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 Im Nachtclub mit Cat - Szene

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Xhex
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BeitragThema: Im Nachtclub mit Cat - Szene   22.06.15 20:28


Dann will ich doch nachziehen und stelle ebenfalls eine Szene zur Verfügung.
Ich habe mir Cats Einstiegsszene ausgesucht, weil man mit der Szene eigentlich ganz gut zurechtkommen müsste, ohne groß Hintergrundwissen von der Welt meiner Hunters zu haben.

Im Nachtclub mit Cat


Cat ließ ihren Blick durch die große Halle des Nachtclubs gleiten. Caer Hafgan. Ein wirklich treffender Name. Das Rattenloch wirkte tatsächlich wie die Hochburg der vereinten Höllenbrut - egal, wie nobel und modern der Laden sich auch präsentierte. Paranormale Wesen, wohin sie auch sah.
Laser zuckten durch die Luft, die Bässe wummerten aus riesigen Lautsprechern und wabernder Nebel umschloss die Menge auf der Tanzfläche. Die Masse pulsierte, schien wie in Trance.
Das alles interessierte Cat jedoch nicht. Sie war nicht in diesen Luxusschuppen gekommen, um sich auf der Tanzfläche auszutoben. Und sie hatte erst recht nicht vor, sich an einen Vampir – oder einen anderen Para - ranzumachen, wie es die schwarzhaarige Frau dort drüben gerade tat. Ekelhaft. Die scheint es echt nötig zu haben. Ja, präsentier ihm nur schön deinen Hals. Er wird das Angebot sicher nicht ausschlagen. Wie kann man nur so blöd sein?
Cat bahnte sich einen Weg durch die Menge nach Schweiß stinkender Körper, die sich zu den Rhythmen düsterer Dark-Wave Musik bewegten. Ihr Ziel war die Theke, die sich durch den hinteren Bereich des Nachtclubs schlängelte und etwas erhöht angelegt war. Gut für einen besseren Überblick.
Sie hatte die Theke beinahe erreicht, da erhielt sie einen heftigen Rempler. Gereizt fuhr sie herum. Vor ihr stand eine selten hässliche Ausgabe von einem Sidhe. Im Gegensatz zu den meisten Vertretern der Dunkelelfen konnte sich dieses Exemplar den Titel als Mr Irland abschminken; den Sadismus und die Hinterlist, die seine Verwandten hinter Glanz und Schönheit verbargen, stand diesem Sidhe hier buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Beste Voraussetzungen für ein Freddy Krüger Casting. Sein blasses Gesicht war durch etliche Narben entstellt und die weißblonden, langen Haare fielen ihm strähnig über die Schultern. »Pass gefälligst auf!«, giftete sie ihn an.
»Hüte deine Zunge, Weib!« Warnend blickte er sie mit seinen stechend gelben Augen an, dann drehte er sich um und verschwand in der Menge.
Besser für ihn! Mit zusammengekniffenen Augen sah sie dem Sidhe nach. Gott, wie ich all das hier hasse! Sie hatte diese Nachtclubs sowas von satt. Das Gedränge nervte, die Musik war grauenhaft und am allerschlimmsten waren diese Paras, die von solchen Läden angezogen wurden wie Motten vom Licht. Aber es blieb ihr ja gar nichts anderes übrig, wenn sie IHN finden wollte. Sie wusste, er liebte diese Nachtclubs. Und genau aus diesem Grund zog sie nun schon seit über zwei Jahren durch ganz Irland und klapperte Laden für Laden ab, immer in der Hoffnung, ihn endlich aufzuspüren.
Erleichtert atmete Cat auf, als sie die Theke erreichte und damit das größte Gedränge hinter sich gelassen hatte.
»Was darf’s sein?“, fragte einer der Barkeeper, bei dem es sich um einen … Menschen handelte. Wie konnte er nur in solch einem Monsterschuppen arbeiten? »Ein Guinness.«
»Haben wir nicht.«
»Dann irgendein anderes Bier.«
Der Typ lehnte sich über den Tresen zu ihr nach vorne. »Lady, wir führen dieses Gebräu überhaupt nicht. Das entspricht nicht unserem Stil.«
»Dann gib mir einen Whiskey.«
»Spezial?«
»Bloß nicht. Ich steh nicht auf diesen Magiescheiß.«
Der Barkeeper grinste. »Schade, du verpasst etwas.«
Das meine Birne davon zu Matsch wird wie deine, und ich in solch einem Schuppen arbeite? »Bezweifle ich.«
Einen Augenblick später schob er ihr einen Whiskey rüber. Cat zahlte, nahm das Glas und roch an der goldgelben Flüssigkeit. Nicht, dass der Barkeeper ihr doch einen Drink von der Spezialkarte angedreht hatte. Natürlich ganz aus Versehen, versteht sich. Aber es schien alles in Ordnung zu sein. Der Whiskey roch, ganz wie es sein sollte, nach altem Sherry und Torf. Sie drehte sich herum und beobachtete die Leute auf der Tanzfläche. Pärchen unterschiedlicher Rassen rieben ihre Körper aneinander, als ob sie kein Zuhause besäßen. Dazwischen nervige Leprechauns, die herum hopsten wie Gummibälle. Sidhes und Hochelfen, die sich im Anschmachten ihrer Person suhlten. Vampire, die Menschen und andere Paras auf den Leib rückten. Nein, unter ihnen würde sie ihn ganz sicher nicht finden. Er liebte zwar das Gedränge der Massen, aber nur, wenn er darauf herab sehen konnte …
Ihr Blick wanderte hoch zur Balustrade des VIP-Bereichs. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte, durch die drückende Dunkelheit, den Dunst des Nebels und das Zucken der Laser etwas zu erkennen. Doch die wenigen Leute, die sie dort oben am Geländer ausmachen konnte, waren nur schemenhaft zu sehen. Sie konnte nicht einmal sagen, ob es sich um Menschen oder Paras handelte, die von dort oben das Geschehen in der Halle beobachteten. Ihr Blick wanderte über die Gestalten hinweg. Zu dick … Zu klein … Zu zierlich … Zu … Scheiße! Wie gebannt starrte sie die hochgewachsene Statur eines Mannes an. Das Licht eines Scheinwerfers streifte für einen kurzen Augenblick sein Gesicht. Ihr Körper erstarrte. Er … ist … es! Deutlich erkannte sie das kalte, überhebliche Lächeln, das sie seit Jahren in ihren Alpträumen verfolgte.

