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 Story Tells, Story Sells

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BeitragThema: Story Tells, Story Sells   03.02.16 21:02


Einige von euch haben es ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich die Tage diesen Schreibratgeber geschenkt bekommen habe. Und da ich versprochen habe, mitzuteilen, wie mein Eindruck zu diesem Buch so ist - und dieser ziemlich gut ausfällt, weil er eben nicht wie der sonst typische Schreibratgeber verfasst ist - dachte ich mir, ich fang hier einfach mal an, euch ein paar Auszüge daraus vorzustellen.
Das Einzige, was ich schon etwas heftig finde, ist, dass dieses Büchlein gerade mal 99 Seiten umfasst, pro Seite nicht wirklich allzuviel Text enthält (der folgende umfasst im Buch 3 Seiten) und trotzdem stolze beinahe 16 Euro kostet.

Story Tells, Story Sells

Wie dramatische Geschichte funktioniert

von Edgar V. Cossart


3. Wirklich gut sind die Geschichten, bei denen du dir eine Träne aus den Augenwinkel wischen musst, sei es aus Freude oder Trauer, weil sie bewegen (Janine Weger, deutsche Aphoristikerin)

Je emotionsgeladener eine Gechichte ist, desto leichter fällt es uns, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten. Aus der Konsum- und Hirnforschung ist bekannt, dass Menschen sich zu mehr als 80 Prozent emotional für oder gegen etwas entscheiden. Unsere Entscheidungen basieren auf der eigenen subjektiven Sicht und auf unseren emotionalen Erwartungen.

Ist die Geschichte spannend? Ist sie emtotional? Das sind die Kriterien, die wir anlegen. Der Zuhörer oder Zuschauer möchte involviert werden, man kann auch sagen, er möchte hoffen und bangen können. Nur so lässt er sich von den Gechichten nicht nur mitreißen, sondern auch beeinflussen.

Der Zuschauer in einer guten Geschichte muss dazu gebracht werden, hoffen und bangen zu können. Er muss hoffen, dass irgendetwas passiert oder bangen, dass etwas nicht passiert.

Es fängt damit an, dass zu jeder guten Geschichte drei Dinge gehören. Was glauben Sie, könnte das sein? Wenn ich die Frage bei einer meiner Vorlesungen stelle, kommen Antworten wie "Milieu", "Charakter", "Idee", "Leidenschaft", "Emotionen", "Geld", "Geduld" usw. Es ist viel einfacher!

Die drei elemtaren Dinge, mit denen eine gute Geschichte aufgebaut wird, sind:

Eine handelnde Person, der Protagonist, der Held.

Geschichten handeln von Personen, oder zumindest von Lebewesen oder Dingen, denen wir Leben einhauchen. Wir müssen uns im Klaren sein, wessen Geschichte wir erzählen wollen.

Diese Person darf nicht nur einfach so im Raum stehen, sie muss etwas tun. Wir müssen ihr eine Richtung geben, ein Ziel.

In einer Liebesgeschichte sucht der Mann eine Frau (oder umgekehrt); im Krimi sucht der Komissar den Verbrecher, in Findet Nemo bricht Marlin der Clownfisch-Vater auf, seinen Sohn Nemo zu finden und in E. T. - Der Außerirdische ist das Ziel von E. T., wieder nach Hause zu kommen.

Damit diese Person das Ziel nicht zu schnell erreicht (die Geschichte wäre allzu schnell zu Ende), müssen Schwierigkeiten auftauchen, die dem Erreichen des Ziels entgegenstehen. Es sind die Konflikte.

Man stelle sich vor, ein Kommissar beugt sich über eine Leiche. Da tippt ihm von hinten jemand auf die Schulter  und spricht ihn lächelnd an: "Hallo, schön, dass Sie da sind. Ich war's!" Oder ein Mann fährt die Rolltreppe zu einer U-Bahn hinunter. Unten angekommen fällt ihm von Weitem schon eine Person auf, eine Frau, blond. Er geht näher heran und sieht es bestätigt: Es ist die Frau  seiner Träume. Er spricht sie an, sagt, dass er sie kennenlernen möchte. Da antwortet die Frau, dass er ihr auch schon aufgefallen sein, weil er ihr Typ ist. Wenig später landen sie im Bett. Es wären schlechte Geschichten, zudem viel zu kurz. Das Ziel zu erreichen, darf nicht einfach sein!
Merlin hat gegen die Gefahren des Pazifischen Ozeans zu kämpfen; E. T. und seine jugendlichen Freunde bekommen es in der Welt der Erwachsenen, bösen Regierungsagenten und Krankheiten zu tun.

