich volle 2 Jahre gearbeitert habe, kennt Jules ebenfalls in ähnlicher Version.
Du siehst also, du befindest dich in dieser Hinsicht in der allerbesten Gesellschaft, solltest du dich wirklich dazu entschließen, den gesamten Beginn über den Haufen zu werfen und noch einmal völlig anders zu beginnen.
Mir hat zwar der Beginn mit dem Zirkus gefallen und auch, wie sich alles weitere entwickelt hat, aber, wenn sie ein anderer Geschichtsbeginn für dich richtiger anfühlt, dann mach es. heißt ja auch nicht, dass der neue Beginn weniger gut ist als der mit dem Zirkus.

Bin gespannt, für was du dich entscheidest.

Liebe Grüße
Steffi

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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   24.11.13 13:04


Hey Steffi,


Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Schnee knackte unter den Reifen. Die Rücklichter verschwanden im dichten Flockenfall bevor Irina das Ende des Parkplatzes erreicht hatte. Sie stürmten mit einem Tempo und Wind zu Boden, als wäre es schon immer ihre Bestimmung gewesen Spuren zu verstecken.
Schöner Einstieg in den neuen Teil wobei mir besonders das mit der Bestimmung gefallen hat.
cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Ich hoffe der dir bekannte Burgherr ist ein Frühaufsteher.«
Wer sagt das? Hanna? Wird hier gar nicht ersichtlich und könnte von jedem der Anwesenden gesagt worden sein.
Das stimmt wohl Very Happy Aber Hanna sagt es

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Er wird uns schon empfangen.« Sie wandte dem verschwundenen Wagen den Rücken zu und kämpfte einen Weg durch die weißen Massen. Lisa, Mitica und ich folgten ihr, schweigend, wen wunderte es.
Würde hier anstatt "Sie" entweder Tante oder Amalia oder Lia nehmen, denn das mit "Sie" Eben ihre Tante gemeint ist, wird nur durch Hannas? Anmerkung bzw Lias Antwort bewusst, da man ja nun weiß, dass sie es ist, die den Burgherrn kennt. Aber rein theoretisch konnte die Antwort auch von jeder anderen anwesenden Person, so in Form von einem sich Versichern, dass er sie schon empfangen wird, kommen.
Stimmt, wird geändert Wink

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Trotz meines zwischenzeitlichen Einnickens bemächtigte sich meiner eine bleierne Müdigkeit und mein Magen fühlte sich an als wäre er von einem schwarzen Loch ausgeraubt worden.
Schöner Vergleich. Gefällt mir.
Danke! cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Mein Blick streifte Lisa, die schon mehr in Miticas Armen hing als selber ging. Ein Elendsbündel, das sich nur noch dem Schlaf übergeben wollte.
Schön dargestellt.
=)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Wenig überzeugt ließ ich meinen Blick in die Berge schweifen.
›Seid froh, dass ihr nicht frieren könnt.‹ Oder müde werden könnt. Nicht essen, nicht trinken braucht. ›Und sterben auch nicht.‹ Nur durch Erosion und Verwitterung im Verlauf vieler Jahrmillionen vergehen und an anderer Stelle durch Plattentektonik neu erstehen.
Richtig klasse die Gedankengänge! Gefällt mir gut.
Danke Schadenfroh 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Gekleidet in einen dunkelrot karierten Morgenmantel, der ihm fast bis zu den Knöcheln reichte und ein dünnes hellblaues Nachthemd das darunter hervor lugte.
Warum müssen es immer diese typischen karierten Morgenmäntel sein, die scheinen in Film und Literatur ja wirklich sehr beliebt zu sein. Aber schön.
Hm, das stimmt schon, aber es passte, fand ich, leider auch xD

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Er drehte auf der Stelle um, als ich zeitgleich meinen Blick auf Lisa richten wollte. Im Augenwinkel… Mein Kopf fuhr herum. Nein, alles normal.
›Vermutlich nur eine Einbildung.‹ Vor Müdigkeit. Und dennoch… hatte der Typ nicht für den Bruchteil einer Sekunde spitze Ohren gehabt?
Sehr schöner und spannender Abschluss von Teil 5.
Danke =)

Xhex schrieb:
Fazit:
Zwar ein sehr kurzer aber sehr schöner Teil, den du da geschrieben hast. Außer der einen Stelle, wo nicht ganz klar wird, wer was spricht, gab es in diesem Teil auch wirklich nicht zu meckern und es hat einfach Spaß gemacht zu lesen.
Danke, freut mich sehr =)
Einziges Problem: ich häng grad an der Überlegung .. hmm, schon fast mehr Ausarbeitung, den Anfang doch in die andere Welt umzuschreiben, dass der Weltenwechsel also nicht stattfindet. Womit das bisher geschriebene .. nunja, hops geht Very Happy Werds vermutlich aber zumindest noch ein wenig ausrauben Very Happy
Ganz lieben Dank für deinen Kommi! =)

Liebe Grüße
Biene
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   24.11.13 12:18


Hey Biene,

weiter gehts mit Teil 5. Very Happy 

Krayt schrieb:
Schnee knackte unter den Reifen. Die Rücklichter verschwanden im dichten Flockenfall bevor Irina das Ende des Parkplatzes erreicht hatte. Sie stürmten mit einem Tempo und Wind zu Boden, als wäre es schon immer ihre Bestimmung gewesen Spuren zu verstecken.
Schöner Einstieg in den neuen Teil wobei mir besonders das mit der Bestimmung gefallen hat.

Krayt schrieb:
»Ich hoffe der dir bekannte Burgherr ist ein Frühaufsteher.«
Wer sagt das? Hanna? Wird hier gar nicht ersichtlich und könnte von jedem der Anwesenden gesagt worden sein.

Krayt schrieb:
»Er wird uns schon empfangen.« Sie wandte dem verschwundenen Wagen den Rücken zu und kämpfte einen Weg durch die weißen Massen. Lisa, Mitica und ich folgten ihr, schweigend, wen wunderte es.
Würde hier anstatt "Sie" entweder Tante oder Amalia oder Lia nehmen, denn das mit "Sie" Eben ihre Tante gemeint ist, wird nur durch Hannas? Anmerkung bzw Lias Antwort bewusst, da man ja nun weiß, dass sie es ist, die den Burgherrn kennt. Aber rein theoretisch konnte die Antwort auch von jeder anderen anwesenden Person, so in Form von einem sich Versichern, dass er sie schon empfangen wird, kommen.

Krayt schrieb:
Trotz meines zwischenzeitlichen Einnickens bemächtigte sich meiner eine bleierne Müdigkeit und mein Magen fühlte sich an als wäre er von einem schwarzen Loch ausgeraubt worden.
Schöner Vergleich. Gefällt mir.

Krayt schrieb:
Mein Blick streifte Lisa, die schon mehr in Miticas Armen hing als selber ging. Ein Elendsbündel, das sich nur noch dem Schlaf übergeben wollte.
Schön dargestellt.

Krayt schrieb:
Wenig überzeugt ließ ich meinen Blick in die Berge schweifen.
›Seid froh, dass ihr nicht frieren könnt.‹ Oder müde werden könnt. Nicht essen, nicht trinken braucht. ›Und sterben auch nicht.‹ Nur durch Erosion und Verwitterung im Verlauf vieler Jahrmillionen vergehen und an anderer Stelle durch Plattentektonik neu erstehen.
Richtig klasse die Gedankengänge! Gefällt mir gut.

Krayt schrieb:
Gekleidet in einen dunkelrot karierten Morgenmantel, der ihm fast bis zu den Knöcheln reichte und ein dünnes hellblaues Nachthemd das darunter hervor lugte.
Warum müssen es immer diese typischen karierten Morgenmäntel sein, die scheinen in Film und Literatur ja wirklich sehr beliebt zu sein. Aber schön.

Krayt schrieb:
Er drehte auf der Stelle um, als ich zeitgleich meinen Blick auf Lisa richten wollte. Im Augenwinkel… Mein Kopf fuhr herum. Nein, alles normal.
›Vermutlich nur eine Einbildung.‹ Vor Müdigkeit. Und dennoch… hatte der Typ nicht für den Bruchteil einer Sekunde spitze Ohren gehabt?
Sehr schöner und spannender Abschluss von Teil 5.

Fazit:
Zwar ein sehr kurzer aber sehr schöner Teil, den du da geschrieben hast. Außer der einen Stelle, wo nicht ganz klar wird, wer was spricht, gab es in diesem Teil auch wirklich nicht zu meckern und es hat einfach Spaß gemacht zu lesen.

Liebe Grüße

Steffi

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   22.11.13 22:02


Hey Xhex,

Danke!!! cheers  Hab mich riesig gefreut Schadenfroh 

Vielen Dank für's nochmal Drüberlesen! =)


Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   22.11.13 21:54


Hey Krayt,

habe mir eben nochmal teil 4 durch gelesen und kann dir dazu jetzt eigentlich nur noch eines sagen: WOW!!! Richtig, richtig toll ausgearbeitet und umgesetzt.
Finde es absolut klasse, wie du jetzt die gesamte Beschreibung der Burg, ach was, der ganzen Landschaft, in Szene gesetzt haast.
JETZT läuft vor meinen Augen wirklich der Film ab, wie sie die Landstarße entlangfahren, den Parkplatz ansteueren, diese große, düstere Burg sehen. Die Burg hast du wirklich klasse rausgearbeitet.

Da kann ich wirklich nur sagen: Daumen hoch  cheers , Krayt da ist dir wirklich eine richtig klasse Überarbeitung gelungen.

LG
Xhex

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   20.11.13 9:58


Hey Cyra^^

Cyra schrieb:
Oh je, lach. Aber ich bin doch nicht bedrängt oder genötigt. Zuindest nicht von anderen. Das kommt immer von mir selber, weil ich hier was machen will, aber einfrach nicht dazu komme.
Und da ich gestern einen Rundumschlag mit Beantworten gemacht habe, wollte ich mich auf jeden Fall mal an deine Geschichte machen.
Keine Sorge, der Druck kommt von mir an mich, lach.
Dann is ja gut Smile 

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste …
Die Wiederholung fällt hier sehr auf. Vielleicht streichst du das zweite "wirklich" einfach.
Stimmt. Was hältst du von "tatsächlich" statt dem zweiten "wirklich"?
Hm, also "tatsächlich" würde sich für mich hier nicht wirklich erschließen. Für mich ist es so, dass sie sich indirekt fragt, wie sich Lisa jetzt wohl fühlen mag. Dementsprechend würde ich das Wort entweder ganz weg lassen oder ein "wohl" einfügen.
Hmmm hmm... "wohl" allein geht mir nicht tief genug, weil dass es ihr ohnehin beschissen geht ist klar xD Mal überlegen was ich da noch dreh Wink

Cyra schrieb:
Smile Das freut mich. Dann hat es ja wenigsten etwas gebracht, lach.
Auf jeden Fall =)

Cyra schrieb:
Lach, mach dir mal keine Gedanken, ich bin ein absoluter Nachtmensch, da kannste die anderen fragen.
Da ich Montag und Dienstag jetzt frei hatte, konnte ich das auch machen. Und heute (also Mittwoch), hab ich Spätschicht, deswegen geht das auch noch.
Ich kann in der Nacht immer besser schreiben. Ich liebe das.
Und ja, ich habe mich ausgeschlafen Wink
Kenn ich irgendwoher xD Bei mir darf's dann zwar nicht mehr allzuuuu spät werden, aber ich schreib auch gern Abends bis Nachts. Ich bin am nächsten Tag dann immer nur so verschlafen, das ist das Dumme, deswegen mach ichs kaum mehr xD

Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   20.11.13 9:46


Hey Xhex,


Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Etwa eine Stunde später, es war noch immer dunkel, bog Amalia zunächst auf eine Landstraße, dann weitere kleine Straßen.
Während mir die erste Hälfte des Satzes wirklich gut gefällt (man hat sofort das entsprechende Bild vor Augen: Dunkelheit, einsame Landstraße = schöööön bildhaft), finde ich die zweite Hälfte, ja, etwas unpassend und auch verwirrend. Außerdem fehlt mir da noch zumindest noch das Wörtchen "auf" oder "in", aber der Reihe nach. Wie gesagt, erzeugst du mit der ersten Hälfte sofort schön das Bild von Nacht und Einsamkeit (durch die Landstraße), aber genau da liegt dann in der zweiten Hälfte das Problem. Denn eigentlich ist es ja nicht üblich, dass es dort weitere kleine Straßen gibt. Sicher gehen auch von Sandstraßen Straßen ab, keine Frage, aber "weitere kleine Straßen" assoziert für mich doch eher bewohntes Gebiet - und sei es nur ein Dorf.
Wenn du also meinst, dass sie mal hier, mal da auf eine der kleineren (würde ich mit dem klein aber ehrlich gesagt weglassen) abbiegen, dann würde ich das auch so schreiben, weil so klingt es sonst eben nach: bogen erst links, dann die nächste wieder links und kurz darauf rechts ab. Weißte, was ich meine?
Hatte sowas von fast ner Art am Rand eines Dorfes vorbeischrammen gedacht ... aber ja.. ist vollkommen richtig, da steht überhaupt nichts zu da Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich wurde aufmerksam. Ein Seitenblick auf Irina und Mitica sagte mir, dass auch sie etwas vermuteten.
Warum? Durch was? Zeigs doch dem Leser, zumindest ein Gedanke, warum sie sie plötzlich aufmerksam wird. Hat sie was besonderes gesehen? Kommt ihr die Gegend bekannt vor? Oder ist es einfach nur, weil eben nicht mehr "stur" auf der Landstraße weitergefahren wird, sondern die Straßen als kleiner und kleiner und sie deshalb darauf schließt,sie könnten sich bald dem/einem Ziel nähern? Ich meine du schreibst das zwar im nächsten Satz, aber durch was wird sie eben aufmerksam und vermutet, dass sie sich einem Ziel nähern.
Ja... eigentlich weil sie halt nicht mehr stur auf einer Straße bleiben, nach dem Motto, nähern sich dem Ziel.. kann man deutlicher rausbringen ;D

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Kalte Luft empfing mich und dicke Flocken setzten sich so schnell in Kleidung und Haaren fest, als wären sie schon immer ein unabdingbarer Bestandteil gewesen.
Sehr schöne Formulierung, gefällt mir. Very Happy
cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Ich kenne den Mann, der die Burg da drüben bewohnt und als Touristenattraktion hergerichtet hat. Er wird uns vorläufig einen Unterschlupf gewähren.«
›Und das soll ich dir glauben?‹
Ich warf einen kurzen Blick auf das Gebäude weiter hinter ihr. Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster, dunkler rötlicher Stein.
Hier kommt mir die Erwähnung der Burg zu spät im Text. Erst habe ich ja geglaubt, dass Hanna wegen der Dunkelheit gar nicht mitbekommt, dass da überhaupt irgendein Gebäude ist. Aber so detailliert, wie sie dann die Burg beschreibt (siehe Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster, dunkler rötlicher Stein) muss sie die einfach schon früher bemerkt haben. Und gerade eine Burg, das ist ja nun kein kleines Hexenhäuschen, dass man gerade mal übersehen hat. Daher würde ich die Burg da echt schon früher erwähnen, und wenn es nur ist, dass Hanna sie eben nur am rande wahrnimmt, sie ihr aber nicht wirklich Beachtung schenkt, weil ... ja eben eine Burg, was soll man da schon mitten in der Nacht/gen Morgen wollen?
Verdammt du hast recht *grml* ...lach =D
Ich geb zu, da hab ich insgesamt einiges nicht rausgeholt, was ich hier hätte ausbauen sollen an "Landschaftsaufnahmen" ;D
Gerade, auch wenn es noch "dunkel" ist, so dunkel ists aufgrund des verhältnismäßig hellen Himmels mit dem Rosatouch ja nun auch wieder nicht o.ö

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Hätte es aufgrund des Schnees nicht ausgesehen wie ein Zuckerschloss könnte es glatt als bedrohlich durchgehen.
Warum? Was daran ist denn bedrohlich? Also wäre da nicht der Schnee? Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster sind ja für eine Burg Standart und lässt sie deshalb ja noch nicht gleich bedrohlich wirken.
dunkler rötlicher Stein hatt ich wohl geschrieben .. ja.. das reicht wohl nicht xD

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich versuchte mir Feuer auf den Mauern und in den Fenstern vorzustellen in einer warmen Sommernacht.
Schmunzel, also ich weiß zwar, was du hier ausdrücken willst, aber beim ersten lesen dachte ich jetzt echt, Hanna stellt sich die Burg ... ja ... "brennend" vor. Und zwar durch den unterstrichenen Teil des Satzes. Erst dann wird einem klar, wie Hanna das meint. Würde ich eventuell etwas umformulieren, bzw das mit dem Feuer auf den Mauern weglassen und dafür mehr den Feuerschein in den Räumen, die durch die Fenster ihr Licht hinauswerfen, erwähnen/ausarbeiten.
Lach.. eine Burg in Flammen hätte auch was Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Einen Augenblick war ich verdattert. Sie kniete vor der Motorhaube nieder und begann mit der Hand den Schnee vor den Reifen wegzuschaufeln.
Der rot markierte SAtz gefällt mir so im Aufbau nicht wirklich, weil, als ihn gelesen habe ... auch verdaddert war und zwar, weil Hanna verdaddert war ... lach. Ne im Ernst, würde aus den zwei Sätzen einen machen und das verdaddert dann mit einfließen lassen. So etwa in der Art von: Verdaddert beobachtete ich, wiesie vor der Motorhaube nieder kniete und ...
Hahaha xD
Ich überleg mir was Wink

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Ok, dann legt euch ins Zeug. Bei drei. Eins-«
»Lia, warte!« Irina stand schneller zwischen Auto und Abgrund als ich gucken konnte. In Anbetracht des schmalen Grades an Platz den sie zur Verfügung hatte, hätte mein Herz so heftig geschlagen, dass ich mich schon den Abhang hinunter schlittern sah.
»Gib mir die Schlüssel!« Sie hielt ihre offene Hand verlangend Amalia entgegen.
»Wo willst du hin?«, fragte ich.
»Weg, zu meinen Leuten.« Sie warf meiner Tante einen scharfen Blick zu.
Schöne und vor allem sehr bildhafte Szene.
Danke cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Wenn du den Wagen versenken willst, gehe ich mal davon aus, dass ihr ihn nicht mehr braucht. Also kann ich ihn auch genauso gut nehmen und auf der Stelle mit ihm weiterfahren.«
Lach ... naja, davon sollte man in dem Fall wohl ausgehen. Vielleicht anstatt dessen: Wenn ihr den Wagen versenken wollt, könnt ihr ihn auch mir überlassen. Okay, ist auch nicht der Brüller, aber dass sie den Wagen nicht mehr brauchen, ist wirklich klar.
Da ihr den Wagen anscheinend ja nicht mehr braucht, kann ich ihn ... werds glaub so umändern ^.~

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Wenn du mitkommst, kann ich dir helfen aus deinem Teufelskreis zu entkommen.«
Einen Augenblick schien die Russin verdutzt. Ein ungläubiger Blick traf Amalia. Sie lachte kurz auf, wurde ruhig. »Danke für das Angebot, ich bleib lieber in meinem Teufelskreis, da weiß ich wenigstens mit wem und was ich es zu tun habe.«
»Es ist eine Schande.« Amalia warf ihr die Schlüssel zu.
»Vielleicht … aber vielleicht mag ich das Leben auch so.« Irina grinste.
Schönes Ende, gefällt mir wirklich gut.
Danke! =)

Xhex schrieb:
Fazit:
Richtig gut finde ich, wo du die kleine Truppe hinfahren lässt, ich liebe alte Burgen, besonders im Fantasybereich, kommen meiner Meinung nach viel zu selten vor. Aber genau hier war ich dann ein klein wenig enttäuscht. Nicvht, dass du die Szene, die Burg nicht gut beschrieben hättest - das ist dir gut gelungen - aber da hätte ich mir wirklich noch mehr erhofft, das so richtig schön ausgeschlachtet. Mensch, du hast doch schon alles da stehen, was du für einen richtig großen Auftritt brauchst. Es ist Nacht oder zumindest noch dunkel, Kälte, Schnee, Bergvorsprung, Abhang, See, eine bedrohlich wirkende Burg (also wenn da nicht der Schnee wäre Twisted Evil ), da kannst du doch wirklich aus dem Vollen schöpfen.
Ähm ähm ähm ... ja xD
Wie oben schon kurz gesagt, ist vollkommen richtig, da hab ich mich dann vielleicht doch ein bisschen zu kurz gefasst. Denk leider auch nicht immer an alles :/
Alte Burgen ... na, dann solltest du hoffentlich im (viel) späteren Verlauf noch voll auf deine Kosten kommen o.ö Muss ich wohl nur gucken, dass ich die dann auch gut ausschlachte Very Happy Ok, es ist mehr eine Festung.. aber das ist ja nur eine große Burg, lach Very Happy

Xhex schrieb:
Nicht das du mich jetzt falsch verstehst, der Part ist wirklich schön gewesen und ich habe ihn wirklich sehr gerne gelesen, aber hier will ich wirklich mehr sehen! Twisted Evil
Juhu cheers 
Na... dann guck ich ma, dass du da mehr kriegst Twisted Evil 

Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   20.11.13 1:33

Heyho Krayt.



Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Es wird definitv mal Zeit, dass ich dir hier auch mal etwas schreibe, lach.
Oh nein, oh nein, fühl dich bloß nicht gedrängt o.O Ich freue mich über jede Rückmeldung, aber ich will doch niemanden dazu nötigen Shocked

Oh je, lach. Aber ich bin doch nicht bedrängt oder genötigt. Zuindest nicht von anderen. Das kommt immer von mir selber, weil ich hier was machen will, aber einfrach nicht dazu komme.
Und da ich gestern einen Rundumschlag mit Beantworten gemacht habe, wollte ich mich auf jeden Fall mal an deine Geschichte machen.
Keine Sorge, der Druck kommt von mir an mich, lach.


Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Draußen atmete sie ein paar mal schnell tief durch, fingerte aus ihrem Dekolleté eine Kippe und zündete sie an. Sie sog so lange, dass ich dachte sie würde sie in einem Zug wegrauchen. Ihre Augen starrten in die Ferne.
Lisa ging zu Boden, heulte, schluchzte, zitterte.
»Scheiße.«, murmelte ich.
Mein Blick glitt hinauf zum hellen Nachthimmel. Dicke Schneeflocken tanzten. So leicht und unbeschwert. ›Haben keine Ahnung vom Leben‹.
Aus dem Augenwinkel erhaschte ich einen Blick auf Mitica, der aus dem Zelteingang lugte und dann fröstelnd näher kam.
Dieses Rauchen der Zigarette und das Wort "lugte" passen für mich hier irgendwie nicht ganz in die Situation. Ich habe ein hektisches, angsterfülltes Szenario vor Augen, jeder rennt weg, will raus da und weg vom Zelt.
Da würde ich nicht stehen bleiben und mir eine anzünden, oder um die Ecke lugen.
Oder versteh ich hier jetzt was falsch? Ist das gar nicht so hektisch?

Hmm.. hab ein bisschen drüber nachgedacht, ganz Unrecht hast du da nicht, aber ich denke, da der Messerwerfer tot ist (was noch kommt), sollte das hoffentlich schon noch in Ordnung gehen. Aber es ist shcon richtig, dass es sinnvoller im Kontext wäre, wenn der Leser das wüsste. Ma gucken ob ich da noch irgendwo was Passendes einbauen kann o.ö
Ganz so heftig wie du es dir vielleicht vorstellst sollte es dann bezüglich Panik doch nicht sein ;D
Na ja, also wenn der Massenmörder tot ist, ist es logisch, wenn die Panik nicht ganz so ausrastet, lach.
Wenn das dann später kommt erklärt sich das ja auch. Es hatte mich in dem Moment nur gewundert, weil ich so ein Bild von strömenden Massen hatte, die vor dem gerade aktiven Mörder aus dem Zelt rennen Wink


Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Meine Hand massierte ihren Rücken, durch die Jacke hindurch, so gut als möglich.
Das rot markierte Komma muss weg und statt "als" muss da "wie" stehen.

Komma, ok, das "als" fand ich da eigentlich ganz hübsch Oder meinst du, dass die Redewendung mit "als" statt "wie" einfach zu unbekannt/ungebräuchlich ist? :/
Na ja, lach, hier ein "als" anstatt ein "wie" einzufügen, ist meiner Meinung grammatikalisch falsch Very Happy Also ich kenne es so nicht und mir kräuseln sich beim Lesen des "als" an dieser Stelle die Haare Laughing
Jetzt war ich auch so ne Deutsch LKlerin und so, ich würde sagen es ist falsch, aber wie schon gesagt, alles nur Vorschläge und Anregungen und so, lach.


Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste …
Die Wiederholung fällt hier sehr auf. Vielleicht streichst du das zweite "wirklich" einfach.

Stimmt. Was hältst du von "tatsächlich" statt dem zweiten "wirklich"?
Hm, also "tatsächlich" würde sich für mich hier nicht wirklich erschließen. Für mich ist es so, dass sie sich indirekt fragt, wie sich Lisa jetzt wohl fühlen mag. Dementsprechend würde ich das Wort entweder ganz weg lassen oder ein "wohl" einfügen.



Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Die Szene ist wirklich sehr schön stark geschrieben. Man ist direkt bei ihr (zumindest habe ich eine sie im Kopf ) und fühlt die Trauer und das Chaos geradezu mit.
Danke =)
Ist eine sie, stand in gewisser Hinsicht auch schon drin : Viele junge Frauen, auch Minderjährige, mich eingeschlossen, ...
Oh man Kopf gegen Wand Das stimmt. Wahrscheinlich eine der Gründe, warum ich eine "sie" im Kopf hatte, lach.


Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
Im Ganzen gesehen weiß ich nicht, ob dir der Kommi irgendwas gebracht hat. Die beiden vor mir haben ja wirklich schon alles rausgeholt. Besonders hilfreich wird das jetzt wohl leider nicht gewesen sein.
Aber vielleicht freut er dich ja ein wenig, weil mir der Einstieg wirklich sehr gut gefallen hat Smile


Er hat mir vor allem Freude gebracht =)

Smile Das freut mich. Dann hat es ja wenigsten etwas gebracht, lach.


Krayt schrieb:
Cyra schrieb:
So, damit werde ich jetzt mal ins Bett gehen und hoffe, dass dir das vielleicht ein wenig was gebracht hat.
Jaa, ganz lieben Dank für deinen Kommi! =) Und schlaf dich bloß aus man, bei der Uhrzeit affraid
 
Lach, mach dir mal keine Gedanken, ich bin ein absoluter Nachtmensch, da kannste die anderen fragen.
Da ich Montag und Dienstag jetzt frei hatte, konnte ich das auch machen. Und heute (also Mittwoch), hab ich Spätschicht, deswegen geht das auch noch.
Ich kann in der Nacht immer besser schreiben. Ich liebe das.
Und ja, ich habe mich ausgeschlafen Wink


Ganz liebe Grüße,
Cyra

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   19.11.13 14:01


Hey Krayt,

weiter gehts mit Teil 4. Very Happy 

Krayt schrieb:
Etwa eine Stunde später, es war noch immer dunkel, bog Amalia zunächst auf eine Landstraße, dann weitere kleine Straßen.
Während mir die erste Hälfte des Satzes wirklich gut gefällt (man hat sofort das entsprechende Bild vor Augen: Dunkelheit, einsame Landstraße = schöööön bildhaft), finde ich die zweite Hälfte, ja, etwas unpassend und auch verwirrend. Außerdem fehlt mir da noch zumindest noch das Wörtchen "auf" oder "in", aber der Reihe nach. Wie gesagt, erzeugst du mit der ersten Hälfte sofort schön das Bild von Nacht und Einsamkeit (durch die Landstraße), aber genau da liegt dann in der zweiten Hälfte das Problem. Denn eigentlich ist es ja nicht üblich, dass es dort weitere kleine Straßen gibt. Sicher gehen auch von Sandstraßen Straßen ab, keine Frage, aber "weitere kleine Straßen" assoziert für mich doch eher bewohntes Gebiet - und sei es nur ein Dorf.
Wenn du also meinst, dass sie mal hier, mal da auf eine der kleineren (würde ich mit dem klein aber ehrlich gesagt weglassen) abbiegen, dann würde ich das auch so schreiben, weil so klingt es sonst eben nach: bogen erst links, dann die nächste wieder links und kurz darauf rechts ab. Weißte, was ich meine?

Krayt schrieb:
Ich wurde aufmerksam. Ein Seitenblick auf Irina und Mitica sagte mir, dass auch sie etwas vermuteten.
Warum? Durch was? Zeigs doch dem Leser, zumindest ein Gedanke, warum sie sie plötzlich aufmerksam wird. Hat sie was besonderes gesehen? Kommt ihr die Gegend bekannt vor? Oder ist es einfach nur, weil eben nicht mehr "stur" auf der Landstraße weitergefahren wird, sondern die Straßen als kleiner und kleiner und sie deshalb darauf schließt,sie könnten sich bald dem/einem Ziel nähern? Ich meine du schreibst das zwar im nächsten Satz, aber durch was wird sie eben aufmerksam und vermutet, dass sie sich einem Ziel nähern.

Krayt schrieb:
Kalte Luft empfing mich und dicke Flocken setzten sich so schnell in Kleidung und Haaren fest, als wären sie schon immer ein unabdingbarer Bestandteil gewesen.
Sehr schöne Formulierung, gefällt mir. Very Happy 

Krayt schrieb:
»Ich kenne den Mann, der die Burg da drüben bewohnt und als Touristenattraktion hergerichtet hat. Er wird uns vorläufig einen Unterschlupf gewähren.«
›Und das soll ich dir glauben?‹
Ich warf einen kurzen Blick auf das Gebäude weiter hinter ihr. Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster, dunkler rötlicher Stein.
Hier kommt mir die Erwähnung der Burg zu spät im Text. Erst habe ich ja geglaubt, dass Hanna wegen der Dunkelheit gar nicht mitbekommt, dass da überhaupt irgendein Gebäude ist. Aber so detailliert, wie sie dann die Burg beschreibt (siehe Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster, dunkler rötlicher Stein) muss sie die einfach schon früher bemerkt haben. Und gerade eine Burg, das ist ja nun kein kleines Hexenhäuschen, dass man gerade mal übersehen hat. Daher würde ich die Burg da echt schon früher erwähnen, und wenn es nur ist, dass Hanna sie eben nur am rande wahrnimmt, sie ihr aber nicht wirklich Beachtung schenkt, weil ... ja eben eine Burg, was soll man da schon mitten in der Nacht/gen Morgen wollen?

Krayt schrieb:
Hätte es aufgrund des Schnees nicht ausgesehen wie ein Zuckerschloss könnte es glatt als bedrohlich durchgehen.
Warum? Was daran ist denn bedrohlich? Also wäre da nicht der Schnee? Viele Türme, hohe Mauern, kleine Fenster sind ja für eine Burg Standart und lässt sie deshalb ja noch nicht gleich bedrohlich wirken.

Krayt schrieb:
Ich versuchte mir Feuer auf den Mauern und in den Fenstern vorzustellen in einer warmen Sommernacht.
Schmunzel, also ich weiß zwar, was du hier ausdrücken willst, aber beim ersten lesen dachte ich jetzt echt, Hanna stellt sich die Burg ... ja ... "brennend" vor. Und zwar durch den unterstrichenen Teil des Satzes. Erst dann wird einem klar, wie Hanna das meint. Würde ich eventuell etwas umformulieren, bzw das mit dem Feuer auf den Mauern weglassen und dafür mehr den Feuerschein in den Räumen, die durch die Fenster ihr Licht hinauswerfen, erwähnen/ausarbeiten.

Krayt schrieb:
Ein halb schlafender Drache auf dem Bergfried, statt einem nachgebauten Spitzdach.
Wenn sie wirklich solche Details erkennt, dann muss du die Burg wirklich früher erwähnen.

Krayt schrieb:
Einen Augenblick war ich verdattert. Sie kniete vor der Motorhaube nieder und begann mit der Hand den Schnee vor den Reifen wegzuschaufeln.
Der rot markierte SAtz gefällt mir so im Aufbau nicht wirklich, weil, als ihn gelesen habe ... auch verdaddert war und zwar, weil Hanna verdaddert war ... lach. Ne im Ernst, würde aus den zwei Sätzen einen machen und das verdaddert dann mit einfließen lassen. So etwa in der Art von: Verdaddert beobachtete ich, wiesie vor der Motorhaube nieder kniete und ...

Krayt schrieb:
Mit wenigen Schritten stand ich am Rand der Böschung, ein gähnender Abhang tat sich mir auf. Mein Blick blieb an einem kleinen See hängen, das Wasser war noch nicht gefroren.
Wo kommt den jetzt plötzlich der Abhang und der kleine See her? scratch  Mein Bild, dass ich bis eben hatte, wurde hier jäh zerrissen. Eben waren sie noch auf einer Straße, fuhren auf einen Touristenparkplatz und entdeckten (da drüben) eine Burg, die sich auf Bergvorsprung gebaut ist. Wo ist denn da der Abhang und wo der See? scratch 

Krayt schrieb:
»Ok, dann legt euch ins Zeug. Bei drei. Eins-«
»Lia, warte!« Irina stand schneller zwischen Auto und Abgrund als ich gucken konnte. In Anbetracht des schmalen Grades an Platz den sie zur Verfügung hatte, hätte mein Herz so heftig geschlagen, dass ich mich schon den Abhang hinunter schlittern sah.
»Gib mir die Schlüssel!« Sie hielt ihre offene Hand verlangend Amalia entgegen.
»Wo willst du hin?«, fragte ich.
»Weg, zu meinen Leuten.« Sie warf meiner Tante einen scharfen Blick zu.
Schöne und vor allem sehr bildhafte Szene.

Krayt schrieb:
»Wenn du den Wagen versenken willst, gehe ich mal davon aus, dass ihr ihn nicht mehr braucht. Also kann ich ihn auch genauso gut nehmen und auf der Stelle mit ihm weiterfahren.«
Lach ... naja, davon sollte man in dem Fall wohl ausgehen. Vielleicht anstatt dessen: Wenn ihr den Wagen versenken wollt, könnt ihr ihn auch mir überlassen. Okay, ist auch nicht der Brüller, aber dass sie den Wagen nicht mehr brauchen, ist wirklich klar.

Krayt schrieb:
»Wenn du mitkommst, kann ich dir helfen aus deinem Teufelskreis zu entkommen.«
Einen Augenblick schien die Russin verdutzt. Ein ungläubiger Blick traf Amalia. Sie lachte kurz auf, wurde ruhig. »Danke für das Angebot, ich bleib lieber in meinem Teufelskreis, da weiß ich wenigstens mit wem und was ich es zu tun habe.«
»Es ist eine Schande.« Amalia warf ihr die Schlüssel zu.
»Vielleicht … aber vielleicht mag ich das Leben auch so.« Irina grinste.
Schönes Ende, gefällt mir wirklich gut.

Fazit:
Richtig gut finde ich, wo du die kleine Truppe hinfahren lässt, ich liebe alte Burgen, besonders im Fantasybereich, kommen meiner Meinung nach viel zu selten vor. Aber genau hier war ich dann ein klein wenig enttäuscht. Nicvht, dass du die Szene, die Burg nicht gut beschrieben hättest - das ist dir gut gelungen - aber da hätte ich mir wirklich noch mehr erhofft, das so richtig schön ausgeschlachtet. Mensch, du hast doch schon alles da stehen, was du für einen richtig großen Auftritt brauchst. Es ist Nacht oder zumindest noch dunkel, Kälte, Schnee, Bergvorsprung, Abhang, See, eine bedrohlich wirkende Burg (also wenn da nicht der Schnee wäre Twisted Evil ), da kannst du doch wirklich aus dem Vollen schöpfen.

Nicht das du mich jetzt falsch verstehst, der Part ist wirklich schön gewesen und ich habe ihn wirklich sehr gerne gelesen, aber hier will ich wirklich mehr sehen! Twisted Evil 

Liebe Grüße

Xhex



_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
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Anzahl der Beiträge : 772
Punkte : 854
Bewertungssystem : 19
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   19.11.13 11:34


Hallo Cyra

Cyra schrieb:
Es wird definitv mal Zeit, dass ich dir hier auch mal etwas schreibe, lach.
Oh nein, oh nein, fühl dich bloß nicht gedrängt o.O Ich freue mich über jede Rückmeldung, aber ich will doch niemanden dazu nötigen Shocked 

Cyra schrieb:
Ich weiß nicht, ob ich noch irgendwas finde, was nicht gesagt wurde, ich werde einfach mal schreiben, was mir so in den Sinn kommt Smile
Vorab: Sollte ich irgendwo was "meckern" oder Vorschläge bringen, das sind alles wirklich nur Vorschläge und nichts anderes. Wenn du damit nichts anfangen kannst dann ignorier sie einfach Very Happy
Nur zu =)
Alles klar Twisted Evil Wirklich, keine Bange, ich freue mich über Kritik und sehe sie als Möglichkeit den Text zu verbessern, Vorschläge sind Anregungen, Gedankenschubser, keine "das-musst-du-so-übernehmen" ;D

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Der Tod war immer ein böses Omen. Meist trat er einem nie zu nahe, blieb Fantasie in Büchern oder kaltlassende Neuigkeiten aus den Nachrichten. Jeder Familienangehörige konnte nur einmal sterben. Wenn man keine hatte, keinmal.
Ich mag den Einstieg. Der ist wirklich sehr kraftvoll und hat auch was Mystisches.
Ich finde es es interessant, dass du den Tod als böses Omen darstellst. Oft genug wird er als Unparteiischer dargestellt, der das Gleichgewicht beibehält (bei Charmed zum Beispiel, lach).
Das war jetzt nichts negatives, nur eine Feststellung.
Danke cheers 
Uff, wenn du es auf Parteien bezogen sehen willst, sehe ich den Tod als unparteiisch, aber in dem Sinne, dass er zwischen niemandem einen Unterschied macht, wodurch es eben auch oft Unschuldige o.ä. treffen kann und Gleichgewicht ihm ein Fremdwort ist^^

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
aber wie plötzlich es gehen kann, wie wertvoll jede Sekunde ist, die man lebt, nimmt man erst wahr, wenn man es live vor Augen geführt bekommt.
Finde ich wirklich sehr schön, weil es nämlich eben so wahr ist.
Danke Wink

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Mit einem plötzlichen Tod des Helden endeten Bücher, von denen man dann unbefriedigt war, weil es zu schnell gegangen war, weil man einen größeren Abspann erwartet hatte.
Wie umfangreich Thomas‘ Abspann werden würde…
Meine Augen trafen in der Ferne Lisas. Ein entsetzter Blick. Fassungslosigkeit. Vorwürfe.
Das nenn ich mal einen wirklich super gelungenen Übergang. Klasse, der gefällt mir richtig gut.
Und dann die Weiterleitung zu den nächsten Personen, scheinbar direkt in eine Katastrophe. Das macht neugierig und man will sofort weiter lesen. Sehr gut gelungen.
Danke! cheers 

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Der Direktor schubste mich gegen die Zeltwand, als er an mir vorbeistürmte.
Und die nächste Überraschung. Ein Zelt, ein Direktor, dementsprechend wahrscheinlich eine Art Zirkus oder so. Mal ein ganz anderer Schauplatz, besonders für den Beginn eines Romans.
Haha, danke Very Happy Mir ist grad beim Lesen deines Kommis an der Stelle ein Film wieder eingefallen, der glaub auch im Zirkus anfängt: Strange Circus. Erinner mich jetzt nicht mehr an alles, aber war n sehr abgefahrener affraid So viel ich mitgekriegt hab ist die deutsche Übersetzung leider nicht ganz der Hammer (Original auf japanisch).

