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 Der Daywalker

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BeitragThema: Der Daywalker   26.02.11 13:41

Daywalker



Daywalker entstammen einer Beziehung zwischen Vampir und Mensch. Je nachdem, welcher Elternteil sich stärker vererbt hat, kommt der Mensch beziehungsweise der Vampir stärker im Daywalker zum Vorschein. Das macht den Daywalker für andere schwer einschätzbar.
Bei Daywalkern handelt sich um extrem langlebige Wesen. Durch die besonderen Eigenschaften des Blutes erhalten sie die Fähigkeit zur schnellen Selbstheilung. Ihr Körper ist sehr widerstandfähig gegen jede Art von Giften und Verbrennungen, Krankheiten machen ihnen fast nichts aus, zumindest verläuft ein Heilungsprozess im Gegensatz zu Menschen rasend schnell und es bleiben in der Regel auch keine Folgen davon zurück.
Daywalker werden, außer von Vampiren, immer als Menschen wahrgenommen, denen sie außerlich stark ähneln. Sie wirken durch eine mit Worten schwer erklärbare Ausstrahlung auf Andere, was sie besonders für Menschen anziehend macht. Sie verfügen über eine geringfügige Blässe und ihre Eckzähne sind ausfahrbar, werden jedoch nur unmittelbar vor einem saugenden Biss sichtbar und sollten sonst eigentlich unauffällig sein. Obwohl sie eine vampirähnliche Rasse sind, sollte man sie nicht mit diesen Verwechseln. Ihr größter Unterschied ist in jedem Fall, dass sie leben!
Daywalker spüren die Energie von Auren auch auf größere Entfernungen und können diese sehr gut unterscheiden. Da Auren etwas mit den geistigen Fähigkeiten und den Empfindungen zu tun haben, wird jede Aura sich anders darstellen. Daywalker können mit ihren Sinnen die so genannten Farben der Auren auflösen und sie deswegen auch sehr gut zuordnen. Sie können durch das aufgenommene Blut sehr starke emphatische, telepathische und suggestive Fähigkeiten entwickeln.
Erfahrene Daywalker können sich untereinander telepathisch verständigen, je nach ihren Fähigkeiten auch über größere Entfernungen. Das kann durch große Konzentration nur auf eine Person geschehen. In der Regel wird aber jedes Wesen, das über die entsprechenden weit entwickelten Sinne der telepathischen Wahrnehmung verfügt, eine solche Unterhaltung "mithören" können. Aus diesem Grund ist auch gelegentlich eine telepathische Unterhaltung mit einem Vampir zu beobachten. Die Fähigkeit, Seelen zu orten, werden nur die Stärksten und Erfahrensten unter ihnen entwickeln können.
Die Fähigkeit ein, wenn auch auf sehr eingeschränkte Art, Gestaltenwandler zu sein, soll nicht unerwähnt bleiben. Daywalker besitzen, je nach ihren Fertigkeiten, die Möglichkeit, sich längere Zeit in einen Wolf oder eine Fledermaus zu verwandeln.
Die Möglichkeit mit dem Schatten eins zu werden und den Ort zu wechseln, wird jeder Daywalker schnell erlernen wollen. Bringt es ihm doch die Möglichkeit des schnellen Ortwechsels.
Durch ihre Langelebigkeit, die extrem guten Möglichkeiten ihre Fähigkeiten auszubilden und die besonders gute Konstitution ihres Körpers, reagieren sie gewöhnlich etwas schneller und werden etwas stärker als Menschen.
Eine Besonderheit sollte an dieser Stelle erwähnt werden. Es wird auch jeder junge Daywalker schnell mitbekommen, dass er eine äußerst anziehende Wirkung auf Normalsterbliche besitzt, die sich oft in unerwarteter Sympathie niederschlägt. Durch seine Fähigkeiten des Gedankenlesens und der Empathie wird der Daywalker sich, bewusst oder unbewusst, gefühlsmäßig schnell auf sein Gegenüber einstellen; die natürliche leicht betörende sympathische Ausstrahlung die damit entsteht, verfehlt selten ihre Wirkung. Allerdings wird ihm diese nur wenig nutzen, sollte er ein anderes Wesen gefühlsmäßig an sich binden wollen, wird er scheitern, wenn das Objekt seines Interesses wirklich und aufrichtig jemand Anderen liebt.