Aus diesen drei wichtigen Bestandteilen einer jeden dramatischen Geschichte, Held-Ziel-Konflikt, lässt sich eine Formel kontruieren:

Jemand will etwas unbedingt erreichen und hat Schwieirgkeiten, es zu bekommen.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand diese Formel, von der ich nicht mehr weiß, ob sie vom Meister Frank Daniel (Filmregisseur, Produzent, Drehbuchautor und Drehbuchlehrer) höchstpersönlich oder von David Howard (Meisterschüler von Frank Daniel) ist, abschreiben, vergrößern, einrahmen und sich über das Bett oder neben den Schreibtisch hängt. Hat man diesen ersten Lehrsatz verinnerlicht, hat man bereits einen Großteil dessen gelernt, was die Dramaturgie ausmacht.
Hätte ich damals, als ich mein erstes Drehbuch geschrieben hatte, einen Lehrer gehabt, der mir diese Formel eingetrichtert hätte, oder hätte ich wenigstens ein Buch besessen, in dem sie gestanden hätte, ich hätte mir viele Umwege ersparen können. Ich hätte mein erstes Drehbuch  nicht so geschrieben, wie es geschehen ist, vielleicht sogar ganz die Finger davongelassen. Mein Leben wäre anders verlaufen - aber wäre es unbedingt besser gewesen? Vielleicht müssen sich Umwege im echten Leben ereignen dürfen, in der Dichtung aber nicht. Ich habe es bereits erwähnt.

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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   03.02.16 23:01

Held - Ziel - Konflikt
Ja, es ist sooo einfach ... und so schwer.
Besonders, wenn man viel Personal hat, alle eigene Ziele und Konflikte haben. mr.green
Aber ich finde, da ist viel wahres dran, dass es so manchen Geschichten an einem oder allem mangelt ...
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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   03.02.16 23:04


Das Buch ist auch wirklich nicht schlecht, und ja ich fand gerade auch das ziemlich gut und werde da morgen auch noch weitere Texte daraus hier einstellen. Im wweiteren geht er ja auf jeden der 3 Punkte dann noch näher ein. Auch sehr interessant, wirklich.

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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 13:05


Und weiter gehts ...

Jemand  will etwas unbedingt erreichen und hat Schwierigkeiten, es zu bekommen.

Die Formel ist wirklich elementar, weswegen ich sie gerne wiederhole. Jemand ist der Held, das Erreichen steht für das Ziel, und die Schwierigkeiten sind die Konflikte. Da es so wichtig ist, lassen Sie uns die drei Teile gesondert betrachten.

Da die Tragödie die Nachahmung von Menschen ist, die besser sind als wir, müssen individuelle Züge wiedergegeben werden, doch zugleich werden sie idealer als andere vorgestellt (Aristoteles)

Wenn man bei Google den Begriff "Held" eingibt, so kommt zuallererst das Konterfrei von Edward Snowden, gefolgt von Nelson Mandela und Hitzelsberger, dem homosexuellen Fußballspieler. Anfang des Jahres 2014 gab es über diese Personen Geschichten zu lesen, in denen sie als Held gefeiert oder die Frage aufgeworfen wurde, ob sie Helden zu nennen sind. Diese Spezies ist hier nicht gemeint.
Warum ich die Hauptperson in einer Geschichte Held nenne und nicht Hautperson oder Protagonist, hat nichts damit zu tun, dass mir nur Geschichten mit Personen im Vordergrund vorschweben, die in aller Munde, tapfer oder unverwundbar sind, es hat andere Gründe, deren schon wieder drei:

  • Der Held stellt sich in einer Geschichte einem Problem, um es zu lösen. Das griechische Wort Heros, vom dem das Wort Held abstammt, bedeutet seiner Wurzel nach "schützen und dienen". Der Held verfolgt sein Ziel trotz zahlreicher Konflikte, die sich ihm in den Weg stellen, wodurch die Geschichte spannend und/oder emotional wird

  • Der Held ist in einer Geschichte eine Kunstfigur, die bestimmte Aufgaben zu übernehmen hat. Indem der Held ein Ziel verfolgt,  weist er den Weg und strukturiert die Geschichte. Wir sprechen auch von strukturgebender Hauptfigur.