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
»Scheiße.«, murmelte ich.
Hier müsste der Punkt hinter "Scheiße" weg, da du danach eine Beschreibung der Art es zu sagen einfügst. Wäre danach ein neuer Satz wie: ""Scheiße." Eilig liefen wir weiter" gekommen, müsste der Punkt stehen bleiben.
Du hast recht .. leider... ich finds total unlogisch, aber das ist leider die deutsche Grammatik Rolling Eyes Danke für den Hinweis Wink (darfst den Rest auch gerne getrost ignorieren, da wird sich erstmal wohl noch mehr finden xD) 

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Draußen atmete sie ein paar mal schnell tief durch, fingerte aus ihrem Dekolleté eine Kippe und zündete sie an. Sie sog so lange, dass ich dachte sie würde sie in einem Zug wegrauchen. Ihre Augen starrten in die Ferne.
Lisa ging zu Boden, heulte, schluchzte, zitterte.
»Scheiße.«, murmelte ich.
Mein Blick glitt hinauf zum hellen Nachthimmel. Dicke Schneeflocken tanzten. So leicht und unbeschwert. ›Haben keine Ahnung vom Leben‹.
Aus dem Augenwinkel erhaschte ich einen Blick auf Mitica, der aus dem Zelteingang lugte und dann fröstelnd näher kam.
Dieses Rauchen der Zigarette und das Wort "lugte" passen für mich hier irgendwie nicht ganz in die Situation. Ich habe ein hektisches, angsterfülltes Szenario vor Augen, jeder rennt weg, will raus da und weg vom Zelt.
Da würde ich nicht stehen bleiben und mir eine anzünden, oder um die Ecke lugen.
Oder versteh ich hier jetzt was falsch? Ist das gar nicht so hektisch?
Hmm.. hab ein bisschen drüber nachgedacht, ganz Unrecht hast du da nicht, aber ich denke, da der Messerwerfer tot ist (was noch kommt), sollte das hoffentlich schon noch in Ordnung gehen. Aber es ist shcon richtig, dass es sinnvoller im Kontext wäre, wenn der Leser das wüsste. Ma gucken ob ich da noch irgendwo was Passendes einbauen kann o.ö  
Ganz so heftig wie du es dir vielleicht vorstellst sollte es dann bezüglich Panik doch nicht sein ;D

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
»Thomas.« Sie hauchte es, aber ich hörte sie und erhielt schlagartig das Bild eines nach hinten wegkippenden jungen Mannes mit im Hals steckendem Wurfmesser vor Augen. Blut spritzte, ergoss sich, färbte den roten Manegeboden dunkler. Eine dünne junge Frau ihm gegenüber an ein senkrechtes Holzbrett genagelt. Ihr mit Perlen und Pailletten bestickter BH durchtränkt, der nackte Bauch rot glänzend und zu ihren Füßen eine sich vergrößernde Lache. Sie hatte glasige Augen. Die erste, die starb.
Das klingt grausam. Sehr zimperlich bist du da nicht, find ich gut.
Das ist wirklich gut geschrieben, man hat es richtig vor Augen, was das Szenario noch schlimmer macht. Wenn man nicht wüsste, dass es sowas tatsächlich leicht mal geben kann...
Embarassed Danke =)

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Dann fing er an Komma seine Messer ins Publikum zu werfen.
Krayt schrieb:
Meine Hand massierte ihren Rücken, durch die Jacke hindurch, so gut als möglich.
Das rot markierte Komma muss weg und statt "als" muss da "wie" stehen.
Komma, ok, das "als" fand ich da eigentlich ganz hübsch Very Happy Oder meinst du, dass die Redewendung mit "als" statt "wie" einfach zu unbekannt/ungebräuchlich ist? :/

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste …
Die Wiederholung fällt hier sehr auf. Vielleicht streichst du das zweite "wirklich" einfach.
Stimmt. Was hältst du von "tatsächlich" statt dem zweiten "wirklich"?

Cyra schrieb:
Krayt schrieb:
Sah die Szene hundert Mal, spürte die Kälte durch meine Knochen kriechen. Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste … Fast schossen mir die Tränen in die Augen, ich kämpfte sie nieder. Ob es Lisa helfen würde, wenn ich mit ihr weinte? Ich wusste es nicht. Irgendeinen Artisten zu verlieren war eine Sache. Einen guten Freund, Fecht- oder Manegepartner, mit dem man so lange Säbeltanz trainiert hatte, dass man sich selbst bei gefährlichen Aktionen auf ihn verlassen konnte, eine andere. ›Und genau das war er für sie. Vielleicht sogar mehr.‹
Mein Kopf schüttelte sich von selbst, die Gedanken abzuwerfen wie Ballast, der einen langsam und träge macht. Es half nichts. Ich sah Lisas Säbelhieb. Spritzendes Blut, das zum Zeitstillstand in abertausenden Tropfen in der Schwebe erstarrte.
Ob Lisa es jemals verkraften würde? ›Sie muss.‹
Ich wollte ihr noch etwas Tröstendes sagen, aber meine Lippen waren plötzlich taub wie ein Arm, auf dem man nachts zu lange gelegen hatte.
Die Szene ist wirklich sehr schön stark geschrieben. Man ist direkt bei ihr (zumindest habe ich eine sie im Kopf Wink) und fühlt die Trauer und das Chaos geradezu mit.
Danke =)
Ist eine sie, stand in gewisser Hinsicht auch schon drin Wink : Viele junge Frauen, auch Minderjährige, mich eingeschlossen, ...

Cyra schrieb:
Insgesamt gesehen gefällt mir der Einstieg wirklich super. Der Anfang ist stark und ausdrucksvoll, die Überleitung zur Story wirklich klasse gemacht und dass man danach in einem wahren Chaos landet schmeißt einen direkt in die Geschichte und man will wissen, was los ist.
Es sind am Anfang vielleicht etwas viele Personen, ich muss aber sagen, dass ich keine Probleme hatte, sie auseinander zu halten. Auch wenn Beziehungen und Aussehen noch vollkommen im Dunkeln liegen, aber wir sind ja auch gerade mal am Anfang.
Es ist wirklich sehr schön geschrieben, spannend formuliert und vor allem originell. Ich glaube, ich habe bisher noch nichts gelesen, was in einem Zirkus anfängt. Oder in einem Blutbad.
Danke!!! Schadenfroh 
"Viele Personen" ... das ist immer so ein Problem, aber für den Anfang wollt ich kaum weniger nehmen ... und für später, es werden ja nicht groß weniger Rolling Eyes , irgendwann braucht man "Kanonenfutter" Very Happy

Cyra schrieb:
Im Ganzen gesehen weiß ich nicht, ob dir der Kommi irgendwas gebracht hat. Die beiden vor mir haben ja wirklich schon alles rausgeholt. Besonders hilfreich wird das jetzt wohl leider nicht gewesen sein.
Aber vielleicht freut er dich ja ein wenig, weil mir der Einstieg wirklich sehr gut gefallen hat Smile
Er hat mir vor allem Freude gebracht =)

Cyra schrieb:
So, damit werde ich jetzt mal ins Bett gehen und hoffe, dass dir das vielleicht ein wenig was gebracht hat.
Jaa, ganz lieben Dank für deinen Kommi! =) Und schlaf dich bloß aus man, bei der Uhrzeit affraid 

Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   19.11.13 5:19

Hallo Krayt.

Es wird definitv mal Zeit, dass ich dir hier auch mal etwas schreibe, lach. Wolfi und Xhex haben ja schon ne ganze Menge gemacht, aber ich möchte dir natürlich trotzdem gerne eine Rückmeldung geben.
Ich weiß nicht, ob ich noch irgendwas finde, was nicht gesagt wurde, ich werde einfach mal schreiben, was mir so in den Sinn kommt Smile
Vorab: Sollte ich irgendwo was "meckern" oder Vorschläge bringen, das sind alles wirklich nur Vorschläge und nichts anderes. Wenn du damit nichts anfangen kannst dann ignorier sie einfach Very Happy

Also, dann mal los:

Teil 1


Krayt schrieb:
Der Tod war immer ein böses Omen. Meist trat er einem nie zu nahe, blieb Fantasie in Büchern oder kaltlassende Neuigkeiten aus den Nachrichten. Jeder Familienangehörige konnte nur einmal sterben. Wenn man keine hatte, keinmal.
Ich mag den Einstieg. Der ist wirklich sehr kraftvoll und hat auch was Mystisches.
Ich finde es es interessant, dass du den Tod als böses Omen darstellst. Oft genug wird er als Unparteiischer dargestellt, der das Gleichgewicht beibehält (bei Charmed zum Beispiel, lach).
Das war jetzt nichts negatives, nur eine Feststellung.


Krayt schrieb:
aber wie plötzlich es gehen kann, wie wertvoll jede Sekunde ist, die man lebt, nimmt man erst wahr, wenn man es live vor Augen geführt bekommt.
Finde ich wirklich sehr schön, weil es nämlich eben so wahr ist.


Krayt schrieb:
Mit einem plötzlichen Tod des Helden endeten Bücher, von denen man dann unbefriedigt war, weil es zu schnell gegangen war, weil man einen größeren Abspann erwartet hatte.
Wie umfangreich Thomas‘ Abspann werden würde…
Meine Augen trafen in der Ferne Lisas. Ein entsetzter Blick. Fassungslosigkeit. Vorwürfe.
Das nenn ich mal einen wirklich super gelungenen Übergang. Klasse, der gefällt mir richtig gut.
Und dann die Weiterleitung zu den nächsten Personen, scheinbar direkt in eine Katastrophe. Das macht neugierig und man will sofort weiter lesen. Sehr gut gelungen.


Krayt schrieb:
Der Direktor schubste mich gegen die Zeltwand, als er an mir vorbeistürmte.
Und die nächste Überraschung. Ein Zelt, ein Direktor, dementsprechend wahrscheinlich eine Art Zirkus oder so. Mal ein ganz anderer Schauplatz, besonders für den Beginn eines Romans.


Krayt schrieb:
»Scheiße.«, murmelte ich.
Hier müsste der Punkt hinter "Scheiße" weg, da du danach eine Beschreibung der Art es zu sagen einfügst. Wäre danach ein neuer Satz wie: ""Scheiße." Eilig liefen wir weiter" gekommen, müsste der Punkt stehen bleiben.

Krayt schrieb:
Draußen atmete sie ein paar mal schnell tief durch, fingerte aus ihrem Dekolleté eine Kippe und zündete sie an. Sie sog so lange, dass ich dachte sie würde sie in einem Zug wegrauchen. Ihre Augen starrten in die Ferne.
Lisa ging zu Boden, heulte, schluchzte, zitterte.
»Scheiße.«, murmelte ich.
Mein Blick glitt hinauf zum hellen Nachthimmel. Dicke Schneeflocken tanzten. So leicht und unbeschwert. ›Haben keine Ahnung vom Leben‹.
Aus dem Augenwinkel erhaschte ich einen Blick auf Mitica, der aus dem Zelteingang lugte und dann fröstelnd näher kam.
Dieses Rauchen der Zigarette und das Wort "lugte" passen für mich hier irgendwie nicht ganz in die Situation. Ich habe ein hektisches, angsterfülltes Szenario vor Augen, jeder rennt weg, will raus da und weg vom Zelt.
Da würde ich nicht stehen bleiben und mir eine anzünden, oder um die Ecke lugen.
Oder versteh ich hier jetzt was falsch? Ist das gar nicht so hektisch?


Krayt schrieb:
»David ist durchgedreht.«, kam mir Irina zu Hilfe. »Hat ein paar Huren umgelegt und danach wahllos ins Publikum gefeuert.«
Hier wieder die Sache mit dem Punkt in der wörtlichen Rede. Das kommt im Verlauf noch öfter. Werd dir aber nicht alles hier reinzitieren, vielleicht schaust du mal selber drüber. Das ist aber auch nur so ne kleine Formsache und gehört in den Endschliff Smile
Und die Tatsache, dass es scheinbar einen Massenmord gab, würde mein Bild im Kopf vom panischen Szenario am Anfang unterstützen. Dementsprechend wären mir die Reaktionen etwas zu cool, gemessen an der Situation.


Krayt schrieb:
»Thomas.« Sie hauchte es, aber ich hörte sie und erhielt schlagartig das Bild eines nach hinten wegkippenden jungen Mannes mit im Hals steckendem Wurfmesser vor Augen. Blut spritzte, ergoss sich, färbte den roten Manegeboden dunkler. Eine dünne junge Frau ihm gegenüber an ein senkrechtes Holzbrett genagelt. Ihr mit Perlen und Pailletten bestickter BH durchtränkt, der nackte Bauch rot glänzend und zu ihren Füßen eine sich vergrößernde Lache. Sie hatte glasige Augen. Die erste, die starb.
Das klingt grausam. Sehr zimperlich bist du da nicht, find ich gut.
Das ist wirklich gut geschrieben, man hat es richtig vor Augen, was das Szenario noch schlimmer macht. Wenn man nicht wüsste, dass es sowas tatsächlich leicht mal geben kann...


Krayt schrieb:
Dann fing er an Komma seine Messer ins Publikum zu werfen.
Krayt schrieb:
Meine Hand massierte ihren Rücken, durch die Jacke hindurch, so gut als möglich.
Das rot markierte Komma muss weg und statt "als" muss da "wie" stehen.


Krayt schrieb:
Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste …
Die Wiederholung fällt hier sehr auf. Vielleicht streichst du das zweite "wirklich" einfach.


Krayt schrieb:
Sah die Szene hundert Mal, spürte die Kälte durch meine Knochen kriechen. Er war wirklich tot. ›Tot.‹ Wie Lisa sich wirklich fühlen musste … Fast schossen mir die Tränen in die Augen, ich kämpfte sie nieder. Ob es Lisa helfen würde, wenn ich mit ihr weinte? Ich wusste es nicht. Irgendeinen Artisten zu verlieren war eine Sache. Einen guten Freund, Fecht- oder Manegepartner, mit dem man so lange Säbeltanz trainiert hatte, dass man sich selbst bei gefährlichen Aktionen auf ihn verlassen konnte, eine andere. ›Und genau das war er für sie. Vielleicht sogar mehr.‹  
Mein Kopf schüttelte sich von selbst, die Gedanken abzuwerfen wie Ballast, der einen langsam und träge macht. Es half nichts. Ich sah Lisas Säbelhieb. Spritzendes Blut, das zum Zeitstillstand in abertausenden Tropfen in der Schwebe erstarrte.
Ob Lisa es jemals verkraften würde? ›Sie muss.‹
Ich wollte ihr noch etwas Tröstendes sagen, aber meine Lippen waren plötzlich taub wie ein Arm, auf dem man nachts zu lange gelegen hatte.
Die Szene ist wirklich sehr schön stark geschrieben. Man ist direkt bei ihr (zumindest habe ich eine sie im Kopf Wink) und fühlt die Trauer und das Chaos geradezu mit.

Das wars auch schon zu Teil 1.

Insgesamt gesehen gefällt mir der Einstieg wirklich super. Der Anfang ist stark und ausdrucksvoll, die Überleitung zur Story wirklich klasse gemacht und dass man danach in einem wahren Chaos landet schmeißt einen direkt in die Geschichte und man will wissen, was los ist.
Es sind am Anfang vielleicht etwas viele Personen, ich muss aber sagen, dass ich keine Probleme hatte, sie auseinander zu halten. Auch wenn Beziehungen und Aussehen noch vollkommen im Dunkeln liegen, aber wir sind ja auch gerade mal am Anfang.
Es ist wirklich sehr schön geschrieben, spannend formuliert und vor allem originell. Ich glaube, ich habe bisher noch nichts gelesen, was in einem Zirkus anfängt. Oder in einem Blutbad.

Im Ganzen gesehen weiß ich nicht, ob dir der Kommi irgendwas gebracht hat. Die beiden vor mir haben ja wirklich schon alles rausgeholt. Besonders hilfreich wird das jetzt wohl leider nicht gewesen sein.
Aber vielleicht freut er dich ja ein wenig, weil mir der Einstieg wirklich sehr gut gefallen hat Smile

So, damit werde ich jetzt mal ins Bett gehen und hoffe, dass dir das vielleicht ein wenig was gebracht hat.

Ganz liebe Grüße,
Cyra

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   13.11.13 18:11

Hallo Wolfi Winken

Wolfsspur schrieb:
Dass ich nciht sicher bin, liegt daran, dass du sie erst so müde gegen das Sofa sinken lässt, das war für mich so ein "sie ist todmüde und pennt ein und kriegt dann Alpträume Moment. Aber eben nicht ganz sicher. Ist für den Leser im Prinzip ja auch spannend, selbst nicht zu wissen, Traum, Wirklichkeit?
Ja, klar Very Happy
Werd sie vermutlich noch ein bisschen eher aufstehen lassen, der Fernseher läuft ja auch noch, ist mir vorhin aufgefallen o.O

Wolfsspur schrieb:
Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Er trug die Worte vor, wie alte vom Krieg gezeichnete Großväter, deren Korrektheit ihrer Weltauffassung man nicht ankratzen durfte.
Woher kennt sie denn solche Großväter?
Zitat :
Grmlgrmlgrml ... jaaaaa...... aaaah =( Very Happy
Mal gucken, wo ich einen "ähnlichen" Vergleich aus "ihrer" Welt finde o.O
wie war denn der entzückende Direkter neben lüstern noch so Very Happy
Grundsätzlich nicht schlechte Idee, aber passt nich ganz zu meiner Vorstellung von ihm. Immerhin hat ja wohl Amalia sich ihm gegenüber mal durchsetzen können. Wenn er so streng wäre, würde das seinem Image schaden^^
Hab den Part jetzt eh umgeschrieben, es auf seine Ungehaltenheit bezogen.
Bin mit der Korrektur noch nicht durch, ist daher noch nicht im Forum.

