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 Parallelwelt oder eigenständige Welt erschaffen?

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BeitragThema: Parallelwelt oder eigenständige Welt erschaffen?   11.03.11 8:28


Parallelwelt oder eigenständige Welt?


Widmen wir uns nun dem ersten Punkt meiner oben genannten Liste.
Zu Beginn solltest du dir überlegen, um was für eine Welt es sich überhaupt handeln soll.
Soll sie parallel zu unserer Welt existieren, oder soll es sich dabei um eine Welt handeln, in der die Unsere nicht existiert.
Wenn du dich nun fragst, was für eine Rolle das bei der Planung deiner Welt spielt, so muss ich dir sagen:
Es spielt eine große, wenn nicht sogar sehr große Rolle.

Eine Parallelwelt kannst du im kleinen Rahmen, neben unserer Welt herlaufen lassen. Du brauchst diese Welt nicht unbedingt bis ins kleinste Detail ausbauen. Es reicht, wenn du deinem Leser einige Ausschnitte aus deiner Welt präsentierst. Auf der anderen Seite kannst du sie aber auch unendlich ausbauen.
Ein gutes Beispiel für solch eine Parallelwelt und ihre Möglichkeiten bietet die Buchreihe „Chroniken der Unterwelt“ von Cassandra Claire. Die dort existierende Parallelwelt wird dem Leser im Laufe der Buchreihe Stück für Stück näher gebracht. Ein Besuch dieser Parallelwelt erfolgt sogar erst im dritten Buch.
Eine so angelegte Welt braucht nun wirklich nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein. Die Beschreibung eines einzelnen Ortes kann schon vollkommen ausreichen. Auf der anderen Seite lässt du dir aber auch die Möglichkeit offen, nach und nach deine Welt immer weiter auszubauen.

Bei einer eigenständigen Welt sieht das schon etwas anders aus. Du entführst deinen Leser ja in eine ihm völlig unbekannte Welt, die er noch gar nicht kennt. Natürlich möchte er nun wissen, wie diese Welt aussieht, möchte wissen, wie sie funktioniert und welche Wesen in dieser Welt leben.
Man stelle sich nur einmal eine Buchreihe wie „Die Gilde der schwarzen Magier“ von Trudi Canavan vor.
Die Reihe spielt in einer fiktiven Welt, die von der Autorin in liebevollen Details vorgestellt wird. Es existiert nicht nur ein Glossar und eine Landkarte zu dieser Welt, sondern dem Leser wird auch Einblick in Bereiche wie Völker, Politik, Flora und Geografie gewährt.
Das aber wohl berühmteste Beispiel für die Ausarbeitung einer solch fiktiven Welt ist natürlich J.R.R. Tolkien mit seinem „Herr der Ringe“. An der Ausarbeitung seiner Welt saß Tolkien mehrere Jahrzehnte.

Du siehst also, wie wichtig es ist, dir zu Beginn genau zu überlegen, um was für eine Welt es sich bei deiner handeln soll und wie umfangreich du gewillt bist, sie auszuarbeiten.
Bei einer Parallelwelt kannst du ruhig mit wenigen Details beginnen und sie später beliebig erweitern. Bei einer Geschichte, die in einer komplett fiktiven Welt spielt, musst du diese um ein vielfaches detaillierter planen.

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