  • Damit zusammenhängend ist der Held in einer Geschichte keine Person aus der Wirklichkeit. Dies sscheint mir der wichtigste Grund zu sein, die Hauptfigur in einer Geschichte Held zu nennen. Der Held ist eine von der Wirklichkeit  bewusst abgehobene Gestalt. Er ist ein von uns neu erschaffenes, gebautes Wesen, erdacht, einzig mit dem Ziel, möglichst viele Interessenten anzusprechen. Sollte der Held doch der Wirklichkeit entsprungen sein, so muss er idealisiert dargestellt werden, nicht unbedingt schöner oder klüger, aber interessanter.


Um gleich einige Fragen in Bezug auf den Helden, der ja die Hauptfigur jeder Geschichte ist, vorwegzunehmen, gibt es mehrere Arten von Helden:

  • Der Held kann ein gemeinschaftsorientiertes Wesen oder ein Einzelgänger sein. Gerne wird das gemeinschaftsorientierte Wesen in die Einsamkeit verbannt, und der Einzelgänger muss in großer Gemeinschaft bestehen. Warum? Weil es konfliktreich ist und es in Geschichten vor allem um Konflikte geht.

  • Normalerweise ist der Held eine einzelne Figur. Es gibt jedoch Beispiele, in denen die Story von einem Duo vorangetrieben wird (Thelma & Luise), einem Trio (Die Hexen von Eastwick) oder von mehreren (Die sieben Samurai; Das dreckige Dutzend; Oceans Eleven). In Panzerkreuzer Potemkin ist es eine ganze Gesellschaftsklasse, das Proletariat. Es klappt nur unter der Voraussetzung, dass sie alle dasselbe Ziel verfolgen.

  • Oft macht der Held im Laufe der Geschichte eine Veränderung durch. Es muss aber nicht sein. Er kann auch als Katalysator wirken. Durch sein Verhalten bringt er die Veränderungen einer anderen Figur in Gang. Katalysatoren kommen oft in Actionfilmen vor. James Bond muss sich nicht verändern, er ist perfekt, er verändert aber andere.

  • Die Hauptperson oder der Protagonist einer Geschichte kann auch ein Antiheld sein. Für ihn gilt all das, was ich zum Helden gesagt habe, nur dass er, zumindest am Anfang nicht unbedingt sympathisch sein muss. Oft ist der Antiheld ein Zynker, durch eine Begebenheit in der Vorgeschichte dazu geworden.


Jede Story braucht einen Helden. Und (fast) jeder Held braucht einen Schurken: Protagonist - Antagonist. Tatsächlich gibt es nicht in jeder Geschichte einen Antagonisten, dieser trägt aber meist zu einer besseren Geschichte bei, weil sie durch den Zweikampf spannend wird. Denken Sie an Rocky und Apollo Creed in Rocky. Oder an Doktor Jekyll und Mr. Hide in Dr. Jekyll und Mr. Hide. Lukas Skywalker und Darth Vader in Star Wars.

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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 15:04

Schön, wie du das aufberereitest!
Ist ja nichts "neues" aber wunderbar komprimiert.
Interessant fand ich diesen Punkt:

Zitat :
Oft macht der Held im Laufe der Geschichte eine Veränderung durch. Es muss aber nicht sein. Er kann auch als Katalysator wirken. Durch sein Verhalten bringt er die Veränderungen einer anderen Figur in Gang. Katalysatoren kommen oft in Actionfilmen vor. James Bond muss sich nicht verändern, er ist perfekt, er verändert aber andere.

Diesen Aspekt hab ich so auf den Punkt gebracht noch nicht gelesen.