Die Langlebigkeit der Daywalker führt bei ihrer Lebensweise zu weiteren Problemen. Mit dem Tod ihrer natürlichen Verwandten und Freunde, verlieren sie auch allmählich ihre Bindungen. Damit beginnt ein Vorgang, den viele verfluchen, nämlich die Vereinsamung. Sie führt sie gelegentlich in einen starken Konflikt zu ihrem Dasein und in die Versuchung, ihr eigenes Leben zu beenden. Darum wird ein jeder Daywalker eng in die Familie eingebunden und stellt von Beginn seiner Geburt an das heiligste in seine Dasein dar.
Daywalker besitzen ein extrem verlängertes Leben, was einer Unsterblichkeit nahe kommt. Diese Eigenschaft bedeutet für sie aber die Notwendigkeit, lebenslang Blut trinken zu müssen. Obwohl es auf Grund ihres zu den Vampiren verschiedenen Metabolismus ihres Körpers, recht wenig ist, verabscheuen sie diesen Zwang und versuchen ihn stets zu verdrängen.
Die fragwürdigen Fähigkeiten der Empathie und des Fühlens bedeuten dem Daywalker wohl sein Gegenüber besser einschätzen zu können, oder auch einmal eine Lüge zu enttarnen, aber am Ende werden diese Gefühle auch teilweise von ihm selbst aufgenommen wenn er sich nicht gut davor zu schützen weiß. So kann erlebte Traurigkeit schnell auch in Trauer bei dem Daywalker selbst umschlagen und ihn mit in die Melancholie reißen.
Das Verhältnis zu den Vampiren bedarf einer gewissen Erläuterung, da sich recht kompliziert ist. Einmal mag eine gespannte Situation erscheinen, ein anderes Mal wird eine scheinbar entspannte Atmosphäre vorherrschen.
Daywalker und Vampire haben nach außen hin verschiedene ähnliche geistige Eigenschaften, die sie für einen oberflächlichen Beobachter scheinbar gleich erscheinen lassen. Generell werden sich beide Rassen als gegenseitig störend empfinden, was im Allgemeinen nicht als Hass seitens der Daywalker bezeichnet wird.
Doch hin und wieder entbrennen trotzdem Anfeindungen gegeneinander. Vor allem dann, wenn das, was in jedem Daywalker innewohnt sich Bahn bricht, also seine animalischen Triebe und Instinkte.
Der Frieden zwischen den beiden Rassen ist wie ein Burgfriede zu betrachten, der einfach etwas mit Zweckmäßigkeit und dem Streben beider Rassen nach Selbsterhalt zu tun hat. Diese Gemeinsamkeiten bestehen in ihren grundsätzlich ähnlichen Fähigkeiten und zum Teil in ihren Problemen im Umgang mit anderen Rassen. Beiden ist das Streben eigen, nicht entdeckt werden zu wollen. Daywalker bedauern das fristlose Dasein der Vampire, die nicht leben und auch nicht mehr sterben können und einen Teil ihrer Körperfunktionen und ihrer Persönlichkeit verloren haben.
Daywalker lehnen die Existenz der Vampire gefühlsmäßig ab und betrachten es als großen Makel ihres eigenen Lebens, einen Teil ihrer Ernährung von Blut bestreiten zu müssen. Insbesondere durch die Vorliebe der Vampire, sich von möglichst frischem Menschenblut zu ernähren, haben sie eine Abscheu vor den Handlungen der Vampire. Sie bevorzugen deshalb vorrangig das Blut von Tieren und würden diese auch nicht bis zu deren Tod aussaugen. Sicherlich würde auch ein Daywalker, sollte er völlig geschwächt sein, auf jede verfügbare Blutquelle zurückgreifen. Aber das würde sehr sanft geschehen, ohne dem Opfer mehr als nötig zu schaden. Es sei angemerkt, dass ein Daywalker durchaus normale Nahrung oder Flüssigkeiten verdaut.
Die prinzipielle neutrale Grundhaltung allen Rassen gegenüber und ihr Mitleid solchen scheinbaren Fehlentwicklungen der Existenzen der Natur, wie es in ihren Augen die Vampire darstellen, hindert die Daywalker gefühlsmäßig offen gegen sie vorzugehen.
Es kam auch schon vor, dass aus verschiedenen Beweggründen auf beiden Seiten sich gegenseitig geholfen wurde, um einer Notsituation zu entfliehen. In den alten Legenden der Vampire hieß es, irgendwann einmal werde ein Daywalker dafür Sorge tragen, dass die Brut der Vampire ausgelöscht wird. Aber schon auf Grund der Unklarheit, wo die Ursprünge beider Rassen liegen, ist diese Legende heute weitgehend in den Hintergrund getreten und sie dient allenfalls dafür, jungen Daywalker das Selbstbewusstsein zu stärken.



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