Wolfsspur schrieb:
Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Seeehr schlechte Stimmung.‹
Zitat :
Also trägt er es vor, als passt es ihm nicht?
Er ist ohnehin ungehalten. Es passt ihm nicht so richtig, er ist verstimmt, und es passt ihm doch, deshalb lässt er sie mit der Suppe gehen Very Happy
wenn er ihnen sowas in die Suppe getan hat, lässt er sie in einen Raum mit Waffen an der Wand gehen? Bin schon gespannt, was er damit bezwecken wollte ...
Kommt wohl nächstes Kapitel (oder auch nicht ... es gibt Vermutungen Very Happy)
Im Fernsehzimer sind keine Waffen an der Wand o.ö

Wolfsspur schrieb:
Ich würde mich da nicht in genauen angaben zum Haus vertiefen, klingen immer kompliziert und merkt sich eh keiner ....Very Happy
Jo... habs um ein "huschen über den Flur" ergänzt, das sollte ausreichen^^

Wolfsspur schrieb:
Es ging mir auch rein um das Wort "ausharren", das ist doch sehr altmodisch und gehoben.
Ich fands doch sehr schön da o.ö .... aber.. jetzt ist es weggelaufen und hat sich verwandelt Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Dass er als Straßenkind instinkte hat, ist klar, aber wieweit vertraut er zum Beispiel Lia?
Vielleich tmuss ich da noch mal ran, aber sollte auf jeden Fall schon besser sein o.ö

Wolfsspur schrieb:
Wenn der hochflor vereist, liegt dann so gefrorener Raureif drüber, du meinst also, er verwandelt sich in Eis ...
Da muss ich wohl noch mal ran scratch Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Jaaaaa, schreiben macht Spaß :Tanzen:
Wenn man in der Stimmung ist und eine geweckte Muse hat definitiv Very Happy

Wolfsspur schrieb:
leicht ist aber ein fluffiges wort, und wankte ... wenn dann wankend? Stöhnend griff ich mir an den dröhnenden Schädel, vornübergebeugt, wankend.
Klingt ganz gut Wink

Wolfsspur schrieb:
Ohne Bindewort suggeriert es Gleichzeitigkeit, also eher stand in der Manege, dann hockte ich plötzlich in einem Käfig ...
Einleuchtend Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Sie kriegt sie nicht an, sind wie verhakt, wollen nicht .. aber könnt ich ändern
Sie kriegt sie nicht an? Very Happy
 
ab
dummer Tippfehler Very Happy
Allein die Vorstellung, sie wöllte sie irgendwie anzünden oder so xDDD

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Bin gleich bei dir.‹
Wand oder Decke?
Zitat :
Sie meint Lisa o.ö
Das Satz davor Very Happy
? scratch 
Jetzt versteh ich's nicht mehr Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Phyikalisch ... der Wortsinn ist halt so ... und müsste eh ganz schlimm hatte heißen ... Ich lasse sowas in meinem Gestaltwanderer auch gerne weg, es macht die Sprache damit aber viel älter, was nicht zu ihr passt, finde ich, weder zu ihrem sonstigen reden, als auch zu ihrem Aufwachsen
das ist wohl richtig^^

Wolfsspur schrieb:
Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich heftete meinen Blick auf die Suppenschalen, die vergingen zu Sand, der sich zu einer Sanduhr ordnete, doch kaum angefangen zu rieseln, zerplatzte das sphärische Glas in alle Raumrichtungen. Ein Prickeln einschlagender Splitter auf der Haut überkam mich.
Das Prickeln überkam mich, klingt nicht richtig gut
Zitat :
hmmmmm .... *traurig guckt*
Mal schauen, was meine grauen Zellen stattdessen noch vorshclagen könnten o.ö
Wenns dir gefällt, dann lass es bloss so.
Es ist schon richtig, dass Prickeln es nicht ganz trifft .... ich such mal noch Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Wolfsspur schrieb:
Wieso will sie zu Betten?
Zitat :
Ok... Frage berechtigt .. aber sie will endlich pennen (irgendwie). Dann hat sie zwar Alpträume, aber kriegt wenigstens Schlaf. Steht nur nicht da (noch) Embarassed
Ja, angedeutet wäre nett Very Happy
scratch  ich sollt mir schon was einfallen lassen. Vermutlich hätte sie bei ihrem Lebensstil weniger das Problem gehabt mit den andern auf der Couch zu pennen ... scratch 

Wolfsspur schrieb:
Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Unter meinen Füßen wechselte der Boden zu einer staubigen Kraterlandschaft.
Bezug auf die andere Welt?
Zitat :
Nö, eigentlich nicht^^
Schade, wäre schön, eine frühste Erinnerung ausgegraben
Danke für die Idee :DDaaaas kann man ja noch einbauen Very Happy

Wolfsspur schrieb:

Liebe Grüße
und viel Spaß beim weitertüfteln. Bin schon sehr gespannt, wenns in die andere Welt geht!
Haha, danke Wink
Das tut mir ein wenig Leid, aber da wirst du leider noch ein klein wenig warten müssen, vermutlich. Teil 6 ist jetzt wie gesagt angefangen in seiner Überarbeitung (steht aber noch nichts drin hier im Forum), aber die Muse will grad nicht, ich bin die letzten Tage sowas von müde und ausgelaugt o.O und hab noch so viel Unikram Crying or Very sad In zwei Wochen (genau) fängt mein Praktikum an und raubt mir dann noch mehr Zeit. Darf dann im Labor stehen und Komplexe herstellen ... wär so schön, wenns Geschichten wären, die man da rührt :DMan werfe Zutaten in einen Kolben, koche, arbeite es auf und erhalte am Ende eine schöne Geschichte *träum*

Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   12.11.13 0:26

Hey Krayt Winken 


Wolfsspur schrieb:
Die Suppe, dann ins Fernsehzimmer, dann dass sie fast einschläft und das mit dem Bild beginnt, und immer und immer schlimmer wird und David und die Tat als Trauma wieder auftauchen. Den Aufbau finde ich gut. Aber die Umsetzung ist noch nicht soooo .... Ich denke, das willst du doch etwas genauer haben, wenn ich da an die verwirrende Szene mit dem Huhn und der Zwiesprache in meinem Text denke.
Ansonsten sehr schönes Konzept den Übergang in die andere Welt zu gestalten, wenn es denn so ist. Also hier mein Gemoser Very Happy
Zitat :
Danke =)
Die abgefahrenen Szenen hätt ich fast gern noch ein wenig länger ausgebaut, aber wollt dann auch wieder nicht zu sehr übertreiben. Was leider anscheinend nicht ganz rüberkommt: sie ist die ganze Zeit wach, sie halluziniert (übelst). Der Alte hat denen was in die Suppe getan, wusst auch nicht, was die grad durchlebt haben, aber, nunja, es muss kein "irdisches" Etwas gewesen sein, und dann in der Kombi mit Davids Durchdrehen, da kriegt Hanna dann mittendrin als sie es selbst kapiert/ihre Kontrolle wiedererlangt/erkämpft (so gut halt möglich) echt Angst um Lisa.
Dass ich nciht sicher bin, liegt daran, dass du sie erst so müde gegen das Sofa sinken lässt, das war für mich so ein "sie ist todmüde und pennt ein und kriegt dann Alpträume Moment. Aber eben nicht ganz sicher. Ist für den Leser im Prinzip ja auch spannend, selbst nicht zu wissen, Traum, Wirklichkeit?

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Es war warm in der Burg, aber ich mochte sie nicht. Zu wenig Fenster, zu wenig beleuchtete Gänge, der dunkelrote Stein machte mich paranoid und unser Gastgeber betrachtete mich zu oft mich solch durchdringenden Blicken, dass ich mir vorkam als würde ich ihm meine Gedanken entgegenschreien, da konnte auch die woher auch immer so schnell hergezauberte warme Suppe nicht hinwegtäuschen.
Ich liebe ja lange Sätze :DDas mit den Gedanken entgegenschreien ist ein klasse Ansatz. Telepathie?
Zitat :
Hab ich dem nichtmal zugrunde legen wollen (Telepathie), aber er ist ein "bisschen" ungehalten^^
Very Happy 



Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Haben Sie einen Fernseher?«
Fast hätte ich mich verschluckt. ›Mutig, Mitica.‹
»Wenn der junge Herr Lust hat, kann er sich gerne im Nebenzimmer vergnügen, wo er auch einen Fernseher vorfinden kann.«
kann oder wird?
Zitat :
Wenn du den Satzabschluss meinst würde "wird" mehr Sinn machen, richtig Very Happy
Ja, den meinte ich.Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Er trug die Worte vor, wie alte vom Krieg gezeichnete Großväter, deren Korrektheit ihrer Weltauffassung man nicht ankratzen durfte.
Woher kennt sie denn solche Großväter?
Zitat :
Grmlgrmlgrml ... jaaaaa...... aaaah =( Very Happy
Mal gucken, wo ich einen "ähnlichen" Vergleich aus "ihrer" Welt finde o.O
wie war denn der entzückende Direkter neben lüstern noch so Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Seeehr schlechte Stimmung.‹
Zitat :
Also trägt er es vor, als passt es ihm nicht?
Er ist ohnehin ungehalten. Es passt ihm nicht so richtig, er ist verstimmt, und es passt ihm doch, deshalb lässt er sie mit der Suppe gehen Very Happy
wenn er ihnen sowas in die Suppe getan hat, lässt er sie in einen Raum mit Waffen an der Wand gehen? Bin schon gespannt, was er damit bezwecken wollte ...

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich konnte Mitica nur bewundern, war neidisch, wie er aufstand, seine Schale Suppe griff - ›Die willst du jetzt nicht wirklich mitnehmen!?‹
Mein Blick schoss zu unserem Gastgeber, aber der schien es zu dulden.
Mitica war nicht mal an der Tür, ein genuscheltes ›Danke.‹ verloren, als Lisa aufstand und ihm folgte. ›Ok.‹ Aufstehen.
»Vielen Dank für die Suppe noch mal.«, murmelte ich, schloss die Tür hinter mir und huschte in den Nebenraum. Der Fernseher lief bereits, Mitica stellte gerade seine leere Schale zur Seite.
Sie geht doch erst in den Nebenraum und schließt dann die Tür. Was macht ihre Tante, wenn sie sich so verdrückt. Wenigstens einen Blick würde ich hier einbauen.
Das mit der Tante ist eine gute Idee :] Die hatt ich jetzt mal vergessen *lach*
Zitat :
Hmja.. sie schließt die Tür des Esszimmers, läuft durch die offene Tür des Nebenraumes (und müsste hier jetzt auch wieder eine Tür schließen) .... hmmm....
Ich würde mich da nicht in genauen angaben zum Haus vertiefen, klingen immer kompliziert und merkt sich eh keiner ....Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Wie lange müssen wir nun hier ausharren!?« Er starrte mich an, als müsste ich die Antwort wissen.
wieso benutzt er ein Wort wie ausharren?
Zitat :
Mitica weiß, dass das Auto weg ist und weiß nichts von dem Portal o.ö Aber er könnte die Frage ein wenig anders stellen, das ist richtig^^
Es ging mir auch rein um das Wort "ausharren", das ist doch sehr altmodisch und gehoben.

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich zuckte leicht mit den Schultern. »Ich weiß nicht, was in Amalias Kopf vorgeht. Aber wenn es dich beruhigt, ich mag den Kerl auch nicht.«
Sie sind vor der Polizei geflohen, haben kein Auto mehr und lebten sonst in kalten Wohnwagen, nun gibts essen, ein Riesen Haus und einen Fernseher und der hat auch nichts dagegen, dass man auf seinen teuren Möbeln Suppe vom Schoß isst. Dass sie dem ganzen nicht traut, ok. aber der Junge? Dann sollte er sich fragen, ob der auf Jungs steht, dann wäre es klar, dass er denkt, das hier geht nur gegen sexuelle Gefälligkeiten für einen alten Knacker ...
Zitat :
Hmmmm.... Würd sagen, Mitica traut dem Ganzen auch nicht.
Ja, kann generell Mitica da mal überarbeiten^^
Dass er als Straßenkind instinkte hat, ist klar, aber wieweit vertraut er zum Beispiel Lia?

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Als ich mich zurück zum Sofa drehte grinsten mir zwei unbewegliche Fratzen entgegen.
›Woouuw, was-?‹ Ich tat einen Schritt rückwärts, stieß gegen den Tisch, Geschirr klirrte. Kurz durchatmen.
Alles normal. Die beiden waren einfach nur eingenickt.
Wer grinst im Schlaf ... Das find ich etwas übertrieben.
Zitat :
Ich nicht, hier fangen bei ihr die ersten Halluzinationen an Very Happy
Oh, ja, das erklärt sich dann ... Auch wenn ich mit dem Bild anfangen würde ...

Wolfsspur schrieb:
Na das ist mal ein Problem *lach * Ist sie eingeschlafen, frage ich mich? Oder zeigst du mir ihre Magie
Halluzination :DUnd nicht selbst gezauberte, die könnte/würde sie ja steuern^^
Zitat :
Hab deshalb auch versucht das mit ihrer Empfindlichkeit gegenüber z.B. Lärm oder der weichen Couch auszudrücken.. aber anscheinend nicht genug? :/
Wie gesagt, es ist nicht schlimm, dass es nicht eindeutig ist, ist die Natur von Hallozinationen Very Happy Und da kann jeder Leser ja selbst entscheiden, ab wann er es merkwürdig findet.

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Eine Welle des Hochflors fing es, schlug nieder, vereiste den Untergrund. Unter ihm wogte es in einem Grünblau.
Bei dem unterstrichenen Satz hast du mich nun abgehängt. Was passiert? Wie kann sie sehen, in selcher Farbe es unter ihm wogt?
Zitat :
Mhm, es soll eine dünne, unregelmäßige Eisschicht sein ... dann sollt ichs wohl "ergänzen" Very Happy
Wenn der hochflor vereist, liegt dann so gefrorener Raureif drüber, du meinst also, er verwandelt sich in Eis ...

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Oh man.‹
Mir schwindelte. Die Farbe wechselte zu weiß, Eis knackte, Kälte attackierte mich, tiefe Risse klafften auf. David stand mitten im Raum. Er bückte sich, zog die Hure vom Totenbrett aus dem Gletscher. Ihre hellblauen gebrochenen Augen stierten mich an. Die Haut wächsern, violette Farbflecke, die sich darunter ausbreiteten. Ihr wundervolles blondes Haar, das sich über den Boden ergoss, als David sie fallen ließ, sich in alle Richtungen über das Eis verteilte.
Klasse Bilder!
Zitat :
Haha, danke :]
Mir hat am Tag der Einfälle hierfür fast schon ein wenig vor mir selbst gegruselt xD Laufe/gehe deine Wege und überleg aber überall, was du siehst, was könnte damit passieren? :shock:Stell dir vor, es würde dir gerade selbst passieren. Der Blutteppich, der anfängt sich unter dir auszubreiten, Brücken werden lebendig, aus der Straßenbahn eine Achterbahn, alles ist lebendig und kann sich bewegen, verdrehen, verfärben .... O.O
(btw: ich hab noch nie gekifft Laughing)
Jaaaaa, schreiben macht Spaß Tanzen 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Duuuu, bist die Nächste!« Eine unmenschlich tiefe, heisere Stimme, ein leichtes Vibrieren.
Ich keuchte. Was zur Hölle war hier los?
Davids Finger verwandelten sich zu Messern, er lachte. Stöhnend griff ich mir an den dröhnenden Schädel, leicht vornübergebeugt, wankte
Das unterstrichene wirkt etwas drangeklatscht.
Zitat :
Hmmm^^ Guck ich mir an Wink
Ist grad was zum verdeutlichen des Lachens (=Lärm) eingefallen: Echo, immer lauterer Wiederhall im KOpf -> dröhnt, wie wenn Energie sich anstaut, keine Möglichkeit geboten sich zu entladen ....
leicht ist aber ein fluffiges wort, und wankte ... wenn dann wankend? Stöhnend griff ich mir an den dröhnenden Schädel, vornübergebeugt, wankend.

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Sein Torso resonierte das schallende Gelächter des Publikums um ein Unzähliges,
resonierte heißt sowas wie mitschwingen, das passt so nicht in den Satz, meinst du reflektierte? Danach ein Punkt, weil der nöchste Satz ein neues Thema hat.
Zitat :
Von Resonanz ... dann hab ich mich da wohl vergriffen o.o
Mhm, weiß nicht, wollte es sehr (!) fließend halten, darf dabei auch ineinander verschwimmen
ja, das ist etwas vergriffen, musst du etwas länger ausführen und das verschwimmen, o.k. Ich mach das ja auch gerne Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
ich stand in der Manege, hockte plötzlich in einem Käfig
entweder in der Menge stehen oder im Käfig hocken ... ich würde stehen durch war ersetzen. Ich war in der Manege, hockte ...
Zitat :
Ich kann versuchen es noch ein wenig anders auszudrücken, aber es war durchaus gemeint, sie steht in der Manege und hockt in der nächsten Sekunde bereits im Käfig
Ohne Bindewort suggeriert es Gleichzeitigkeit, also eher stand in der Manege, dann hockte ich plötzlich in einem Käfig ...


Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Das Lachen echote grässlich verzerrt, wirbelte den Manegensand auf.
echote klingt für mich nicht so gut an der Stelle
Zitat :
Uff... aber genau das sollte es .... vielleicht als Echo zurückgeworfen werden, Wiederhall ...
Die Echos des Lachens, grässlich verzerrt, wirbelten den Sand der Manege auf.

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Oh man, ich will hier raus.‹ Hatte unser Gastgeber …
Ich rüttelte an den Gitterstäben, bekam meine Hände nicht mehr los. Kleine Schlangen lösten sich, immer mehr, wanden sich um meine Arme. ›Nein!‹ Verzweifelt warf ich den Kopf in den Nacken, erblickte die auf mich niederfahrende Decke. Speerspitzen glänzten. Meine Hände hakten.
Was bedeutet, meine Hände hakten?
Zitat :
Sie kriegt sie nicht an, sind wie verhakt, wollen nicht .. aber könnt ich ändern
Sie kriegt sie nicht an? Very Happy 


Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Es regnete Innereien, mein Magen krampfte. Die sich um meine Arme schlängelnden Därme drangen zwischen meine Zähne, in meinen Hals, tiefer. Mein Atem setzte aus, Ekel, was ein Ekel, diese glibschigen -
Ich beugte mich vorne über und kotzte mir die Seele aus dem Leib. Keuchte. Erblickte den Teppichboden. Schloss die Augen, versuchte tief in meinem Inneren nach meinem Verstand zu greifen.
Bei die um die Arme schlängelnden Därme fehlt mir ein Stück Text bis in den Mund hinein.
Zitat :
wanden sich in Windeseile meinem Kopf entgegen .... fänd ich fast zu lang .. aber ich überleg mal Wink
So wärs schonmal kürzer


Zitat :
›Bin gleich bei dir.‹
Wand oder Decke?
Zitat :
Sie meint Lisa o.ö
Das Satz davor Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Mein Blick erfasste weitere Austrittsstellen an Blut. Es rann in dichten Schwaden und schweren Tropfens die Tapete hinunter. Dort wo das Regal gestanden (hat einfügen), klaffte ein schwarzes Loch.
Schwaden funktioniert nur bei etwas das in der Luft schwebt, schwere Tropfen
Zitat :
Physikalisch korrekt, ja ... ma gucken was mir dann einfällt Very Happy
Fands ohne "hat" schöner irgendwie Very Happy
Phyikalisch ... der Wortsinn ist halt so ... und müsste eh ganz schlimm hatte heißen ... Ich lasse sowas in meinem Gestaltwanderer auch gerne weg, es macht die Sprache damit aber viel älter, was nicht zu ihr passt, finde ich, weder zu ihrem sonstigen reden, als auch zu ihrem Aufwachsen

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich heftete meinen Blick auf die Suppenschalen, die vergingen zu Sand, der sich zu einer Sanduhr ordnete, doch kaum angefangen zu rieseln, zerplatzte das sphärische Glas in alle Raumrichtungen. Ein Prickeln einschlagender Splitter auf der Haut überkam mich.
Das Prickeln überkam mich, klingt nicht richtig gut
Zitat :
hmmmmm .... *traurig guckt*
Mal schauen, was meine grauen Zellen stattdessen noch vorshclagen könnten o.ö
Wenns dir gefällt, dann lass es bloss so.

Wolfsspur schrieb:
Wieso will sie zu Betten?
Zitat :
Ok... Frage berechtigt .. aber sie will endlich pennen (irgendwie). Dann hat sie zwar Alpträume, aber kriegt wenigstens Schlaf. Steht nur nicht da (noch) Embarassed 
Ja, angedeutet wäre nett Very Happy 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich sah Lisa in den Armen des Alten hängen. Wut staute sich. Warum tat er uns das an?
Du hast gut reingebracht, dass es die Suppe sein könnte und man weiß nicht, wieviel davon sie träumt. Und der Gastgeber ist der Bösewicht. Man ist gespannt, wieviel davon wahr ist.
Haha xD Ab ihrem "Besinnen" sollte es in etwa klar sein^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Unter meinen Füßen wechselte der Boden zu einer staubigen Kraterlandschaft.
Bezug auf die andere Welt?
Zitat :
Nö, eigentlich nicht^^
Schade, wäre schön, eine frühste Erinnerung ausgegraben

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Eine Tür leuchtete hellblau auf. Hatte er sie für uns markiert? Das war ja schon fast wieder nett.
Warum denkt sie das?
Zitat :
Weil sie wach ist :lol:Und denbkt, dahinter wäre der Schlafraum ... es ist richtig ... ich seh schon.. eine Menge im Schreiben "links liegen" gelassen :/
Ach, vielleicht gar nicht so, hier ein Wort da ein Wort ...