Ich frage mich bei mir, was sind meine Helden? Habe ich einen, der sich nciht verändert, dafür aber andere?
Ich finde das auch eine gute Beschreibung für so manchen antagonisten, die ja (leider?) oft einfach Böse sind, dass sie sich nicht verändern, weil sie eben Katalysatoren für den Helden sind und keine wirklich eigenständigen Antihelden.
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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 15:13


Danke! Werde im weiteren Verlauf auch noch mehr einstellen.
Und ja, empfinde ich genauso. Inhaltlich sicher nicht wirklich (alles) neu, aber die Art und Weise, wie der Autor es auf den Punkt bringt, finde ich wirklich gut.

Und ja, der Punkt mit dem Katalysator fand ich schon interessant. Ob du in deinen Geschichten solch einen Helden hast. Wirklich ganz spontan würde mir da bei Totgeglaubt Clay zu einfallen. Meiner Meinung nach verändert sie sich selbst nicht wirklich - zumindest nicht so sehr, dass man es als tatsächliche Veränedrung aufzeigen könnte. ABER die Leute um sie herum verändert sie definitiv! Sehr gut besonders bei Gavan und all seinen Kindern zu sehen, wie viel Clay da im Laufe der Zeit bewegt.
Bei Totgeglaubt ... Puh, da ist das zumindest jetzt zu diesem Zeitpunkt wirklich schwer zu sagen, ob du da wirklich auch solch einen Katalysator bei deiner Truppe dabei hast.

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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 16:11

Stimmt, Clay verändert sich nicht, sie ist immer die, die tut was nötig ist. Aber das kommt eventuell noch ... obwohl, ihr Credo ermöglicht ihr kaum, sich zu ändern. Die Änderung hat ja schon vor Anfang der Geschichte stattgefunden, weil sie Lenah als ihre Freundin betrachtet und Reeve geliebt hat.
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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 20:27


Ich Ochse, da habe ich Clay doch glatt zu "Totgeglaubt" gesteckt anstatt zu deinen "Gestaltwanderern". Das kommt davon, wenn man schneller denkt als man schreibt. Während ich beim Schreiben noch bei Clay war, bin ich da gedanklich nämlich schon deine Figuren von "Totgeglaubt durchgegangen, ob man da auch eine deiner Figuren als Katalysator bezeichnen kann.
Aber bei Clay, ja finde ich schon, dass man sie dem Katalysator schon zuordnen kann.

Bin jetzt aber auch mal mein Personal durch und muss sagen .... Puh, gar nicht so einfach zu sagen, wenn es auf einmal um die eigenen Figuren geht. Also WENN da irgendeiner meiner Figuren als Katalysator bezeichnet werden könnte, ich glaube, dann trifft das am ehesten auf ... Connor zu. Der verändert weder sich, noch seine Art, noch seine Einstellung, auch nicht wenn man auf seine Vergangenheit blickt. Im Gegensatz dazu steuert er aber bei anderen Figuren doch ganz schön zur Veränderung bei. Alleine schon bei Brendon, aber auch Kilian, nur um mal zwei Beispiele zu nennen.

Aber jetzt der nächste Abschnitt ...

Sympathie

Wie läuft die Filmgeschichte also ab? Ein sympathischer Held sieht sich scheinbar unüberwindlichen Hindernissen gegenüber und schafft es trotzdem irgendwie, den Sieg davonzutragen (David Howard)

Es ist eigenartig, was manche Leute sich denken, wie sie bei anderen ankommen. Eben wird im Bergischen Land, wo ich wohl oder übel wohne, für die Kommunalwahl geworben, und es vergeht kein Tag, in dem im Briefkasten nicht irgendeine Partei mit dem Konterfei eines ihrer Kandidaten wirbt. Ich möchte nicht unverschämt klingen, aber wenn ich ehrlich bin, ist das für mich Grund genug, diese Partei gerade nicht zu wählen. Viele der Personen sind mir schon von ihrer äußeren Erscheinung her nicht sympathisch.

Auf Geschichten bezogen wählt das Publikum vor allem solche, in deren Mittelpunkt Akteure agieren, die sympathisch sind oder es zumindest im Laufe der Geschichte werden. Nur dann kann das Publikum mitleiden, mit dem Helden hoffen oder um ihn bangen. Die Kunst ist, möglichst viele Leute anzusprechen. Die Kriterien, die über Sympathie oder Antpathie entscheiden, müssen erkannt und mit Bedacht mit Blick auf das angestrebte Publikum gewählt werden.