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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. ~ Albert Einstein.
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BeitragThema: Re: Im Nachtclub mit Cat - Szene   22.06.15 23:24

Sooooo, ganz spontan. Cat ganz verändern konnte ich nicht. Hab mal einen Kontrast versucht. Gaaaanz rund ist es noch nicht. Aaaber ich schicke es shconmal ab. Mal sehen, was ihr davon haltet. vcheerful

Im Nachtclub mit Cat

WUMMWUMMWUMM
Bässe massierten vibrierend das Zwerchfell, krochen von dort in jede Faser des Körpers. Widerlich.
Die Stahlkonstruktionen wirkten wie das Gerippe eines riesigen Tieres. Dieser Club verschlang die Menschen, zusammen mit einem Haufen abartiger Gestalten. Wer gehörte wohl ganz oben aufs Siegertreppchen dieser Freakshow? Die Paras oder die Menschen, die um ihre Aufmerksamkeit buhlten oder vielmehr darum ihre Snackbar zu sein.
Caer Hafgan. Ein wirklich treffender Name. Dar Vorhof der Hölle tat sich auf, in spiegelndem Hochglanzdesign.
Laser zuckten durch die stickigen Nebel von geschmacklosem Trockeneis und offenbaren eine Menge schwitzender Leiber, die sich in diesem Krach in Trance wanden.
WUMMWUMMWUMM
Eine schwarzhaarige Frau drängte sich mit den Hüften an einen großen Schönling mit beinahe durchscheinen weißer Haut und einer Interview mit seinem Vampir Gedächtnis Matte und bot ihren Hals dar als gäbe es die Unsterblichkeit heute zum Halben Preis. Ja, der Club war genau richtig. Viel williges Fleisch und eine Clubleitung, die es offenbar nicht so genau nahm mit den Gesetzen zum öffentlichen Blutverzehr aus der Vene.
Sich zur extravagant höher gelegenen Theke treiben zu lassen war der Plan, die versprach einen besseren Überblick über die Beutegreifer und ihre willigen Schafe.
Wie kann man nur so blöd sein? Der Gedanke brannte nach. Das Gesicht ihrer Mutter tauchte auf, ihre Mutter, den Hals zurückgebo ...
Ein heftige Rempler. Wer zum Teufel ... Das kurze silberne Messer in der Jackentasche fest in den Fingern, bereit es einem aufdringlichen Vampir ... Ein selten hässlicher Sidhe hob die schmale Lippe, hoffentlich der Versuch einer Drohung und nicht eines Lächelns. Im Gegensatz zu den meisten Vertretern der Dunkelelfen konnte sich dieses Exemplar den Titel als Mr Irland abschminken; den Sadismus und die Hinterlist, die seine Verwandten hinter Glanz und Schönheit verbargen, stand diesem Sidhe hier buchstäblich ins vernarbte Gesicht geschrieben. »Pass gefälligst auf!«
»Hüte deine Zunge, Weib!« Die stechend gelben Augen schienen im Laserlicht aufzuglühen.
Der Elfenbeingriff des Messers gab Sicherheit. Was hielten Sidhe von Silber? Doch auch wenn er nicht auf das geweihte Metall reagierte, konnte es ihm noch was passendes ins Gesichts zaubern, sollte er es wagen! Doch Freddy Krüger drehte sich unvermittelt um und verschwand in der Menge.
Besser für dich! Das Adrenalin pulste.
WUMMWUMMWUMM
Nicht zittern, nicht schwitzen, nicht nachlassen! Gott, wie ich all das hier hasse! Zwei Jahre, zwei Jahre erfolglose Jagd! All diese Nachtclubs. Das Gedränge, die Musik, Paras - mit Augen, die vorgaben beinahe menschlich zu sein.