Liebe Grüße
und viel Spaß beim weitertüfteln. Bin schon sehr gespannt, wenns in die andere Welt geht!
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   10.11.13 10:03


Hey Krayt,

Krayt schrieb:

Xhex schrieb:
Fazit:
Mal von der Sache mit dem Wagen und der blauen Farbe abgesehen, hat mir auch dieser Teil sehr gut gefallen und ich habe nichts zu meckern gefunden. Gegen Ende des Teils schürst du dazu noch durch die Sache mit den Ohren und dem Zaubern die Neugier, sehr gut. Hat Spaß gemacht zu lesen. Very Happy
Danke!! =)
Aber ... "nichts zu meckern gefunden"? *Misstrauisch linst* Du hat zwar was aufgeführt .. aber bitte, wirklich, halt dich nicht zurück, es eröffnet mir nur Möglichkeiten den Text verbessern zu können :]
Lach ... ich habe ja geschrieben: Mal von der Sache mit dem Wagen und der blauen Farbe abgesehen ...
da habe ich ja gemeckert - nur das wars dann auch schon, alles andere hat mir gut gefallen und keine Sorge, wenn ich was zum Meckern finde, mecker ich. Twisted Evil 

Krayt schrieb:
Bin trotzdem noch am Überlegen da noch was zu schieben. Könnte da grad irgendwie am Besten noch eine dritte Meinung gebrauchen =D Du findest es hier passend (hab schon vorausgeguckt, das Meiste (oder alles andere in "Erklärungsrichtung") auch), Wolfsspur hingegen ist wieder für den Anfang .. schwer schwer
Krayt, dass wird immer so sein, dass andere Leser/Betaleser da unterschiedliche Meinungen haben und ein Richtig oder Falsch gibt es da meiner Meinung nach auch selten. Sicher ist eine dritte Meinung da manchmal gut - manchmal vielleicht aber auch nicht und verwirrt nur noch mehr. Letztendlich würde ich da dann nach deinem Bauchgefühl gehen, welche Variante sich für dich besser anfühlt.

LG
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   09.11.13 23:40

Hallo Wolfsspur Winken 


Wolfsspur schrieb:
Der Text erscheint mir noch ziemlich roh.
äh, ja, noch ein bisschen *glucks* Aber, nunja, auch erstmal relativ runtergeschrieben und ein paar grobe Schnitzer entfernt xD

Wolfsspur schrieb:
Die Suppe, dann ins Fernsehzimmer, dann dass sie fast einschläft und das mit dem Bild beginnt, und immer und immer schlimmer wird und David und die Tat als Trauma wieder auftauchen. Den Aufbau finde ich gut. Aber die Umsetzung ist noch nicht soooo .... Ich denke, das willst du doch etwas genauer haben, wenn ich da an die verwirrende Szene mit dem Huhn und der Zwiesprache in meinem Text denke.
Ansonsten sehr schönes Konzept den Übergang in die andere Welt zu gestalten, wenn es denn so ist. Also hier mein Gemoser Very Happy
Danke =)
Die abgefahrenen Szenen hätt ich fast gern noch ein wenig länger ausgebaut, aber wollt dann auch wieder nicht zu sehr übertreiben. Was leider anscheinend nicht ganz rüberkommt: sie ist die ganze Zeit wach, sie halluziniert (übelst). Der Alte hat denen was in die Suppe getan, wusst auch nicht, was die grad durchlebt haben, aber, nunja, es muss kein "irdisches" Etwas gewesen sein, und dann in der Kombi mit Davids Durchdrehen, da kriegt Hanna dann mittendrin als sie es selbst kapiert/ihre Kontrolle wiedererlangt/erkämpft (so gut halt möglich) echt Angst um Lisa.

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Es war warm in der Burg, aber ich mochte sie nicht. Zu wenig Fenster, zu wenig beleuchtete Gänge, der dunkelrote Stein machte mich paranoid und unser Gastgeber betrachtete mich zu oft mich solch durchdringenden Blicken, dass ich mir vorkam als würde ich ihm meine Gedanken entgegenschreien, da konnte auch die woher auch immer so schnell hergezauberte warme Suppe nicht hinwegtäuschen.
Ich liebe ja lange Sätze :DDas mit den Gedanken entgegenschreien ist ein klasse Ansatz. Telepathie?
Hab ich dem nichtmal zugrunde legen wollen (Telepathie), aber er ist ein "bisschen" ungehalten^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Und es hing eine Spannung in der Luft... Eine Sprengladung, dessen zündender Funke schon unterwegs war, hätte es nicht besser beschreiben können. Lisa und Mitica schienen es auch zu spüren. Ich hatte sie noch nie so schnell zum Verbrennen heiße Suppe löffeln sehen.
Das unterstrichene passt für mich irgendwie nicht so wirklich.
Schönes Detail mit der Suppe.
Ja.. die ist ein bisschen ungehobelt Very Happy
Danke :]

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Mein Blick schweifte im Zimmer umher. Kunstvoll geschnitztes Mobilar aus einem dunkel rotbraunen Holz, ein gemauerter offener Kamin und altertümliche Waffen K auf blank poliert K posierend an den Wänden.
posierten? auch wenn ich posierend so als Wort mag ... eigentlich posieren sie ja nicht, sondern werden ausgestellt vom Gastgeber. Ich würde mehr Focus darauf legen, was für ein Mensch sich so einrichtet. Und nach der Messer und Degen David Geschichte, sollten Waffen eine gefühlsmäßig andere Bedeutung haben. Sie kann isch hier schon ruhig unwohl fühlen ...
Stimmt, werd ich bearbeiten

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Dazwischen Schilde, schmiedeeiserne Kerzenleuchter, ein verblichener Perser auf dem Boden und über allem schwebte ein weit ausschweifender Leuchter in Form eines Rades.
ausschweifender passt nicht, ausladender
Stimmt, werd ich ändern

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Amalia und der bisher nicht vorgestellte Herr tauschten Blicke, zu viele.
Schöner Satz!
Danke Wink

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich war mir nicht sicher, aber es schien eine Feindseligkeit in ihnen zu liegen, deren Abgründe viel tiefer zu liegen vermochten, als sie durchscheinen ließen.
zu liegen vermochten - passt nicht. Das ist als ob sie das aktiv könnten, die Abgründe. deren Abgründe viel tiefer gehen mochten, als sie durchscheinen ließen.
Klingt schön o.ö danke :]

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Und sie vertraute ihm? Warum kamen wir dann überhaupt hierher?
Wenn sie Feindseligkeit bemerkt, dann doch eher  Sie vertraute ihm doch nicht. Warum ...
Klingt...logisch o.O .. xD Danke Wink

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Haben Sie einen Fernseher?«
Fast hätte ich mich verschluckt. ›Mutig, Mitica.‹
»Wenn der junge Herr Lust hat, kann er sich gerne im Nebenzimmer vergnügen, wo er auch einen Fernseher vorfinden kann.«
kann oder wird?
Wenn du den Satzabschluss meinst würde "wird" mehr Sinn machen, richtig Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Er trug die Worte vor, wie alte vom Krieg gezeichnete Großväter, deren Korrektheit ihrer Weltauffassung man nicht ankratzen durfte.
Woher kennt sie denn solche Großväter?
Grmlgrmlgrml ... jaaaaa...... aaaah =( Very Happy
Mal gucken, wo ich einen "ähnlichen" Vergleich aus "ihrer" Welt finde o.O

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Seeehr schlechte Stimmung.‹
Also trägt er es vor, als passt es ihm nicht?
Er ist ohnehin ungehalten. Es passt ihm nicht so richtig, er ist verstimmt, und es passt ihm doch, deshalb lässt er sie mit der Suppe gehen Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich konnte Mitica nur bewundern, war neidisch, wie er aufstand, seine Schale Suppe griff - ›Die willst du jetzt nicht wirklich mitnehmen!?‹
Mein Blick schoss zu unserem Gastgeber, aber der schien es zu dulden.
Mitica war nicht mal an der Tür, ein genuscheltes ›Danke.‹ verloren, als Lisa aufstand und ihm folgte. ›Ok.‹ Aufstehen.
»Vielen Dank für die Suppe noch mal.«, murmelte ich, schloss die Tür hinter mir und huschte in den Nebenraum. Der Fernseher lief bereits, Mitica stellte gerade seine leere Schale zur Seite.
Sie geht doch erst in den Nebenraum und schließt dann die Tür. Was macht ihre Tante, wenn sie sich so verdrückt. Wenigstens einen Blick würde ich hier einbauen.
Das mit der Tante ist eine gute Idee :] Die hatt ich jetzt mal vergessen *lach*
Hmja.. sie schließt die Tür des Esszimmers, läuft durch die offene Tür des Nebenraumes (und müsste hier jetzt auch wieder eine Tür schließen) .... hmmm....

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Wie lange müssen wir nun hier ausharren!?« Er starrte mich an, als müsste ich die Antwort wissen.
wieso benutzt er ein Wort wie ausharren?
Mitica weiß, dass das Auto weg ist und weiß nichts von dem Portal o.ö Aber er könnte die Frage ein wenig anders stellen, das ist richtig^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich zuckte leicht mit den Schultern. »Ich weiß nicht, was in Amalias Kopf vorgeht. Aber wenn es dich beruhigt, ich mag den Kerl auch nicht.«
Sie sind vor der Polizei geflohen, haben kein Auto mehr und lebten sonst in kalten Wohnwagen, nun gibts essen, ein Riesen Haus und einen Fernseher und der hat auch nichts dagegen, dass man auf seinen teuren Möbeln Suppe vom Schoß isst. Dass sie dem ganzen nicht traut, ok. aber der Junge? Dann sollte er sich fragen, ob der auf Jungs steht, dann wäre es klar, dass er denkt, das hier geht nur gegen sexuelle Gefälligkeiten für einen alten Knacker ...
Hmmmm.... Würd sagen, Mitica traut dem Ganzen auch nicht.
Ja, kann generell Mitica da mal überarbeiten^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Als ich mich zurück zum Sofa drehte grinsten mir zwei unbewegliche Fratzen entgegen.
›Woouuw, was-?‹ Ich tat einen Schritt rückwärts, stieß gegen den Tisch, Geschirr klirrte. Kurz durchatmen.
Alles normal. Die beiden waren einfach nur eingenickt.
Wer grinst im Schlaf ... Das find ich etwas übertrieben.
Ich nicht, hier fangen bei ihr die ersten Halluzinationen an Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Direkte Gedanken find ich hier etwas viel an unnötiges verschwendet. Sie ist doch eh ein Ich-erzähler
Ich war eh zu wach, da konnte ich mir das auch näher ansehen. Würde reichen.
Ein bisschen Atmosphäre bounce Aber ich kanns mal beim Überarbeiten mir noch mal angucken ^.~
Mit dem Satz hast du natürlich recht Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Na das ist mal ein Problem *lach * Ist sie eingeschlafen, frage ich mich? Oder zeigst du mir ihre Magie
Halluzination :DUnd nicht selbst gezauberte, die könnte/würde sie ja steuern^^
Hab deshalb auch versucht das mit ihrer Empfindlichkeit gegenüber z.B. Lärm oder der weichen Couch auszudrücken.. aber anscheinend nicht genug? :/

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Eine Welle des Hochflors fing es, schlug nieder, vereiste den Untergrund. Unter ihm wogte es in einem Grünblau.
Bei dem unterstrichenen Satz hast du mich nun abgehängt. Was passiert? Wie kann sie sehen, in selcher Farbe es unter ihm wogt?
Mhm, es soll eine dünne, unregelmäßige Eisschicht sein ... dann sollt ichs wohl "ergänzen" Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Oh man.‹
Mir schwindelte. Die Farbe wechselte zu weiß, Eis knackte, Kälte attackierte mich, tiefe Risse klafften auf. David stand mitten im Raum. Er bückte sich, zog die Hure vom Totenbrett aus dem Gletscher. Ihre hellblauen gebrochenen Augen stierten mich an. Die Haut wächsern, violette Farbflecke, die sich darunter ausbreiteten. Ihr wundervolles blondes Haar, das sich über den Boden ergoss, als David sie fallen ließ, sich in alle Richtungen über das Eis verteilte.
Klasse Bilder!
Haha, danke :]
Mir hat am Tag der Einfälle hierfür fast schon ein wenig vor mir selbst gegruselt xD Laufe/gehe deine Wege und überleg aber überall, was du siehst, was könnte damit passieren? :shock:Stell dir vor, es würde dir gerade selbst passieren. Der Blutteppich, der anfängt sich unter dir auszubreiten, Brücken werden lebendig, aus der Straßenbahn eine Achterbahn, alles ist lebendig und kann sich bewegen, verdrehen, verfärben .... O.O
(btw: ich hab noch nie gekifft Laughing)

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
»Duuuu, bist die Nächste!« Eine unmenschlich tiefe, heisere Stimme, ein leichtes Vibrieren.
Ich keuchte. Was zur Hölle war hier los?
Davids Finger verwandelten sich zu Messern, er lachte. Stöhnend griff ich mir an den dröhnenden Schädel, leicht vornübergebeugt, wankte
Das unterstrichene wirkt etwas drangeklatscht.
Hmmm^^ Guck ich mir an Wink
Ist grad was zum verdeutlichen des Lachens (=Lärm) eingefallen: Echo, immer lauterer Wiederhall im KOpf -> dröhnt, wie wenn Energie sich anstaut, keine Möglichkeit geboten sich zu entladen ....

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Sein Torso resonierte das schallende Gelächter des Publikums um ein Unzähliges,
resonierte heißt sowas wie mitschwingen, das passt so nicht in den Satz, meinst du reflektierte? Danach ein Punkt, weil der nöchste Satz ein neues Thema hat.
Von Resonanz ... dann hab ich mich da wohl vergriffen o.o
Mhm, weiß nicht, wollte es sehr (!) fließend halten, darf dabei auch ineinander verschwimmen

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
ich stand in der Manege, hockte plötzlich in einem Käfig
entweder in der Menge stehen oder im Käfig hocken ... ich würde stehen durch war ersetzen. Ich war in der Manege, hockte ...
Ich kann versuchen es noch ein wenig anders auszudrücken, aber es war durchaus gemeint, sie steht in der Manege und hockt in der nächsten Sekunde bereits im Käfig

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
und sah David mit seinen Händen die Leiche zerfetzen, seinen Kopf in ihrem Körper versenken und blutbesudelt wieder auftauchen. Unsere Augen trafen sich, mein Herz setzte aus.
›Er ist wahnsinnig.‹
Angesichts der Taten finde ich das wahnsinnig etwas überflüssig und irgendwie zu wenig ... wenn jemand nur böse kuckt und jemand stellt fest, er ist wahnsinnig, gut, aber hier wäre eher das Wort Monster angebracht, wenn er schon Leichen zerfetzt ....
haha xD
Mal überlegen, was ihr dann dazu einfallen könnte Twisted Evil 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Das Lachen echote grässlich verzerrt, wirbelte den Manegensand auf.
echote klingt für mich nicht so gut an der Stelle
Uff... aber genau das sollte es .... vielleicht als Echo zurückgeworfen werden, Wiederhall ...

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Oh man, ich will hier raus.‹ Hatte unser Gastgeber …
Ich rüttelte an den Gitterstäben, bekam meine Hände nicht mehr los. Kleine Schlangen lösten sich, immer mehr, wanden sich um meine Arme. ›Nein!‹ Verzweifelt warf ich den Kopf in den Nacken, erblickte die auf mich niederfahrende Decke. Speerspitzen glänzten. Meine Hände hakten.
Was bedeutet, meine Hände hakten?
Sie kriegt sie nicht an, sind wie verhakt, wollen nicht .. aber könnt ich ändern

Wolfsspur schrieb:
»Lass mich hier raaaus!!« Ich brüllte mir die Stimmbänder durch.
Zitat :
David höhnte, griff in den toten Körper.
David verhöhnte mich oder höhnte und dann Worte, die er sagt. Nur höhnte kommt mir unvollständig vor.
Hmm... ok Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Es regnete Innereien, mein Magen krampfte. Die sich um meine Arme schlängelnden Därme drangen zwischen meine Zähne, in meinen Hals, tiefer. Mein Atem setzte aus, Ekel, was ein Ekel, diese glibschigen -
Ich beugte mich vorne über und kotzte mir die Seele aus dem Leib. Keuchte. Erblickte den Teppichboden. Schloss die Augen, versuchte tief in meinem Inneren nach meinem Verstand zu greifen.
Bei die um die Arme schlängelnden Därme fehlt mir ein Stück Text bis in den Mund hinein.
wanden sich in Windeseile meinem Kopf entgegen .... fänd ich fast zu lang .. aber ich überleg mal Wink

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
›Lisa!‹
Ich fuhr auf, die Welt drehte sich, hielt mir den Kopf. Wenn ich das durchmachte, was musste dann erst sie - ? Um meine Füße wand sich schwarzer Nebel. ›Die Suppe.‹ Bestimmt unser „Gastgeber“ –
Ein markerschütternder Schrei zwang mich in die Knie. Als ich aufsah, erblickte ich sie mit einem Messer da stehen. War es echt?
Ich sprang auf, strauchelte gegen ein Regal, der Boden bewegte sich wie ein Schiff in schwerem Sturm.
»Thomas!« Es folgte ein Schrei, der mir den Anschein machte mein Trommelfell zerreißen zu wollen.
Das unterstrichene find ich recht langsam für das Dramatische der Situation.
Stimmt

Zitat :
›Bin gleich bei dir.‹
Wand oder Decke?
Sie meint Lisa o.ö

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Unter mir breitete sich Blut über den Boden aus, rann über eine unsichtbare Kante in den schwarzen Untergrund, dessen Tiefe ich nicht zu ergründen vermochte.
Ich glaube, du meinst Abgrund, nicht Untergrund
Ups o.O Embarassed definitiv xD

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Mein Blick erfasste weitere Austrittsstellen an Blut. Es rann in dichten Schwaden und schweren Tropfens die Tapete hinunter. Dort wo das Regal gestanden (hat einfügen), klaffte ein schwarzes Loch.
Schwaden funktioniert nur bei etwas das in der Luft schwebt, schwere Tropfen
Physikalisch korrekt, ja ... ma gucken was mir dann einfällt Very Happy
Fands ohne "hat" schöner irgendwie Very Happy

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich heftete meinen Blick auf die Suppenschalen, die vergingen zu Sand, der sich zu einer Sanduhr ordnete, doch kaum angefangen zu rieseln, zerplatzte das sphärische Glas in alle Raumrichtungen. Ein Prickeln einschlagender Splitter auf der Haut überkam mich.
Das Prickeln überkam mich, klingt nicht richtig gut
hmmmmm .... *traurig guckt*
Mal schauen, was meine grauen Zellen stattdessen noch vorshclagen könnten o.ö

Wolfsspur schrieb:
Wieso will sie zu Betten?
Ok... Frage berechtigt .. aber sie will endlich pennen (irgendwie). Dann hat sie zwar Alpträume, aber kriegt wenigstens Schlaf. Steht nur nicht da (noch) Embarassed 

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich sah Lisa in den Armen des Alten hängen. Wut staute sich. Warum tat er uns das an?
Du hast gut reingebracht, dass es die Suppe sein könnte und man weiß nicht, wieviel davon sie träumt. Und der Gastgeber ist der Bösewicht. Man ist gespannt, wieviel davon wahr ist.
Haha xD Ab ihrem "Besinnen" sollte es in etwa klar sein^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Unter meinen Füßen wechselte der Boden zu einer staubigen Kraterlandschaft.
Bezug auf die andere Welt?
Nö, eigentlich nicht^^

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Plötzlich hielten wir. Irgendwas von ›Schlüssel‹ drang über mein Ohr ins Bewusstsein.
Wirklich über das Ohr? Ich würde das offen lassen.
Hmmm.... Denk schon .. es sei denn, ich bau noch mehr halluzinierte Stimmen/Geräusche ein