So ganz scheint es sich aber noch nicht herumgesprochen zu haben. Von meinen Studenten bekomme ich immer wieder Geschichten angeboten, in deren Mittelpunkt echte Ekelpakete stehen. Irgendwie müssen solche Personen anziehend auf junge Menschen wirken. Ich muss jedes Mal all meine Überredungskünste aufwenden, die Studenten davon zu überzeugen, dass niemand so eine Geschichte mögen würde, allzu oft scheitere ich aber. Es ist in Ordnung, wenn die Charaktere wenigstens interessant sind, aber auch das ist oft nicht der Fall.

Generell unterscheiden wir drei Ausprägungen der Anteilnahme: Identifikation, Sympathie und Empathie.

Während in den frühen Filmen und im Kinderfilm noch heute der Held zur Identifikation einlädt - er trägt weiß, im Gegensatz zu dem Bösen, der schwarz gekleidet ist -, ging man bald dazu über, ihn "nur" noch sympathisch zu zeichnen. Der Zuschauer war zu aufgeklärt, als dass man ihm unterstellen wollte, er wäre gerne Superman, James Bond oder einer der anderen Helden.

Aber auch mit der Sympathie klappte es nicht sonderlich lange. Wer will behaupten, dass Don Corleone aus dem amerikanischen Spielfilm Der Pate eine durch und durch sympathische Figur sei, oder Toni Soprano aus der amerikaniscshen Erfolgsserie Die Sopranos? Es muss an etwas anderem liegen, das den Zuscshauer trotzdem mit dem Held hoffen und bangen lässt.

Es ist die Kunst großer Unterhaltung, Stoffe, in denen es um existenzielle Dinge geht, um Sein oder Nichtsein, um Leben oder Untergang, so zu entfalten, dass der Zuschauer genauso Sympathie wie Abneigung für die Hauptcharaktere empfindet. James Gandolfini gelang es, einen Einbrecher. Lügner, Erpresser und Killer so zu spielen, dass man ihn mochte bis zur freundschaftlichen Liebe, es war die Freundschaft zu einem Ganoven, der Dinge erlebt, die wir alle kennen, mit Problemen ringt, mit Demütigungen kämpft, mit sich und seinem Temperament und der Angst davor, sich völlig zu verlieren (Thomas Hüetlin, Spiegel-Autor)

Das Publikum entdeckt tief im Inneren des Helden etwas, das ihm gefällt oder ihn berührt. Wohlgemerkt nicht alles an dem Helden gefällt ihm, aber das, was er mag, ist elementar. Wir nennen es Empathie.

... eine Bemerkung, eine Geste, eine Reaktion im Gesicht
... Das ist oft genug, um eine Verbindung (mit dem Zuschauer) herzustellen. (Claus Peter Hant, deutscher Film- und Buchautor


Durch Empathie wird die emotionale Beteiligung des Publikums wachgehalten.

Auch Unternehmen haben ihre Helden: Mikrosoft hat Bill Gates, Apple hatte Steve Jobs, Google Larry Page,Facebook Mark Zuckerberg. Auch diese Helden müssen Gefahren und Herausforderungen meistern gegen die Umgebung, den übermächtigen Wettbewerber, den Zeitdruck oder die Regulierungsbehörde, und auch sie sind nicht immer nur sympathisch. Zu jedem dieser Helden gibt es Legenden. Meist handeln sie von ärmlichen Verhältnissen und kleinen Wellblechgaragen, in denen trotz größer Widerstände die Grundsteine für das spätere Imperium gelegt wurden. Der Kunde sympathisiert allzu gerne mit dem Schwächeren. Apple hat dies erfolgreich praktiziert. Steve Jobs gelang es, das Unternehmen als Underdog gegen das IT-Establishment darzustellen. Die Kunden sehen es fast als ihre moralische Pflicht an, Apples hochpreisige Produkte zu kaufen.

