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 Die "Personale-Perspektive"

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BeitragThema: Die "Personale-Perspektive"   18.06.11 15:45


Die Personale-Perspektive


Im Gegensatz zur Ich-Perspektive schlüpft hier der Autor (Erzähler) in die Rolle von einer oder mehreren Figuren und erzählt die Geschichte nun aus der Sicht dieser Figuren. Allerdings tut er dies nicht, indem er die Geschichte in der Ich-Form" schreibt, sondern in der "Er-Form" bzw. "Sie-Form".

Beispiel:
Peter ging eilig zu seinem Wagen. Er musste sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass sein geliebter Mercedes nur noch ein haufen Schrott war.
"Gütiger Himmel", murmelte er, als er den Totalschaden sah.

Auch bei dieser Perspektive gilt das Gleiche wie bei der "Ich-Perspektive": Die jeweilige Figur kann nur das wissen, was sie sieht, fühlt, hört oder erlebt.
Auch hier können die Figuren nicht wissen, wie eine andere Figur sich fühlt, oder was eine andere Figur denkt. Der Unterschied zur "Ich-Perspektive" ist als wirklich die, dass die geschichte in der 3.Person erzählt wird.
Ein Vorteil bei der "Personalen-Perspektive" ist sicherlich, dass - wenn man das möchte - aus der Sicht von mehreren Figuren erzählen kann und somit dem Leser mehr Informationen zukommen lassen kann, als wenn man in einer reinen "Ich-Perspektive" schreibt, da der Leser auf diese Weise ja von mehreren Figuren Informationen erhält und somit letztendlich mehr erfährt.

Wer sich nun nicht entscheiden kann, ob er seine Geschichte in der "Ich-Perspektive" oder der "Personalen-Perspektive" schreiben will, der hat hier auch die Möglichkeit, beide Perspektivformen in den Roman einzubinden. Falls du dich nun fragen solltest, wie das denn funktionieren soll: Ganz einfach:

Du schreibst deine Geschichte grundsätzlich aus der "Personalen-Perspektive" und zwar aus der Sicht von mehreren Figuren. Nun kannst du bei einer deiner Figuren das Ganze in die "Ich-Form" setzen.
Es gibt ein paar Autoren, die das bei ihren Geschichten so handhaben. Z.B. sind ausnahmslos alle John Sinclair Romane in dieser Mischform geschrieben. Das heißt: Die Figur von John Sinclair selbst wird aus der "Ich-Perspektive" geschildert. Alle anderen Figuren, wie z.B. sein Partner Suko oder seine Gegner hingegen immer in der "Personalen-Perspektive".



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