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Eine Tür leuchtete hellblau auf. Hatte er sie für uns markiert? Das war ja schon fast wieder nett.
Warum denkt sie das?
Weil sie wach ist :lol:Und denbkt, dahinter wäre der Schlafraum ... es ist richtig ... ich seh schon.. eine Menge im Schreiben "links liegen" gelassen :/

Wolfsspur schrieb:
Zitat :
Ich schleppte mich auf sie zu, hörte noch ein schwaches ›Drecksack!‹ von Amalia – Wo war denn die Klinke?
Irgendwer stieß mir in den Rücken, dass ich trudelnd durch das Licht in eine Schwärze fiel und mir den Kopf stieß.
Ich bin gespannt, ob das wirklich der Übergang ist oder sie das doch nur alles träumt. Nach dem letzten Satz denke ich, sie ist wirklich durch ein Tor gestoßen worden.
Tut mir ja Leid, dass ich dir nun doch schon einiges vorweg genommen hab o.ö  ... aber dass sie halluziniert sollte schon irgendwie bei rauskommen scratch 
Womit deine letzte Frage relativ beantwortet sein sollte (spätestens in den ersten Sätzen/Abschnitten des nächsten Kapitels Wink)

Wolfsspur schrieb:
ch denke nach der Überarbeitung word das ein weiteres starke Stück Text cheers
Danke!! cheers 

Vielen, vielen Dank für deinen Kommi!! =) Er hat mir definitiv ein paar heftige ... "Lücken" offenbart =D

Liebe Grüße
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   09.11.13 22:41

Hey Xhex

Xhex schrieb:
weiter gehts mit Teil 3. Twisted Evil
und weiter geht's Twisted Evil 
 
Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Der Schnee zu meinen Füßen war alles andere als weiß und pulvrig. ›Noch mehr Scheiße.‹
Sehr schöner Beginn, gefällt mir. Very Happy
Danke ^.^

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Wieso wollte sie weg? Auch nur wegen den Reportern oder – nein, daran wollte ich gar nicht denken. Ich wollte mit ihren Fantasiegeschichten nichts zu tun haben. Alles Gelabere, ihrem Kopf entsprungene Bilder, um der Realität zu entfliehen. Als Kind mag man gerne träumen, doch in meinem Alter sollte die Vernunft überwiegen. ›Allein um der Rauheit der Welt entgegen blicken zu können.‹
Richtig klasse und spannende Andeutung, die natürlich sofort neugierig macht. Twisted Evil
Danke =)
Kämpf trotzdem noch mit dem Zeitpunkt. FInd fast, hab hier im dritten Abshcnitt zu viel auf einmal hingehauen ... schwer schwer schwer scratch 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Lisa rückte auf Irinas und meinen Schoß, kauerte sich zusammen, in meine Decke gewickelt.
Hmmm ... auf den Schoß von Beiden? scratch Würde ich nur auf einen von beiden machen.
Hatte die Vorstellung, dass Lisa sich zusammenkauert/eingerollt hinlegt ....glaub, die will grad nicht sitzen xD Aber ich kanns ein bisschen deutlicher machen, das stimmt Wink

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Dass bisher keine Polizei aufgetaucht war konnte nur heißen, dass die Straßen dicht waren. Es behinderte sie, aber auch uns.
Sehr schön!
Danke =)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
›Hoffentlich sieht es auf der Autobahn oder wo auch immer Amalia hin will, besser aus.‹
Der Gedankensatz hingegen gefällt mir jetzt vom Sinn her nicht so besonders. Denn, wenn Hanna nicht weiß, wo Amalia hin will, wird sie wohl sicher nicht als erstes Denken, hoffentlich sieht es auf der Autobahn besser aus. Also falls Amalia da hin will. Ist unlogisch. Du könntest Hanna überlegen lassen, wo ihre Tante wohl hin will, könnte dann denken? Zur Autobahn? Ob die wohl frei ist?
So in die Richtung halt, also umstellen, dann passt es wieder.
Das stimmt, danke Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Wir können wahrscheinlich nicht lange mit dem Wagen fahren. Sie werden sicher merken, dass er fehlt.«, meinte ich.
Sascha gab vom Beifahrersitz ein trockenes Lachen von sich. »Das werden sie, Han, das werden sie.«
Wer? Die Leute im Zirkus? Na und? Sollte wohl das kleinste Problem sein. Ich meine, dass sie alle weg sind, wird eh bald bemerkt und wenn sie merken, dass der Wagen weg ist, joah gut, natürlich kanns sein, dass einer von ihnen den Wagen genommen hat. aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass sie auch alle im Wagen sein müssen. Was, wenn jetzt mit dem Wagen nur einer weggefahren wäre und die anderen zu Fuß? Per Anhalter? Und wenn nur einer den Wagen genommen hätte, wer von ihnen? Und auch wenn es den Zikusleuten klar sein sollte, dass sie alle in dem Wagen sitzen, haben sie wohl erst einmal andere Dinge zu tun: Polizei, Reporter und und und. Bis die Zeit finden, sich darum zu kümmern, können die mit dem Wagen schon Gott weiß wo sein. Und wie wollen sie den wagen eigentlich aufspüren? Anzeige bei der Polizei udn die suchen lassen? Ziemlich riskant, oder?
Würde ich daher etwas umstellen und gar nicht groß von Wagen wechseln sprechen, sondern lass Hanna es doch sarkastisch feststellen, so nach dem Motto: Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis sie merken, dass wir den Wagen haben ... Oder halt irgendwie in diese Richtung. Ich weiß ja nicht, was du geplant hast und ob sie später wirklich noch den Wagen wechseln - können sie auch ruhig tun, nur halt nicht aus diesem Grund.
scratch  ja, da sollt ich noch was drehen, danke Wink

Xhex schrieb:
Habe ich ja schon in Wolfsspurs Kommi und deinen Antworten gelesen, muss mich da aber auch nochmal zu äußern. Also ich habe das bisher auch noch in keinem Buch gesehen, dass das so gehandhabt wird. Persönlich gefällt mir das jetzt auch nicht so besonders gut, wenn dann in einem Buch plötzlich verschieden Farebn auftauchen und das "nur", weil man eine fremde Sprache übersetzen will.
Ist doch eigentlich auch überflüssig. Wie viel der fremde(n) Sprachen soll denn in deinen Kapitel vorkommen? Nur einzelne Begriffe hier und da mal? Das kannst du ganz leicht lösen, indem du den Begriff in der anderen Sprache mit in den Text packst und dann die Erklärung mit einfließen lässt - ganz nebenbei natürlich. Mache ich bei meinen Hunters auch. Da sagt Duncan auf gälisch z. B. Mo Cúshla. Und die Klärung, was das bedeutet, kommt direkt als Gedanke von ihm hinter her: Ja, er wusste zwar  nicht wann und wie es passiert war, aber sie war sein Herz.
Und damit weiß jeder, was das bedeutet.
Willst du ganze Dialoge in einer anderen Sprache führen ist das auch kein Problem, da schreibst du dann z. B. Sie wechselte ins yadonische, damit die anderen nicht mitbekamen ... Und dann schreibst du deinen Dialog einfach normal weiter.
Und so kannst du das ja auch hier mit dem Mama machen, einfach einen kleinen Hinweis mit einbringen, dass das yadonische Wort bedeutet oder aber eben du gibst nen Hinweis drauf, dass sie auf Yadonisch schreit.
Hmmm... ok, ich würds echt am Liebsten so lassen, aber wenn dem so ist .. o.ö
Denk, ich belass es auch vorerst dabei, damit ich eine bessere Übersicht habe. Weiß jetzt  auch noch nicht, wie viele verschiedene Sprachen mal auf einen Teil oder ein Kapitel kommen können. Nur, wenns farbig ist, kann ichs später wenigstens in einem vernünftig alles finden und "umstellen". Kann ja versuchen beim Schreiben der Szene an geeigneten Stellen noch ein bisschen "Platz" zu lassen, dass mans später dann leichter einbauen kann (wie wechselte zum etc).
Also, werds später vermutlich anders lösen, es aber aus (für mich persönlichen) Übersichtsgründen erstmal lassen. Hoffe, das stört euch dann beim Lesen nicht zu sehr? o.O

Xhex schrieb:
Sehr schön den Traum geschildert, ich liebe sowas ja. Ist dir wirklich gut gelungen.
Danke!! cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Gedankenverloren starrte ich aus dem Fenster. Es war noch immer dunkel, wenn man es dunkel nennen konnte. Das viele Weiß und rosa getönte Schneewolken… Nein, dunkel war es wahrhaftig nicht.
Sehr schön, gefällt mir. Very Happy
Juhuu =)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Amalia fuhr schnell und noch immer fielen dicke Flocken, dicht wie Sand am Meer. Das Meer! Ich schloss meine Augen und versuchte es mir vorzustellen. Ein Strand, eine warme Sonne und das dunkle Wasser, das so dunkel war, dass es den tiefsten Schluchten der Meere entstammen musste. Felsen, an denen sich laut und unter Aufspritzen weißer Gischt die Wellen brachen… das Rauschen.
Als ich meine Augen öffnete sah ich Schnee. Kalten, weißen, unbarmherzigen Schnee. Nur nicht ganz so viel wie im Traum. Mit einer wirschen Handbewegung versuchte ich ihn abzuschütteln.
Super schön beschrieben, klasse!
Schadenfroh 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Unnötig sich weiter Gedanken darüber zu machen. Es war ein Traum, der mich immer wieder einholte, immer und immer wieder, seit ich denken kann. Es war das Einzige, das mich glauben ließ, Amalia spinne vielleicht doch nicht ganz, und die andere Welt, von der sie sprach, gebe es wirklich. Aber es konnte auch genauso gut das Fabrikat meiner Gedanken sein, die eine zu grausige Geschichte zu Kindheitstagen nicht vernünftig verarbeiten konnten.
Lach ... jaja, immer diese Träume, die gar keine sind. Kommt mir bekannt vor. Twisted EvilWink Aber wirklich toll geschrieben.
Haha, danke =D

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Statt einer Antwort stierte ich missmutig nach draußen. Dass sie es nicht sagte bestätigte nur meine dunkle Vermutung in mir.
Das " in mir" kannste streichen, ist ja klar, dass die Vermutung in ihr und nicht außerhalb ist. Wink
Sie hat es sich auf die Stirn geklebt Rolling Eyes .. Nein, ich streichs Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich selbst bin so lang seit ich denken kann Mitglied des Zirkus‘. ›Wohl nun gewesen.‹ Meine Tante sagte zwar, sie und ich kämen eigentlich aus einer anderen Welt, von einem anderen Planeten, aber ich hielt es für Schwachsinn… mittlerweile. Abgesehen von ihrer großen Fantasie, die mehrere nicht existente Sprachen umfasste, mit der sie mich als kleines Kind fesselte und ich die Sprachen auch noch fleißig lernte … ›Man muss einfach realistisch bleiben.‹  Wenn es diese wunderschöne Welt gab, warum in aller Teufels Namen ließ sie mich dann in einen Wanderbordell verrotten?›Ich will dich doch nur verstecken, wo man ganz sicher nicht nach dir suchen wird.‹, echote mir ihre Antwort im Kopf. Meine Familie, dahingemetzelt. Von wem, vermochte sie mir nicht zu sagen, wusste es angeblich selber nicht.
Finde ich jetzt hier und an dieser Stelle der Geschichte wirklich zum richtigen Zeitpunkt eingebracht. Und jetzt passt es auch besser, dass sie es mittlerweile für Schwachsinn hält. Die Szene ist dir wirklich gut gelungen.
Danke =)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich musste mir selbst gegenüber zugeben, dass ich Angst hatte, sie könnte mit ihrer Fantasie tatsächlich Recht haben.
Dieses "selbst gegenüber" gefällt  mir nicht so richtig. Vielleicht besser: Ich musste mir eingestehen, dass...
So vermeidest du dieses "selbst gegenüber"
Hmmm... ich überlegs mir Wink

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich versuchte mir einzureden, meine spitzen Ohren waren einfach nur Zufall. Im Publikum waren mir schon manchmal Menschen mit zumindest eckigen Ohren aufgefallen. Spitz auch, nur halt nicht so spitz … wie ich.
Sehr schön. Lach ... herrlich, besonders das:  Spitz auch, nur halt nicht so spitz … wie ich.
Hahaha xD Ich hatte früher mal ein Mädel in der Klasse, das hatte tatsächlich, verglichen mit ganz "normalen" Ohren, eine Ecke drin, sodass es ein bisschen spitz wirkte. Nicht flach auslaufend, sondern halt normal mit der Wölbung, aber die Ecke da halt Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ja, ich konnte zaubern, verfügte über irgendeine Art „übernatürlicher“ Kräfte. Aber wer außer den Wissenschaftlern sagte denn, dass das unnatürlich war? Konnte es nicht sein, dass gerade einige der besten Zauberer deshalb ihre Tricks nicht preisgaben, damit sie nicht aufgeschnitten auf dem Tisch im Forschungslabor landeten? Es gab bestimmt sehr viel mehr Menschen wie mich in dieser Welt. ›Sie verstecken sich nur, wie ich mich.‹
Soweit meine Erinnerung zurückreichte trug ich schon immer einen Illusionszauber über den Ohren. Tag und Nacht, niemals abgelegt, mit der Zeit von Amalia übernommen. Manchmal vermeinte ich aus den Augenwinkeln bei ihr auch spitze zu sehen. Aber sicher war ich mir bis heute nicht. Gefragt ... je weniger ich mit ihr drüber sprach, desto besser, ich wollte es nicht mehr hören.
Auch wieder eine sehr schöne und schlüssige Szene, die mir auch von der Erklärung sehr gut gefällt.
Danke :]

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Amalia hatte immer Angst, dass es irgendjemand vielleicht spüren könnte, wenn ich meine Magie einsetzte. Dementsprechend wenig hatte ich geübt und es zumeist bei kleineren Spielereien belassen. Und doch zugleich sagte sie mir, ich müsse üben, um sie in den Griff zu kriegen.
Meine eigene Tante war mir suspekt.
Lach ... glaube ich Hanna aufs Wort. Wäre mir an ihrer Stelle auch suspekt. Suspect
Haha xD Danke cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich sah wieder David in der Manege stehen, das irre Funkeln in den Augen. Ob ich ihn hätte stoppen können, wenn meine Kräfte geübter gewesen wären?
Mein Blick fing eine besonders große Schneeflocke.
Wer wusste schon, wie viel an den Menschen echt war, die da auf den Zuschauerplätzen verharrten? Wie viel an Menschen überhaupt echt war? Wie viele von ihnen versteckte spitze Ohren hatten?
Sehr gutes Ende des Teils! Wirklich!
Danke Embarassed 

Xhex schrieb:
Fazit:
Mal von der Sache mit dem Wagen und der blauen Farbe abgesehen, hat mir auch dieser Teil sehr gut gefallen und ich habe nichts zu meckern gefunden. Gegen Ende des Teils schürst du dazu noch durch die Sache mit den Ohren und dem Zaubern die Neugier, sehr gut. Hat Spaß gemacht zu lesen. Very Happy
Danke!! =)
Aber ... "nichts zu meckern gefunden"? *Misstrauisch linst* Du hat zwar was aufgeführt .. aber bitte, wirklich, halt dich nicht zurück, es eröffnet mir nur Möglichkeiten den Text verbessern zu können :]

Vielen, vielen Dank für deinen Kommi! =)
Mal schauen, vielleicht setz ich mich morgen an die Korrektur o.ö

LG
Krayt
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Krayt

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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   09.11.13 22:17

Hallo Xhex =)

Vielen Dank für deinen Kommi! cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Das ist eine Katastrophe! Bis der Zirkus wieder laufen wird…«
»Er wird sehr schnell wieder laufen. Fragt sich eher wie.« Irina ließ sich ins rote Polster sinken und legte ihren Kopf auf die Rückwand. Sie betrachtete die Decke.
»Ich muss gehen. Lisa muss gehen. Sascha wird mitkommen.« Sie sprach es mit einer Ruhe, über die ich nur staunen konnte. »Mitica sollte mitkommen. Wie es mit dir aussieht, Hanna, weiß ich nicht.«
Mitica ließ ein freudloses Auflachen hören, mehr ein Schnauben. »Mir können sie nichts.«
»Ich weiß nicht.«, murmelte ich Irina meine Antwort zu. ›Ihr würdet mir fehlen.‹
Sehr schön dargestellt. Du hast die Stimmung gut getroffen und die Szene ist auch richtig schön bildhaft.
Danke =)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich warf einen besorgten Blick Richtung Hochbett. Von Lisa war nichts zu sehen. ›Armes Mädel.‹ Davon, dass wir ihr eigentlich alle zu Dank verpflichtet waren … Sie hatte David getötet, Augenzeugen gab es mehr als genug. Aber das würde ihr nicht helfen.
Sehr schön, besonders der grün markierte Satz.
cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Ich sah ihn mit dem Messer ausholen. ›Lisa!!‹, hatte ich gedacht, wollte vorstürmen. Da stolperte er, fiel in ihren Säbel, für ihn sehr unglücklich. ›Oder sehr glücklich, je nachdem, wie man es drehen will.
Hmmm, mit doppelten Satzzeichen stehe ich - im Gegensatz bei Kommis Very Happy - etwas auf Kriegsfuß. Ich finde, das eine Ausrufezeichen ist absolut ausreichend um die Intensität zu verdeutlichen. Und auch das "hatte ich gedacht" finde ich dann zum Ausrufezeichen nicht so wirklich passend, weil das im Gegensatz dazu eher ruhig wirkt. Daher würde ich mich da auf ein Ausrufezeichen beschränken und dann in etwa wie folgt fortfahren: ›Lisa!‹, schrie ich in Gedanken... oder ›Lisa!‹, schrien meine Gedanken... halt irgendetwas in die Richtung.
Grün markierter Teil: Sehr stark! Gefällt mir ausgesprochen gut!
Das doppelte Ausrufezeichen war durchaus, um das ohnehin "Hinweisen" noch mal zu verdeutlichen, dem Gedanken noch mal mehr Kraft zu verleihen, fand es eigentlich recht passend.
Mit dem "schrieen meine Gedanken", das werd ich mir überlegen, wobei es mich da grad in den Fingern juckt es fast noch ein wenig heftiger zu machen Very Happy

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Was ihn dazu überhaupt, abgesehen von den kichernden Nutten, animiert haben könnte? Er hatte Messer schon immer gemocht, war außerhalb der Manege introvertiert… Verdammt, darüber hatte ich jetzt keine Zeit nachzudenken.  
Schön eingefügt.
Danke =)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Eine jung aussehende Frau mit langem schwarzen Haar und leuchtenden Augen von einem Grün-blau wie Meereswasser einer idyllischen Südseeinsel, stand im Rahmen. Meine Tante. Hoch gewachsen, schlank. Der Wind spielte mit ihrem Haar, wiegte ihre Strähnen, auf und ab, wie das Leben. ›Und irgendwann ist alles still.‹
Gefällt mir immer noch die Beschreibung. Very Happy
*selig grins* Very Happy 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Wieso.. was?« Mitica war aufgestanden, fuhr sich linkisch durch sein Haar. Seine Augen starrten in die Ferne, richteten sich plötzlich auf mich. Entsetzen. »Ich will nicht mit. Wohin wollt ihr? Ich hab damit nichts zu tun! Ich-«
Sehr schön.
=)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Irina unterbrach ihn unfreundlich. »Wenn du nicht mitkommst wirst du vermutlich zurück nach Rumänien abgeschoben zu deinen Eltern, die dann hinter Gittern landen, weil sie ein Kind ausgesetzt haben. Willst du das?«
Klasse!
Hihi, ich fand, es passte beim Umschreiben einfach an der Stelle herrlich zu Irina :DDass sie ihn sofort drauf anspricht und nicht erst einen Satz später^^