In diesem Zusammenhang fallen mir immer die beiden deutschen Kinofilme Das Parfüm -Die Geschichte eines Mörders von Tom Tykwer und Der Untergang von Oliver Hirschbiegel ein. Beide Filme wurden mit viel Aufwand von der Constantin Film produziert, beides teure, hochgelobte und mit deutchen Filmpreisen überschüttete Produktionen. Mir haben die Filme nicht zugesagt. Es lag an den Hauptpersonen.
In Das Parfüm habe ich mich nicht für die Hauptperson interessieren können. Sie war mir zu wenig Mensch, sie hatte nichts, was in mir die emotionale Saite zum Klingen bringen konnte. Was mit ihr passiert, war mir egal. Wohlgemerkt ging es mir nur beim Film so. Beim Lesen des Buches hatte ich Empathie empfunden.
In Der Untergang war es genau anders herum. Da konnte ich mit diesem Adolf Hitler Empathie empfinden. Er tat mir leid, der arme, alte Mann mit der permanent zittrigen Hand, dem von den bösen Generälen so mies mitgespielt wurde. Er wurde gespielt von einem großartig agierneden Bruno Ganz.
Ich denke beide Reaktionen waren so nicht geplant.


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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   04.02.16 21:34

Schon spannend, sich das mal so zu überlegen.
Mein Michael muss wieder menschlich werden und auftauchen und sich entscheiden
Gabriel wird wohl entdecken, dass er nicht so tot und kalt ist wie gedacht
Em kriegt Hawk
Matti eventuell Gabriel
Claire ... wird sich mit ihrer verrücktheit auseinandersetzen müssen
Jesse ihre Wunden heilen ...

Bei dir macht Brendon wohl am meisten durch. Michael, Michael ...da hatte sich ja angedeutet, dass er von sehr Parafreundlich etwas von seinem Optimismus verlieren wird? angesichts des Feuers und Redlog ...

Die Sympathie ist so eine Sache, kann man das wirklich so gut steuern?
Und für die Zielgruppe sind dann doch Ekelpakete durchaus geeignet ... hat er es ausprobiert, indem die Studenten ihre Ekelpakete tauschten? mr.green
Wenn man bedenkt, wie unterschiedlich Menschen Dinge sehen.
Ich finde zum Beispiel Clay nicht sympathisch. Von anfang an nicht, trotzdem sind einige Betas geschockt gewesen von ihren Taten, sie haben Lenah nicht geglaubt
Bei dir sind alle sympathisch ... Das ist auch eine Kunst mr.green
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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   05.02.16 12:02


Clay und nicht sympathisch? Das finde ich eigentlich nicht. Sicher, sie ist vielleicht nicht so offensichtlich warmherzig, meistens sehr direkt und tötet, wenn es sein muss, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber sie hat auch eine sehr weiche Seite - und die ist bei ihr durchaus schon ziemlich früh zu bemerken. Ich denke, deshalb waren die anderen Betas geschockt von ihren Taten (man vergisst zwischenzeitlich, wie und was Clay ist) und haben Lenah nicht geglaubt. Clay hat vieles bzw tut vieles, dass sie durchaus sympathisch erscheinen lässt. Zum Beispiel was sie bei den Kindern, aber auch Gavan bewirkt hat. Sie hat ins Königshaus wieder das Gefühl von Familie gebracht. Sie ist stark, kompromisslos, ehrlich, beschützt die, die sie liebt und setzt dabei alle Mittel ein ... Alles Gründe, die sie sowas von sympathisch machen!  mr.green

Claire und verrückt ... Nicht doch grins Schließlich kann sie doch nichts dafür, dass Helen sich in Claires Gedanken immer noch in alles einmischt. grins
Aber stimmt schon, sie alle machen eine Veränderung durch. Für einen kurzen Moment dachte ich erst, vielleicht ist Hawk der Katalysator, aber auch das ist nicht der Fall. Nicht zuletzt durch Em macht er ja auch eine ordentliche Veränderung durch.

Stimmt, Brendon trifft es ziemlich hart, er macht wirklich viel durch. Cat aber auch. Ich glaube, aus diesem Grund werden auch genau die beiden so gute Freunde werden. Und auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt, tut sich auch einiges bei Duncan. Bei Michael deutet sich das, wie du schon sagst, mit der Veränderung erst an. Bei Ailig wird es erst ab Band 2 mit der Veränderung losgehen. Und selbst bei Nebenfiguren wie Douglas, Rachel oder Thomas Maclise wird es Veränderungen geben. Aber halt, ich habe noch eine weitere Katalysatorfigur, die sich keinen Milimeter ändert, aber dies sehr wohl bei anderen vollbringt: Ruby. grins Ja

Na das alle meine Figuren sympathisch sind, der Meinung sind durchaus nicht alle. Da gibt es sehr wohl Betas, die Cat nicht leiden können, oder auch Duncan. Andere können mit Michael weniger anfangen. Und von Gabriel gan zu schweigen. Da habe ich schon mehr als einmal Kommentare erhalten wie: Kann Gabriel nicht wenigstens einmal etwas nettes tun? Oder auch: Er ist sowas von durch und durch böse.