Aber es blieb nichts anderes übrig. Er liebte diese Nachtclubs. Und er war der einzige Grund noch am Leben zu sein. Irgendwann, irgendwann würden es die richtigen Augen sein und der richtige Körper, um ... Konzentration! Die Theke bot den erwarteten guten Überblick. Systematisch die Herde absuchen. Nach den richtigen Bewegungsmustern, nach den Details, den Augen.
»Was darf’s sein?“, fragte einer der Barkeeper, bei dem es sich um einen … Menschen handelte. Wie konnte er nur in solch einem Schuppen arbeiten? »Ein Guinness.«
»Haben wir nicht.«
Paraexklusivität, die das einfache irische Volk abschrecken sollte? »Dann irgendein anderes Bier.«
Der Typ in dem muskelbetonenden, aber dennoch adretten Shirt lehnte sich über den Tresen zu ihr nach vorne. »Lady, wir führen dieses Gebräu überhaupt nicht. Das entspricht nicht unserem Stil.«
Kein Grund vor Stolz vornüberzukippen, du Adonis für Arme.»Dann gib mir einen Whiskey.«
»Spezial?«
»Pass genau auf, lies meine Lippen: Nein! Ich steh nicht auf diesen Magiescheiß.«
Der Barkeeper grinste. »Schade, du verpasst etwas.«
Das meine Birne davon zu Matsch wird wie deine? »Bezweifle ich.«
Einen Augenblick später schob er einen Whiskey rüber. Zwanzig Euro kostete der Spaß. Das Glas war geschliffen und schwer. Der Whiskey roch, ganz wie es sein sollte, nach altem Sherry und Torf. Eine Verschwendung ihn nur zur Tarnung umherzutragen, doch die Lust auf einen Schuss aufs Haus oder alkoholverhangene Sinne hielten sich in Grenzen. Vampire waren keine leichte Beute.
Die Tanzfläche. WUMMWUMMWUMM
Pärchen unterschiedlicher Rassen rieben ihre Körper aneinander, als ob sie sich für einen Laienporno bewarben. Dazwischen nervige Leprechauns, die herum hopsten wie Gummibälle. Sidhes und Hochelfen, die sich von ihren Jüngern anschmachten ließen. Vampire, die Menschen und andere Paras auf den Leib rückten. Nein, unter ihnen würde sie ihn ganz sicher nicht finden. Er liebte das Gedränge der Massen, aber nur, wenn er darauf herab sehen konnte …
WUMMWUMMWUMM
So groß war er gewesen und sein Blick zu ihr herab, fallend wie ein Stein. Du bist ein Kind gewesen und dieses Kind ist längst tot! Das Silber, es fühlte sich kühl an, angenehm scharf. Die Klinge erlaubte sich einen winzigen Schnitt in den Daumen, um alle Erinnerungen an dieses Kind zu vertreiben.
Das Jagdgebiet war also der VIP-Bereich.
Am Fuße der Treppe stand ein Werwolf in XXL und ihre Klamotten waren auf "Keinen zweiten Blick wert" getrimmt, nicht auf "Lecker Frischfleisch". Verdammt!
Der Blick zur Balustrade war ernüchternd. Durch die drückende Dunkelheit, den Dunst des Nebels und dem Zucken der Laser war kaum etwas zu erkennen. Nur Schemen. Menschen, Paras? Zu dick … Zu klein … Zu zierlich … Zu … Scheiße! Das Licht eines Scheinwerfers streifte für einen kurzen Augenblick ein Gesicht. Die Zeit gefror. Er … ist … es! Da war es: das kalte, überhebliche Lächeln, das seit Jahren ihre Alpträume beherrschte und seine Augen, die nicht einmal mehr vorgaben beinahe menschlich zu sein.
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