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Mitica riss den Mund auf, schloss ihn, starrte Irina böse an, tat zwei Schritte, zerrte die Tür auf und ging.
Ich sah ihn fröstelnd zwischen dem Weiß verschwinden. Verärgert trat ich die Tür ins Schloss. Nur weil es ausgenudelt war gab’s noch lange keinen Grund, dass man Türen nicht auch schließen konnte.
Mein Blick schweifte erneut zum Hochbett.
»Lisa, bitte, ich würde dir gerne mehr Zeit zum Trauern geben, aber wir müssen weg.«
Ein Wimmern antwortete.  
Gefällt mir ebenfalls sehr gut.
cheers 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»So ein Dreck.«, murrte ich. Da ich annahm mein orientalisches Kostüm eh nie wieder zu brauchen riss ich es grob von mir und schlüpfte in das nächste, was ich fand: eine abgewetzte Jeans, löchriges T-Shirt und stinkender Pulli. Wenigstens ohne Blut daran. ›Oder Schweiß von Fremden.‹
Um meinen Lohn zu verbessern … Amalia hat es nicht gewollt. Hat mir eine Ohrfeige gegeben, ich sei keine Hure, dann mit dem Direktor gesprochen und was auch immer sie ihm gesagt hat, seitdem hat er immer schnell weggeguckt wenn ich ihn erwischte, wie er seinen lüsternen Blick auf mich richtete. Irina durfte dafür büßen.
Japp, das gefällt mir, ist schön rund und besonders gut gefällt mir die Ohrfeige. Twisted Evil
Twisted Evil 
Fällt grad auf, das löchrige T-Shirt hatt ich noch ändern wollen, schmutzig ist mir letztens noch dafür eingefallen, passt vielleicht besser, ist dann nicht ganz so krass und schmutzig, why not? xD

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Lisa, bitte, komm jetzt runter!« Konnte man vor Schock abschalten, sich vor der Realität verschließen?  
Na klar. Very Happy
Ja o.ö Hab auch schon überlegt, ob ich das an der Stelle nicht versuch noch ein bisschen anders auszudrücken scratch 


Xhex schrieb:

Krayt schrieb:
Irina zog gerade ihre dicken Stiefel an, griff ein.
»Du weißt, wo du landest, wenn dich die Polizei in die Finger kriegt.«
›Autsch.‹
Ein hysterisches Schluchzen. Dann kam sie plötzlich heruntergeklettert, die blutigen Fetzen heftig klimpernd, die Augen mehr rot als weiß.
»Ich wollte… David nicht töten.«
Irina und ich sahen uns verdutzt an.
»Ich bin noch minderjährig! Gilt kein Jugendstrafrecht?«
»Das dir einen Scheißdreck nützt, du bist nicht mal schuldig, das war Notwehr!«, fauchte Irina. »Davids Tod schert doch deinen Vater nicht! Die stempeln dich auf der Titelseite der Zeitung als eiskalte Mörderin ab und stecken dich dann einfach zurück in die Psychiatrie und fertig.« Sie atmete tief durch, senkte kurz den Kopf. »Sorry, ich-« Brach ab, sah mich halb verzweifelt an, fuhr dann wesentlich ruhiger fort. »An deiner Stelle würde ich abhauen, weg, ins Ausland, untertauchen, einen neuen Pass besorgen… alles tun um mich nicht fangen zu lassen. Glaub mir, alles ist besser als hinter Gittern, und seien es die einer Irrenanstalt, zu sitzen. Wenn du da erst einmal wieder rauskommst… du könntest dir vermutlich auch besser gleich das Leben nehmen. Einmal im Teufelskreis, kein Entrinnen.«
Ihre Augen hefteten sich auf einen unbestimmten Punkt. An was sie gerade dachte? Ich kannte sie schon so lange und doch wusste ich so wenig über sie und ihre Vergangenheit.
»Aber-«, setzte Lisa nun verblüfft an.
Jaaaaaaaaa, so gefällt mir das und jetzt ist das ganze auch schön rund, tolles Detail mit der Psychiatrie und das ›Autsch.‹ ist einfach nur herrlich. Twisted Evil
Danke!! Schadenfroh 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Dann bleib doch hier und versauer bei deinen Göttern in Weiß!« Wütend knallte sie ein Handtuch in ihre Tasche, starrte Lisa böse an, gab etwas zwischen einem verärgerten Schnauben und Seufzen von sich, packte die Griffe und warf sich ihre Decke über die Schultern. Kalter Wind und Schneeflocken wehten herein, als sie die Tür aufstieß, verwandelten den Eingang in einen Misch aus nasser Dusche und zerstreuter Zuckerwatte.
Klasse!
=)

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Sie verharrte, sog tief die eisige Luft ein und drehte sich zu mir und Lisa um, langsam, fast bedächtig, wie ein Raubtier, das über seiner Beute harrt, abwägend, mit wem es sie teilen soll.  
Statt "mir und Lisa" würde ich schlicht "uns" schreiben, ist aber Geschmackssache.
Kann man überlegen, ist mir ehrlich gesagt vorher überhaupt nicht eingefallen o.ö Würde natürlich einer Freundschaft zwischen den beiden gegenüber stützend wirken.

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
Wenn David doch nur nicht durchgedreht wäre! Wie die Huren ihm nur überhaupt hatten vertrauen können, dass sie sich von ihm hatten um Zentimeter mit Messern bewerfen lassen, wenn nicht mal seine Herkunft sicher war? Aus den USA, dass ich nicht lachte! Ich glaubte eher, dass er aus England kam und sich beim Einschleichen mit dem Schiff vertan hatte und Amerika ein Wunschdenken geblieben war.
Sehr gut!
Danke =)
Bin trotzdem noch am Überlegen da noch was zu schieben. Könnte da grad irgendwie am Besten noch eine dritte Meinung gebrauchen =D Du findest es hier passend (hab schon vorausgeguckt, das Meiste (oder alles andere in "Erklärungsrichtung") auch), Wolfsspur hingegen ist wieder für den Anfang .. schwer schwer scratch 

Xhex schrieb:
Krayt schrieb:
»Warum kommen du und Amalia mit?«
Unwillkürlich huschte der Ansatz eines Lächelns über mein Gesicht. »Ich hab keine Lust auf die ganzen Scheißreporter, Polizisten et cetera.« Ich schwieg ein paar Sekunden. »Ich sehe es als Chance, diesem Loch hier entkommen und vielleicht ein neues Leben beginnen zu können, vielleicht sogar mit euch. Irgendwo weit weg, vielleicht ein anderes Land, vielleicht kann ich einen Schulabschluss machen, vielleicht eine Ausbildung. … Oder auch einfach nur einen unwichtigen Nebenjob wie Putzen. Aber dann hätte ich wenigstens ein Leben, das ich frei gestalten könnte. Ich weiß nicht, ob ich es hier sonst je raus schaffen könnte.«
Japp auch hier ist das jetzt eine schöne Runde Sache.
cheers 

Xhex schrieb:
Fazit:
Jetzt fließt Teil II richtig schön, ist stimmig und gefällt mir richtig gut.
Danke! =)

LG
Krayt
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   09.11.13 17:36

Hallo Krayt

Der Text erscheint mir noch ziemlich roh.
Die Suppe, dann ins Fernsehzimmer, dann dass sie fast einschläft und das mit dem Bild beginnt, und immer und immer schlimmer wird und David und die Tat als Trauma wieder auftauchen. Den Aufbau finde ich gut. Aber die Umsetzung ist noch nicht soooo .... Ich denke, das willst du doch etwas genauer haben, wenn ich da an die verwirrende Szene mit dem Huhn und der Zwiesprache in meinem Text denke.
Ansonsten sehr schönes Konzept den Übergang in die andere Welt zu gestalten, wenn es denn so ist. Also hier mein Gemoser Very Happy 


Teil VI

Zitat :
Es war warm in der Burg, aber ich mochte sie nicht. Zu wenig Fenster, zu wenig beleuchtete Gänge, der dunkelrote Stein machte mich paranoid und unser Gastgeber betrachtete mich zu oft mich solch durchdringenden Blicken, dass ich mir vorkam als würde ich ihm meine Gedanken entgegenschreien, da konnte auch die woher auch immer so schnell hergezauberte warme Suppe nicht hinwegtäuschen.
Ich liebe ja lange Sätze Very Happy Das mit den Gedanken entgegenschreien ist ein klasse Ansatz. Telepathie?
Zitat :
Und es hing eine Spannung in der Luft... Eine Sprengladung, dessen zündender Funke schon unterwegs war, hätte es nicht besser beschreiben können. Lisa und Mitica schienen es auch zu spüren. Ich hatte sie noch nie so schnell zum Verbrennen heiße Suppe löffeln sehen.
Das unterstrichene passt für mich irgendwie nicht so wirklich.
Schönes Detail mit der Suppe.
Zitat :
Mein Blick schweifte im Zimmer umher. Kunstvoll geschnitztes Mobilar aus einem dunkel rotbraunen Holz, ein gemauerter offener Kamin und altertümliche Waffen K auf blank poliert K posierend an den Wänden.
posierten? auch wenn ich posierend so als Wort mag ... eigentlich posieren sie ja nicht, sondern werden ausgestellt vom Gastgeber. Ich würde mehr Focus darauf legen, was für ein Mensch sich so einrichtet. Und nach der Messer und Degen David Geschichte, sollten Waffen eine gefühlsmäßig andere Bedeutung haben. Sie kann isch hier schon ruhig unwohl fühlen ...
Zitat :
Dazwischen Schilde, schmiedeeiserne Kerzenleuchter, ein verblichener Perser auf dem Boden und über allem schwebte ein weit ausschweifender Leuchter in Form eines Rades.
ausschweifender passt nicht, ausladender
Zitat :
Amalia und der bisher nicht vorgestellte Herr tauschten Blicke, zu viele.
Schöner Satz!

Zitat :
Ich war mir nicht sicher, aber es schien eine Feindseligkeit in ihnen zu liegen, deren Abgründe viel tiefer zu liegen vermochten, als sie durchscheinen ließen.
zu liegen vermochten - passt nicht. Das ist als ob sie das aktiv könnten, die Abgründe. deren Abgründe viel tiefer gehen mochten, als sie durchscheinen ließen.

Zitat :
Und sie vertraute ihm? Warum kamen wir dann überhaupt hierher?
Wenn sie Feindseligkeit bemerkt, dann doch eher Sie vertraute ihm doch nicht. Warum ...
Zitat :
»Haben Sie einen Fernseher?«
Fast hätte ich mich verschluckt. ›Mutig, Mitica.‹
»Wenn der junge Herr Lust hat, kann er sich gerne im Nebenzimmer vergnügen, wo er auch einen Fernseher vorfinden kann.«
kann oder wird?
Zitat :
Er trug die Worte vor, wie alte vom Krieg gezeichnete Großväter, deren Korrektheit ihrer Weltauffassung man nicht ankratzen durfte.
Woher kennt sie denn solche Großväter?
Zitat :
›Seeehr schlechte Stimmung.‹
Also trägt er es vor, als passt es ihm nicht?
Zitat :
Ich konnte Mitica nur bewundern, war neidisch, wie er aufstand, seine Schale Suppe griff - ›Die willst du jetzt nicht wirklich mitnehmen!?‹
Mein Blick schoss zu unserem Gastgeber, aber der schien es zu dulden.
Mitica war nicht mal an der Tür, ein genuscheltes ›Danke.‹ verloren, als Lisa aufstand und ihm folgte. ›Ok.‹ Aufstehen.
»Vielen Dank für die Suppe noch mal.«, murmelte ich, schloss die Tür hinter mir und huschte in den Nebenraum. Der Fernseher lief bereits, Mitica stellte gerade seine leere Schale zur Seite.
Sie geht doch erst in den Nebenraum und schließt dann die Tür. Was macht ihre Tante, wenn sie sich so verdrückt. Wenigstens einen Blick würde ich hier einbauen.
Zitat :
»Wie lange müssen wir nun hier ausharren!?« Er starrte mich an, als müsste ich die Antwort wissen.
wieso benutzt er ein Wort wie ausharren?
Zitat :
Ich zuckte leicht mit den Schultern. »Ich weiß nicht, was in Amalias Kopf vorgeht. Aber wenn es dich beruhigt, ich mag den Kerl auch nicht.«
Sie sind vor der Polizei geflohen, haben kein Auto mehr und lebten sonst in kalten Wohnwagen, nun gibts essen, ein Riesen Haus und einen Fernseher und der hat auch nichts dagegen, dass man auf seinen teuren Möbeln Suppe vom Schoß isst. Dass sie dem ganzen nicht traut, ok. aber der Junge? Dann sollte er sich fragen, ob der auf Jungs steht, dann wäre es klar, dass er denkt, das hier geht nur gegen sexuelle Gefälligkeiten für einen alten Knacker ...
Zitat :
Ich schob mir die letzten Löffel Brühe rein, sammelte Lisas Schale ein und stellte sie zu Miticas auf einen kleinen Tisch. Als ich mich zurück zum Sofa drehte grinsten mir zwei unbewegliche Fratzen entgegen.
›Woouuw, was-?‹ Ich tat einen Schritt rückwärts, stieß gegen den Tisch, Geschirr klirrte. Kurz durchatmen.
Alles normal. Die beiden waren einfach nur eingenickt.
Wer grinst im Schlaf ... Das find ich etwas übertrieben.
Zitat :
Leicht beklommen schlenderte ich zum Sofa. ›Schlafen wäre gut.‹ Aber irgendwie fühlte ich mich doch zu wach. ›Was soll’s?‹ Versuchen konnte ich es ja, ließ mich auf den Boden nieder, lehnte meinen Rücken an das weiche Polster und versank. ›Wirklich weich.‹ Ich hatte das Gefühl meine Schultern wurden komplett von der weichen Masse aufgenommen.
Mein Blick wanderte gemächlich das Zimmer ab. ›Abgefahrene Einrichtung.‹ Ein Flachbildschirm so groß meine alte Matratze, darunter ein flacher, langgezogener Tisch aus sehr dunklem Holz, nicht ein Fleck ohne Schnitzerei, die afrikanischer Herkunft vermuten ließ, auf einem sehr modernen Regal eine orientalische Lampe, an der Decke die Konturen eines schwebenden Buddha, eine halb verrottete Armbrust hinter Glas, trotz der kleinen Fenster ein Dschungel aus Topfpflanzen vor dem Blick nach draußen und Bilder an den Wänden, darunter eine Burg, so realistisch, als wäre der Rahmen nur eine Öffnung in die Ferne.
Meine Augen blieben jedoch auf einer sich bewegenden Malerei hängen. Ein sehr dezent gehaltenes Farbenspiel.
Ich zuckte mit den Schultern - ›Bin eh zu wach.‹ Wo war meine Müdigkeit hin? – erhob mich und lief auf es zu.
Direkte Gedanken find ich hier etwas viel an unnötiges verschwendet. Sie ist doch eh ein Ich-erzähler
Ich war eh zu wach, da konnte ich mir das auch näher ansehen. Würde reichen.
Zitat :
Es bestand aus vielen kleinen unregelmäßigen Rechtecken, die sich horizontal und vertikal zu verschieben schienen. In ihnen weitere kleine, sich bewegende Muster, darin neue. Jeder Stein ein Korridor, in das Bild hinein.
Fasziniert ließ ich einen Finger dem Verlauf des Musters aufwärts über die Oberfläche fahren.
Ich kicherte, löste meinen Finger. Wie albern! Drehte mich halb weg, wollte zurück zum Sofa - ›Du musst irgendwie schlafen.‹ - sah meine gelbe Fingerkuppe.
›Scheiße!‹
Fuhr herum. Eine dicke breite Spur zog sich über Kunstwerk, vermischte all die Farben zu einem matten braunen Brei.
›Ob ich da noch - ?‹ Illusionen waren meine Stärke.
›Was-?‹ Ich tat eiligst einen Schritt zurück. Das Werk glänzte feucht, Muster bewegten sich, abwärts, am Rahmen sammelte sich eine Pfütze.
›Oh Gott, was hab ich-?‹
Platsch!
Tief atmend starrte ich es an. Sah den zweiten Tropfen zu Boden schweben.
Platsch!
›Hör auf.‹ Der Spritzer besudelte Tapete und Regal.
Platsch!
Die Pfütze schwoll an, hinterließ eine grauweiße Leinwand, ergoss sich über das Geschwulst von wucherndem Rahmen.
Meine Füße machten einen Satz rückwärts.
Klirr!
Na das ist mal ein Problem *lach * Ist sie eingeschlafen, frage ich mich? Oder zeigst du mir ihre Magie
Zitat :
Es klingelte in meinen Ohren. Warum hatten wir die verdammten Schalen nicht auf’s Fensterbrett gestellt?
Der Boden schwankte, als ich mich drehte, fühlte den Schwung einer Pirouette. Meine Hand griff nach dem Tisch, stieß ihn um. Ich sah das Geschirr fliegen. ›Oh nein.‹
Eine Welle des Hochflors fing es, schlug nieder, vereiste den Untergrund. Unter ihm wogte es in einem Grünblau.
Bei dem unterstrichenen Satz hast du mich nun abgehängt. Was passiert? Wie kann sie sehen, in selcher Farbe es unter ihm wogt?
Zitat :
›Oh man.‹
Mir schwindelte. Die Farbe wechselte zu weiß, Eis knackte, Kälte attackierte mich, tiefe Risse klafften auf. David stand mitten im Raum. Er bückte sich, zog die Hure vom Totenbrett aus dem Gletscher. Ihre hellblauen gebrochenen Augen stierten mich an. Die Haut wächsern, violette Farbflecke, die sich darunter ausbreiteten. Ihr wundervolles blondes Haar, das sich über den Boden ergoss, als David sie fallen ließ, sich in alle Richtungen über das Eis verteilte.
Klasse Bilder!
Zitat :
»Duuuu, bist die Nächste!« Eine unmenschlich tiefe, heisere Stimme, ein leichtes Vibrieren.
Ich keuchte. Was zur Hölle war hier los?
Davids Finger verwandelten sich zu Messern, er lachte. Stöhnend griff ich mir an den dröhnenden Schädel, leicht vornübergebeugt, wankte
Das unterstrichene wirkt etwas drangeklatscht.
Seine Zähne waren wie gefeilt, wuchsen zu großen Hauern.
Zitat :
Sein Torso resonierte das schallende Gelächter des Publikums um ein Unzähliges,
resonierte heißt sowas wie mitschwingen, das passt so nicht in den Satz, meinst du reflektierte? Danach ein Punkt, weil der nöchste Satz ein neues Thema hat.
Zitat :
ich stand in der Manege, hockte plötzlich in einem Käfig
entweder in der Menge stehen oder im Käfig hocken ... ich würde stehen durch war ersetzen. Ich war in der Manege, hockte ...
Zitat :
und sah David mit seinen Händen die Leiche zerfetzen, seinen Kopf in ihrem Körper versenken und blutbesudelt wieder auftauchen. Unsere Augen trafen sich, mein Herz setzte aus.
›Er ist wahnsinnig.‹
Angesichts der Taten finde ich das wahnsinnig etwas überflüssig und irgendwie zu wenig ... wenn jemand nur böse kuckt und jemand stellt fest, er ist wahnsinnig, gut, aber hier wäre eher das Wort Monster angebracht, wenn er schon Leichen zerfetzt ....