Lach ... keine Ahnung, ob er seine Studenten schon mal die Ekelpakete hat tauschen lassen. Wäre wirklich mal interessant, was dabei rauskäme.

Aber in Hinsicht Ekelpakete bin ich aktuell ja wirklich gespannt, wie sich das bei The Walking Dead mit Negan entwickeln wird. Jeffrey Dean Morgan ist ja beinahe in all seinen Rollen immer der - wie er es selbst nannte "Good Guy". Okay in "The Resident" hat er auch schon sehr überzeugend einen Soziopathen gespielt, aber Negan wird ja nun ein ganz anderes Kaliber werden, was auch in den folgenden Auszügen eines aktuellen Interviews mit Andrew Lincoln (Rick Darsteller) zu Morgans Rolle als Negan klar wird:

... Negan wird bei den Zuschauern für eine Hass-Liebe sorgen.

... Die Ansprüche an Negan sind hoch, wie Andrew Lincoln zu verstehen gibt: "Das ist vermutlich eines der wichtigsten Castings neben Rick. Er ist ein Fan-Liebling, aber gleichzeitig eine Kontrastfigur zu Rick und seiner Familie."

... "Jeder braucht einen guten Bösewicht und dieser ist einer, auf den viele Leute schon eine Zeit lang warten"

... Zuschauer, die schon den Governor gefürchtet haben, werden bei Negan eine völlig neue Art der Gewalt entdecken. "Der Governor war großartig und David Morrisey hat einen großartigen Job gemacht, ihn zu spielen, aber Negan ist entsetzlich"

... "Er ist ein unglaublicher Tyrann und dieser sehr charismatische, lustige, brutale Soziopath." Seine Waffe, einen Baseball-Schläger, den er mit Stacheldraht umwickelt hat, nennt er liebevoll Lucille.

... "Ich bin sehr auf die Beziehung zwischen Negan und Carl und Carl und Rick gespannt"


Oder aber auch aus der Aussage von Robert Kirkman, dem Autor und Erfinder von The Walking Dead und der Figur Negan:

... So soll der neue Bösewicht Negan mit Abstand das schlimmste sein, was der Gruppe bisher wiederfahren ist. Laut Kirkman wird er den Verlauf der Serie stark beinflussen, allerdings in keine gute Richtung.

... Negan ist eine Atombombe, die wir in Staffel 6 zünden werden. Die Dinge werden nach ihm nie wieder so sein, wie sie einmal waren. Macht euch auf einiges gefasst."

... Die "Saviors" und insbesondere Negan beschreibt Kirkman als verrückt, aber klug. Er vergleicht den neuen Bösewicht sogar mit Rick Grimes. Genau wie der ehemalige Sheriff soll auch Negan mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen gehabt haben. Diese konnte er allerdings nicht verarbeiten und ergab sich der dunklen Seite in ihm.



Aber nun weiter mit ...

Ziele

Daher sind die Geschehnisse und der Mythos das Ziel der Tragödie; das Ziel aber ist das Wichtigste von allem (Aristoteles)

Bei allem, was wir tun, setzen wir uns Ziele. Sogar wenn wir uns auf das Sofa legen, tun wir das mit dem Ziel, uns auszuruhen. So verhält es sich auch - oder sogar vor allem - in Geschichten. Wenn wir von dramatischer Erzählweise sprechen, so meinen wir das zielgerichtete Handeln der Hauptfigur. Das Ziel bestimmt den Anfang und das Ende der Geschichte, es konstruiert sie und treibt sie voran.
Das Vorhandensein einer anderen Erzählkunst, die dem dramatischen Instrumentarium deutlich widerspricht, wurde schon erwähnt. Es ist die epische Erzählweise. Da wird die zielgerichtete Kausalität aufgehoben, ebenso die Finalität. Das Geschehen ist nicht zwangsläufig auf ein Ziel hin ausgerichtet; das Nebeneinander gleichberechtigter Handlungsstränge bestimmt die Struktur, die einzelnen Teile können ausgetauscht werden.