Zitat :
Das Lachen echote grässlich verzerrt, wirbelte den Manegensand auf.
echote klingt für mich nicht so gut an der Stelle
Zitat :
›Oh man, ich will hier raus.‹ Hatte unser Gastgeber …
Ich rüttelte an den Gitterstäben, bekam meine Hände nicht mehr los. Kleine Schlangen lösten sich, immer mehr, wanden sich um meine Arme. ›Nein!‹ Verzweifelt warf ich den Kopf in den Nacken, erblickte die auf mich niederfahrende Decke. Speerspitzen glänzten. Meine Hände hakten.
Was bedeutet, meine Hände hakten?
»Lass mich hier raaaus!!« Ich brüllte mir die Stimmbänder durch.
Zitat :
David höhnte, griff in den toten Körper.
David verhöhnte mich oder höhnte und dann Worte, die er sagt. Nur höhnte kommt mir unvollständig vor.
Zitat :
Es regnete Innereien, mein Magen krampfte. Die sich um meine Arme schlängelnden Därme drangen zwischen meine Zähne, in meinen Hals, tiefer. Mein Atem setzte aus, Ekel, was ein Ekel, diese glibschigen -
Ich beugte mich vorne über und kotzte mir die Seele aus dem Leib. Keuchte. Erblickte den Teppichboden. Schloss die Augen, versuchte tief in meinem Inneren nach meinem Verstand zu greifen.
Bei die um die Arme schlängelnden Därme fehlt mir ein Stück Text bis in den Mund hinein.
Zitat :
›Lisa!‹
Ich fuhr auf, die Welt drehte sich, hielt mir den Kopf. Wenn ich das durchmachte, was musste dann erst sie - ? Um meine Füße wand sich schwarzer Nebel. ›Die Suppe.‹ Bestimmt unser „Gastgeber“ –
Ein markerschütternder Schrei zwang mich in die Knie. Als ich aufsah, erblickte ich sie mit einem Messer da stehen. War es echt?
Ich sprang auf, strauchelte gegen ein Regal, der Boden bewegte sich wie ein Schiff in schwerem Sturm.
»Thomas!« Es folgte ein Schrei, der mir den Anschein machte mein Trommelfell zerreißen zu wollen.
Das unterstrichene find ich recht langsam für das Dramatische der Situation.
[quote]›Bin gleich bei dir.‹
Wand oder Decke?
Zitat :
Platsch!
›Noch ein Schritt.‹
Ich warf mich von hinten auf sie, presste ihre Arme gegen ihren Körper, presste sie fest an mich.
»Lisa! Ich bin’s! Hanna!«
Sie keuchte schwer, fuhr herum, quetschte mir die Luft aus der Lunge, heulte. »Hanna.« Drückte fester.
Unter mir breitete sich Blut über den Boden aus, rann über eine unsichtbare Kante in den schwarzen Untergrund, dessen Tiefe ich nicht zu ergründen vermochte.
Ich glaube, du meinst Abgrund, nicht Untergrund
Zitat :
Lisa zitterte, zuckte, aber ich nicht weniger.
Wo war Mitica? Hatte ich die beiden geweckt?
Mein Blick erfasste weitere Austrittsstellen an Blut. Es rann in dichten Schwaden und schweren Tropfens die Tapete hinunter. Dort wo das Regal gestanden (hat einfügen), klaffte ein schwarzes Loch.
Schwaden funktioniert nur bei etwas das in der Luft schwebt, schwere Tropfen
Zitat :
Mitica kauerte in einer Ecke, schien aber, soweit man in diesem Szenario behaupten konnte, relativ gefasst.
Er blickte mich mit großen Augen an, die immer größer wurden.
›Guck weg.‹
Ich heftete meinen Blick auf die Suppenschalen, die vergingen zu Sand, der sich zu einer Sanduhr ordnete, doch kaum angefangen zu rieseln, zerplatzte das sphärische Glas in alle Raumrichtungen. Ein Prickeln einschlagender Splitter auf der Haut überkam mich.
Das Prickeln überkam mich, klingt nicht richtig gut
Zitat :
Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen. Unser Gastgeber und Amalia traten ein. Seine Ohren waren spitz, wuchsen, größer als mein Unterarm. Meine Tante …
›Sie hat’s auch erwischt.‹
Meine Hand langte nach dem Messer, das Lisa noch immer umklammert haben musste. Da war keines.
Zitat :
Ich schwankte, musste mich immer wieder an der Wand abstützen. Den Weg zu merken … unmöglich, wenn alle drei Schritte sich ein anderes Bild ergab. Zu den Betten konnte es doch nicht so weit sein?! Vielleicht irrte ich mich in der zurückgelegten Strecke?
Wieso will sie zu Betten?
Zitat :
Ich sah Lisa in den Armen des Alten hängen. Wut staute sich. Warum tat er uns das an?
Du hast gut reingebracht, dass es die Suppe sein könnte und man weiß nicht, wieviel davon sie träumt. Und der Gastgeber ist der Bösewicht. Man ist gespannt, wieviel davon wahr ist.
Zitat :
Unter meinen Füßen wechselte der Boden zu einer staubigen Kraterlandschaft.
Bezug auf die andere Welt?
Zitat :
Plötzlich hielten wir. Irgendwas von ›Schlüssel‹ drang über mein Ohr ins Bewusstsein.
Wirklich über das Ohr? Ich würde das offen lassen.
Zitat :

Eine Tür leuchtete hellblau auf. Hatte er sie für uns markiert? Das war ja schon fast wieder nett.
Warum denkt sie das?
Zitat :
Ich schleppte mich auf sie zu, hörte noch ein schwaches ›Drecksack!‹ von Amalia – Wo war denn die Klinke?
Irgendwer stieß mir in den Rücken, dass ich trudelnd durch das Licht in eine Schwärze fiel und mir den Kopf stieß.
Ich bin gespannt, ob das wirklich der Übergang ist oder sie das doch nur alles träumt. Nach dem letzten Satz denke ich, sie ist wirklich durch ein Tor gestoßen worden.
Ich denke nach der Überarbeitung word das ein weiteres starke Stück Text cheers 

Liebe Grüße Wolfsspur
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Xhex
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BeitragThema: Re: Kommentare zu Kapitel 1 Istarnya Yadrovan   09.11.13 15:39


Hey Krayt,

weiter gehts mit Teil 3. Twisted Evil 

Krayt schrieb:
Der Schnee zu meinen Füßen war alles andere als weiß und pulvrig. ›Noch mehr Scheiße.‹
Sehr schöner Beginn, gefällt mir. Very Happy 

Krayt schrieb:
Wieso wollte sie weg? Auch nur wegen den Reportern oder – nein, daran wollte ich gar nicht denken. Ich wollte mit ihren Fantasiegeschichten nichts zu tun haben. Alles Gelabere, ihrem Kopf entsprungene Bilder, um der Realität zu entfliehen. Als Kind mag man gerne träumen, doch in meinem Alter sollte die Vernunft überwiegen. ›Allein um der Rauheit der Welt entgegen blicken zu können.‹
Richtig klasse und spannende Andeutung, die natürlich sofort neugierig macht. Twisted Evil 

Krayt schrieb:
Lisa rückte auf Irinas und meinen Schoß, kauerte sich zusammen, in meine Decke gewickelt.
Hmmm ... auf den Schoß von Beiden? scratch  Würde ich nur auf einen von beiden machen.

Krayt schrieb:
Dass bisher keine Polizei aufgetaucht war konnte nur heißen, dass die Straßen dicht waren. Es behinderte sie, aber auch uns.
Sehr schön!

Krayt schrieb:
›Hoffentlich sieht es auf der Autobahn oder wo auch immer Amalia hin will, besser aus.‹
Der Gedankensatz hingegen gefällt mir jetzt vom Sinn her nicht so besonders. Denn, wenn Hanna nicht weiß, wo Amalia hin will, wird sie wohl sicher nicht als erstes Denken, hoffentlich sieht es auf der Autobahn besser aus. Also falls Amalia da hin will. Ist unlogisch. Du könntest Hanna überlegen lassen, wo ihre Tante wohl hin will, könnte dann denken? Zur Autobahn? Ob die wohl frei ist?
So in die Richtung halt, also umstellen, dann passt es wieder.

Krayt schrieb:
»Wir können wahrscheinlich nicht lange mit dem Wagen fahren. Sie werden sicher merken, dass er fehlt.«, meinte ich.
Sascha gab vom Beifahrersitz ein trockenes Lachen von sich. »Das werden sie, Han, das werden sie.«
Wer? Die Leute im Zirkus? Na und? Sollte wohl das kleinste Problem sein. Ich meine, dass sie alle weg sind, wird eh bald bemerkt und wenn sie merken, dass der Wagen weg ist, joah gut, natürlich kanns sein, dass einer von ihnen den Wagen genommen hat. aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass sie auch alle im Wagen sein müssen. Was, wenn jetzt mit dem Wagen nur einer weggefahren wäre und die anderen zu Fuß? Per Anhalter? Und wenn nur einer den Wagen genommen hätte, wer von ihnen? Und auch wenn es den Zikusleuten klar sein sollte, dass sie alle in dem Wagen sitzen, haben sie wohl erst einmal andere Dinge zu tun: Polizei, Reporter und und und. Bis die Zeit finden, sich darum zu kümmern, können die mit dem Wagen schon Gott weiß wo sein. Und wie wollen sie den wagen eigentlich aufspüren? Anzeige bei der Polizei udn die suchen lassen? Ziemlich riskant, oder?
Würde ich daher etwas umstellen und gar nicht groß von Wagen wechseln sprechen, sondern lass Hanna es doch sarkastisch feststellen, so nach dem Motto: Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis sie merken, dass wir den Wagen haben ... Oder halt irgendwie in diese Richtung. Ich weiß ja nicht, was du geplant hast und ob sie später wirklich noch den Wagen wechseln - können sie auch ruhig tun, nur halt nicht aus diesem Grund.

Krayt schrieb:
Blau = Yadonisch

Es war kalt, bitterkalt, doch die Kälte war nicht das Schlimmste. Da war überall Lärm. Lärm, den ich aber nicht groß weiter differenzieren konnte. Schreie, Rufe, irgendwas Schepperndes, gar nicht weit weg.
»Mama!«, kreischte ich. »Maama!«
Habe ich ja schon in Wolfsspurs Kommi und deinen Antworten gelesen, muss mich da aber auch nochmal zu äußern. Also ich habe das bisher auch noch in keinem Buch gesehen, dass das so gehandhabt wird. Persönlich gefällt mir das jetzt auch nicht so besonders gut, wenn dann in einem Buch plötzlich verschieden Farebn auftauchen und das "nur", weil man eine fremde Sprache übersetzen will.
Ist doch eigentlich auch überflüssig. Wie viel der fremde(n) Sprachen soll denn in deinen Kapitel vorkommen? Nur einzelne Begriffe hier und da mal? Das kannst du ganz leicht lösen, indem du den Begriff in der anderen Sprache mit in den Text packst und dann die Erklärung mit einfließen lässt - ganz nebenbei natürlich. Mache ich bei meinen Hunters auch. Da sagt Duncan auf gälisch z. B. Mo Cúshla. Und die Klärung, was das bedeutet, kommt direkt als Gedanke von ihm hinter her: Ja, er wusste zwar nicht wann und wie es passiert war, aber sie war sein Herz.
Und damit weiß jeder, was das bedeutet.
Willst du ganze Dialoge in einer anderen Sprache führen ist das auch kein Problem, da schreibst du dann z. B. Sie wechselte ins yadonische, damit die anderen nicht mitbekamen ... Und dann schreibst du deinen Dialog einfach normal weiter.
Und so kannst du das ja auch hier mit dem Mama machen, einfach einen kleinen Hinweis mit einbringen, dass das yadonische Wort bedeutet oder aber eben du gibst nen Hinweis drauf, dass sie auf Yadonisch schreit.


Krayt schrieb:
Es war kalt, bitterkalt, doch die Kälte war nicht das Schlimmste. Da war überall Lärm. Lärm, den ich aber nicht groß weiter differenzieren konnte. Schreie, Rufe, irgendwas Schepperndes, gar nicht weit weg.
»Mama!«, kreischte ich. »Maama!«
Ich wusste nicht, wo ich war. Nur, dass überall Schnee lag, da vorne ein absolut überdimensionaler dunkler Baum stand und über mir die Sonne mich verlachte. Der Schnee reflektierte das Licht, blendete und stach in den Augen.
»Maama!«
Etwas Glitzerndes raste in meine Richtung, schlug in den Baum neben mir, keine Handbreit entfernt. Erschrocken fuhr ich zusammen, rannte los, blindlings und auf nichts achtend.
»Mamaa-aa!« Ich kreischte, so hoch, wie es meine kindliche Stimme zuließ.
Etwas schnitt durch meine fliegenden Haare, ich stolperte, landete im Schnee, versuchte mich auf meine winzigen Füße aufzurappeln, rutschte aus und schlitterte ein paar Meter auf der Schräge. Da war ein Gebüsch, ein Baum, Äste, die kratzten, mir ins Gesicht schnitten, ein Stamm fing mich auf. Von hinten packte mich eine Hand, griff mir an den Hals, ich schrie, brüllte mir die Seele aus dem Hals. Etwas machte es mir schwer, Luft zu bekommen.
Aus meinem Augenwinkel sah ich links eine Gestalt durch das Gebüsch brechen.
»Afái!«, kreischte ich, würgte.
Er stoppte, drehte abrupt mir den Kopf zu – und rannte, auf mich zu.
Plötzlich wurde ich zu Boden geschleudert, überschlug mich, bekam wieder Luft, rappelte mich auf. Ein junger Mann, eigentlich noch ein Junge stürmte auf den Fremden zu, der mich so gemein behandelt hatte. Er schwenkte irgendwas langes Silbernes durch die Luft, der Fremde fiel zu Boden. Etwas löste sich von ihm, rollte als Schatten auf mich zu, stieß gegen mein Bein.
Ich sah hinunter, zu meinen Füßen.
Sehr schön den Traum geschildert, ich liebe sowas ja. Ist dir wirklich gut gelungen.

Krayt schrieb:
Gedankenverloren starrte ich aus dem Fenster. Es war noch immer dunkel, wenn man es dunkel nennen konnte. Das viele Weiß und rosa getönte Schneewolken… Nein, dunkel war es wahrhaftig nicht.
Sehr schön, gefällt mir. Very Happy 

Krayt schrieb:
Amalia fuhr schnell und noch immer fielen dicke Flocken, dicht wie Sand am Meer. Das Meer! Ich schloss meine Augen und versuchte es mir vorzustellen. Ein Strand, eine warme Sonne und das dunkle Wasser, das so dunkel war, dass es den tiefsten Schluchten der Meere entstammen musste. Felsen, an denen sich laut und unter Aufspritzen weißer Gischt die Wellen brachen… das Rauschen.
Als ich meine Augen öffnete sah ich Schnee. Kalten, weißen, unbarmherzigen Schnee. Nur nicht ganz so viel wie im Traum. Mit einer wirschen Handbewegung versuchte ich ihn abzuschütteln.
Super schön beschrieben, klasse!

Krayt schrieb:
Unnötig sich weiter Gedanken darüber zu machen. Es war ein Traum, der mich immer wieder einholte, immer und immer wieder, seit ich denken kann. Es war das Einzige, das mich glauben ließ, Amalia spinne vielleicht doch nicht ganz, und die andere Welt, von der sie sprach, gebe es wirklich. Aber es konnte auch genauso gut das Fabrikat meiner Gedanken sein, die eine zu grausige Geschichte zu Kindheitstagen nicht vernünftig verarbeiten konnten.
Lach ... jaja, immer diese Träume, die gar keine sind. Kommt mir bekannt vor. Twisted Evil Wink  Aber wirklich toll geschrieben.

Krayt schrieb:
Statt einer Antwort stierte ich missmutig nach draußen. Dass sie es nicht sagte bestätigte nur meine dunkle Vermutung in mir.
Das " in mir" kannste streichen, ist ja klar, dass die Vermutung in ihr und nicht außerhalb ist. Wink 

Krayt schrieb:
Ich selbst bin so lang seit ich denken kann Mitglied des Zirkus‘. ›Wohl nun gewesen.‹ Meine Tante sagte zwar, sie und ich kämen eigentlich aus einer anderen Welt, von einem anderen Planeten, aber ich hielt es für Schwachsinn… mittlerweile. Abgesehen von ihrer großen Fantasie, die mehrere nicht existente Sprachen umfasste, mit der sie mich als kleines Kind fesselte und ich die Sprachen auch noch fleißig lernte … ›Man muss einfach realistisch bleiben.‹ Wenn es diese wunderschöne Welt gab, warum in aller Teufels Namen ließ sie mich dann in einen Wanderbordell verrotten?›Ich will dich doch nur verstecken, wo man ganz sicher nicht nach dir suchen wird.‹, echote mir ihre Antwort im Kopf. Meine Familie, dahingemetzelt. Von wem, vermochte sie mir nicht zu sagen, wusste es angeblich selber nicht.
Finde ich jetzt hier und an dieser Stelle der Geschichte wirklich zum richtigen Zeitpunkt eingebracht. Und jetzt passt es auch besser, dass sie es mittlerweile für Schwachsinn hält. Die Szene ist dir wirklich gut gelungen.

Krayt schrieb:
Ich musste mir selbst gegenüber zugeben, dass ich Angst hatte, sie könnte mit ihrer Fantasie tatsächlich Recht haben.
Dieses "selbst gegenüber" gefällt mir nicht so richtig. Vielleicht besser: Ich musste mir eingestehen, dass...
So vermeidest du dieses "selbst gegenüber"

Krayt schrieb:
Ich versuchte mir einzureden, meine spitzen Ohren waren einfach nur Zufall. Im Publikum waren mir schon manchmal Menschen mit zumindest eckigen Ohren aufgefallen. Spitz auch, nur halt nicht so spitz … wie ich.
Sehr schön. Lach ... herrlich, besonders das: Spitz auch, nur halt nicht so spitz … wie ich.

Krayt schrieb:
Ja, ich konnte zaubern, verfügte über irgendeine Art „übernatürlicher“ Kräfte. Aber wer außer den Wissenschaftlern sagte denn, dass das unnatürlich war? Konnte es nicht sein, dass gerade einige der besten Zauberer deshalb ihre Tricks nicht preisgaben, damit sie nicht aufgeschnitten auf dem Tisch im Forschungslabor landeten? Es gab bestimmt sehr viel mehr Menschen wie mich in dieser Welt. ›Sie verstecken sich nur, wie ich mich.‹
Soweit meine Erinnerung zurückreichte trug ich schon immer einen Illusionszauber über den Ohren. Tag und Nacht, niemals abgelegt, mit der Zeit von Amalia übernommen. Manchmal vermeinte ich aus den Augenwinkeln bei ihr auch spitze zu sehen. Aber sicher war ich mir bis heute nicht. Gefragt ... je weniger ich mit ihr drüber sprach, desto besser, ich wollte es nicht mehr hören.
Auch wieder eine sehr schöne und schlüssige Szene, die mir auch von der Erklärung sehr gut gefällt.

Krayt schrieb:
Amalia hatte immer Angst, dass es irgendjemand vielleicht spüren könnte, wenn ich meine Magie einsetzte. Dementsprechend wenig hatte ich geübt und es zumeist bei kleineren Spielereien belassen. Und doch zugleich sagte sie mir, ich müsse üben, um sie in den Griff zu kriegen.
Meine eigene Tante war mir suspekt.
Lach ... glaube ich Hanna aufs Wort. Wäre mir an ihrer Stelle auch suspekt. Suspect 

Krayt schrieb:
Ich sah wieder David in der Manege stehen, das irre Funkeln in den Augen. Ob ich ihn hätte stoppen können, wenn meine Kräfte geübter gewesen wären?
Mein Blick fing eine besonders große Schneeflocke.
Wer wusste schon, wie viel an den Menschen echt war, die da auf den Zuschauerplätzen verharrten? Wie viel an Menschen überhaupt echt war? Wie viele von ihnen versteckte spitze Ohren hatten?
Sehr gutes Ende des Teils! Wirklich!

Fazit:
Mal von der Sache mit dem Wagen und der blauen Farbe abgesehen, hat mir auch dieser Teil sehr gut gefallen und ich habe nichts zu meckern gefunden. Gegen Ende des Teils schürst du dazu noch durch die Sache mit den Ohren und dem Zaubern die Neugier, sehr gut. Hat Spaß gemacht zu lesen. Very Happy 

LG
Xhex

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
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