Wichtig ist, dass das Ziel immer etwas Konkretes, Fassbares, Erfüllbares ist. Unser Held braucht also nicht nur Geld, er braucht 100.000 Euro, um seine Schulden begleichen zu können; er will nicht nur eine Frau, er will die Frau des Nachbarn. Das Ziel muss direkt verständlich sein, und wir müssen der Hauptfigur zutrauen können, es auch zu erreichen.
Wichtig ist außerdem, dass es immer nur ein Ziel pro Geschichte gibt. Besser eine Botschaft, die im Kopf bleibt, als fünf Aussagen, an die sich nachher keiner mehr erinnert.
Das möchte ich den Fernsehredakteuren ans Herz legen. Aus Angst, die 90 Minuten, die ein abendfüllender Fernsehfilm nun einmal dauern muss, nicht füllen zu können, wollen sie mehr und mehr Probleme in der Geschichte. Kunden und Produzenten von Industrie- und Werbefilmen sind da nicht besser. Auch sie möchten am liebsten alles in einer Botchaft untergebracht sehen. Das geht garantiert nach hinten los! Eine Geschichte mit nur einem Ziel lässt sich klarer und damit einfacher erählen, zwei oder mehr Ziele lassen sie auseinanderbrechen.

Oft kommen Studenten, die wollen mir die Suche nach Liebe, nach Geborgenheit, nach Glück als Ziele anbieten. Derartige Lebensgefühle betreffen das Bedürfnis der Hauptperson, was wiederum das Thema betrifft. Was es damit auf sich hat, werde ich später erläutern.

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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   05.02.16 14:48

Nur ein Ziel, hmmm.
Ich denke, es ist leichter eine Geschichte zu schreiben, wenn man nur ein Ziel hat. Bei KGs funktioniert das sicher. Aber Romane ... hmmmmmm.
Bei dne Huntern war es ja erst auch nur "ein Ziel" Redlog fangen, dass ist aber etwas ins Hintertreffen geraten.

Bei Totgeglaubt war es auch erst. Helens Mörder finden und hab das etwas aus dem Blick verloren.

Bei den Gestaltwanderern ist es Töte den Gestaltwanderer ....

Oder doch etwas anderes?

Ich fürchte ich bin da wie seine Studenten, im Grunde gehts um Liebe und Freundschaft rotwerden grins
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BeitragThema: Re: Story Tells, Story Sells   05.02.16 15:04


lach  Ganz genau dasselbe habe ich in Hinsicht nur ein Ziel pro Geschichte auch gedacht.

Aber vielleicht gilt das mit dem einen Ziel in jeder Geschichte ja pro Figur. grins Wir beide haben ja soooooooooooo viel Personal, da kann es doch gar nicht nur ein einziges Ziel für alle geben. Das ist im Übrigen bei Marvel - und die sind damit extrem erfolgreich, sowohl was Comics als auch die Filme angeht - sowohl bei Avengers- als auch der X Men-Reihe doch nicht anders. So viele Charaktere die mehr oder weniger Hand in Hand arbeiten ... und trotzdem verfolgt doch jeder von ihnen gerade zu Beginn sein ganz persönliches Ziel.

Und unter dem Umstand würde das bei meinen Huntern dann ja doch funktionieren, weil ...

... Michaels will Scathach finden
... Gabriel will Cat
... Duncan will eine Veränderung in seinem Leben
... Cat will Rache an Gabriel
... Ailig will seine Pflicht erfüllen und alle schützen, die seiner Obhut unterliegen
... Connor (mitsamt dem Rudel) will Scathach das Handwerk legen
... Brendon dem Schalten und Walten der Paras Einhalt gebieten

So gesehen hat da jeder nur ein Ziel ... ja okay, natüüüürlich kommt da dann auch bei allen noch Liebe, Freundschaft und besonders Vertrauen dazu. grins Ohne wäre es aber auch wirklich bosr grins

_________________
Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
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